Neulich bei Not quite like Beethoven zuhause: Ich am Küchentisch über dem Laptop brütend. Auftritt der Mitbewohnerin, braungebrannt, gutgelaunt und voller Mitteilungsbedürfnis. Zehn Tage Urlaub in Puerto Rico.
„Ooh, das war soo toll, das mußt Du hören!“
„Moment, warte — ich hol meine Brille.“
Da hat sie aber geguckt. Leider stimmt es. Zumindest um Englisch zu verstehen brauche ich tatsächlich Brille oder Kontaktlinsen. Bin zwar nur bißchen kurzsichtig, sagen wir: Die Welt ist sieht mir leicht impressionistisch aus. Auch schön. Aber für fremdsprachliches an den Lippen Hängen brauche ich absolut scharfe Sicht. Sonst reicht es einfach nicht ganz. Unglaublich, was das bißchen für einen Unterschied macht. Da merke ich auch, wie abhängig ich eigentlich vom Lippenlesen bin.
Waren dann übrigens wirklich nette Geschichten aus Puerto Rico. Will ich auch mal hin…






7 Antworten bis hierher ↓
coala // 18. Mai 2009 um 11:15
Das ist doch lustig, denn nach zahlreichen Umfragen habe ich herausgefunden, daß fast alle Leute den Ton aufdrehen, sobald sie einen Film in einer Fremdsprache gucken. Unschärfe geht halt nicht…
Berlinessa_in_New_York // 18. Mai 2009 um 14:30
Da ergeben sich ja ganz neue Kausalitäten! Grossartig.
not quite like beethoven // 19. Mai 2009 um 00:13
coala, Du machst ja Umfragen…
Was denn für Kausalitäten, Frau Berlinessa?
NickelPic // 19. Mai 2009 um 12:18
Das kenne ich nur zu gut! Ich selbst sehe ohne Brille total schlecht, wenn ich da keine Hörgeräte an habe, brauche ich unbedingt meine Brille zum Lippenlesen.
Im Krankenhaus Blind und Taub auf dem OP-Tisch liegen ist für mich der Horror, möchte ich nicht wieder so schnell erleben.
Könnt hier eine Story von mir zu diesem Thema lesen: http://blog.chip.de/deafhood-blog/taub-und-blind-vor-einer-operation-20080306/
not quite like beethoven // 19. Mai 2009 um 20:49
Oja. Taub und blind, das ist ne furchtbare Kombination. Von den Dingen und den Menschen getrennt…
not a Blechohr yet // 14. November 2009 um 16:44
Kenn’ ich doch irgendwoher.
Öffnet ein neuer Kollege die Tür zu meinem fast dunklen, funzlig beleuchteten Büro und sagt “ ?????“.
Ihn unterbrechend: „Ich verstehe kein Wort. Mach mal bitte Licht an“.
Als das Licht anging, habe ich zur Belohnung in ein reichlich verdutztes Gesicht gucken dürfen.
not quite like beethoven // 15. November 2009 um 09:34