Monatsarchiv: Juni 2009

Konversation und ihre Tücken: Wie macht man ein nettes Abendessen mit Schwerhörigen?

Mein täglich Brot beim geselligen Abendgelage zu mehreren ist: Ich komme einfach nicht mit.

Ich kann dem Lauf der Unterhaltung nicht folgen und oft nicht mal verstehen, wenn mich überraschend jemand direkt anspricht. Da ich nicht weiß, worüber geredet wird – was, selbst wenn ich den Anfang mitbekommen habe, nach drei, vier Wortwechseln der Fall ist – kann ich auch keine passenden Beiträge machen. Sondern im besten Fall ein neues Thema ansprechen. Was mir auch nicht immer einfällt. Und im schlechtesten seltsam unpassende Beiträge machen.

Man wechselt ja auch nicht einfach so das Thema, der Zeitpunkt muss schon passen. Wissen, was schon besprochen wurde, worüber sich gerade jemand ereifert oder begeistert hat, ist auch nicht schlecht. Und schließlich ist Reden ja ein Ping-Pong-Spiel: Man muss den Ball auch aufnehmen und wieder zurückspielen, antworten auf die Antworten der Leute. Das ist was anderes als eine Serie von Monologen. Und man muss den Moment finden, wenn der eine Sprecher schon fertig ist, der nächste aber noch nicht begonnen hat.

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Nie wieder Feierabend, die Lösung für Schwerhörigkeit — dachte ich mal

Letzten August war ich so frustriert, dass ich gar kein Privatleben mehr haben wollte. Stattdessen: einen dieser Jobs, bei denen man 70 Stunden die Woche arbeitet und den Rest des Lebens maximal fernguckt. Denn spätestens seit der Industrialisierung haben wir ja Arbeit und Feierabend – und Arbeit ist für mich mit meiner Ertaubung trotz aller Schwierigkeiten leichter als Feierabend. Traurig, aber wahr.

Das mag erstmal komisch klingen, hat aber einen ganz einfachen Grund.

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Heilende Hände und Schmetterlinge: Ich glaub ich brauch auch ein Symbol!

Gerade hab ich einen sehr schönen Eintrag über Sinnbilder und Symbole für Taubheit und Ertaubung gelesen. Bei Kim, die schreibt das lesenswerte Blog Face me, I read lips. Unbedingt mal reinlesen in den Beitrag! Da das auf Englisch ist und ich gar nicht so genau weiß, wie gut meine Leserschaft Englisch kann, hier eine sehr selektive Zusammenfassung auf Deutsch:

Stamp Spiral HandDas links nennt sie „heilende Hand“. Die heißt so, weil sie die gebrochene Seele Ertaubter heilen kann. Sie kann ganz breit helfende Hände symbolisieren, besonders aber die von selbstbewußten Ertaubten/Gehörlosen. Denn es geht natürlich auch um Gebärdensprache. Es ist die Hand, die weggefallene Kommunikationskanäle ersetzt.

Update: Ich habe gestern unterschlagen, dass die Hand „Kokopellis Hand“ heißt, weil ich nicht wußte wer das ist. Jetzt hat mir die Bloggerin erklärt, dass Kokopelli eine gottähnliche Figur aus der Mythologie der Südwestamerikanischen Natives ist. Bei den Zuni, Hopi und Pueblo steht sie für geistige Heilung und Freundschaft.

Butterfly PinDas da rechts sind auch Hände, vor allem aber: ein Schmetterling. Der symbolisiert eine Transformation. Wer Ertaubung erleidet, mag sich zunächst zurückziehen, Kontakt abbrechen, trauern. Sich verpuppen eben. Wenn das vorbei ist, dann hat man sich verändert. Und dann kann eine ganz andere Person zum Vorschein kommen, quasi der selbstbewußte, stolze Taubenschmetterling. Außerdem können Schmetterlinge nicht hören.

Na, wie findet Ihr das?

Schöne Töne #4

Pencil - Foto: Shawn Campbell, cc 2.0

Das Kratzen von Bleistift und das Rubbeln vom Radiergummi auf Papier. Viel besser als Emails schreiben, glaubt mir!

Den Stift kann ich gerade so hören wenn ich die Hörgeräte sehr laut stelle und sehr schnell schreibe oder was zeichne. Radieren tu ich eh sehr wild.

Der Wahnsinn: Telefonieren mit Live-Untertiteln!

Telefonieren ist der Horror für Schwerhörige! So unglaublich anstrengend und voller Mißverständnisse, ich lasse es inzwischen schweren Herzens ganz. Auch privat, von geschäftlich ganz zu schweigen. Wie oft hab ich mir Untertitelung dafür gewünscht – und jetzt stell ich fest, dass es das doch tatsächlich schon gibt! In Echtzeit. Kostenlos. Und wenn Du eins hast, sogar auf dem iPhone. Wirklich Wahnsinn!

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Als Ärzte noch Helden waren…

… da hatten sie jeweils alle die gleiche Frisur. Bestaunt neulich in der Harvard Medical School.

The First Successful Kidney Transplantation, Dec 23 1954 - Art by Joel Babb (1996)

The First Operation under Ether in 1846, Art by Robert C. Hinckley (1886)

Anatomy Lesson of Doctor Nicolaes Tulp, A copy of a 1632 Rembrandt painting (Artist unknown)

Wie sieht Schwerhörigkeit/Taubheit aus?

I'm not deaf, I'm ignoring you pin -- Foto: maxsamedia

Ich sage immer: Schwerhörigkeit sieht man nicht. Aber das stimmt  eigentlich nicht ganz. Man sieht man sie nämlich doch. Nur leider – und darum ist ja dieser Spruch aus den 1980ern auch so gut – sieht sie halt genauso aus wie Ignoranz.

Oder Arroganz. Schüchternheit. Unhöflichkeit. Introvertiertheit. Trampeligkeit. Nich-ganz-so-schnell-im-Kopf-heit.

Und einen guten Start in die Woche!

Reminder - Foto: Not quite like Beethoven, all rights reserved

Macht starke Schwerhörigkeit spießig?

Früher bin ich mal alleine durch den Libanon und Syrien gereist, wußte mittags nicht wo ich abends schlafen würde. Ich fand das toll. Und ich hatte Vertrauen in mich, obwohl ich damals schon ziemlich schlecht hörte. Alles war recht schwer, aber es ging noch. Ich glaube heute würde ich mir das nicht mehr zutrauen. Oder sagen wir besser: Ich würde mir nicht zutrauen, dabei Spaß zu haben. Dabei geht es noch nicht mal um so Dinge wie zufällig Leute kennenlernen. Das ist mir selbst zuhaus schon sehr lange nicht mehr passiert – einfach weil ich nicht mehr einfach so mit fremden Menschen reden kann.  Hahaha, ängstliche Eltern hätten ihre Freude an mir als Kind! Nein, es geht um das Reisen selber das schwierig wird, um das sich Zurechtfinden und Zurechtkommen und -gehen wenn man nicht weiß wie, wo und was läuft.

Auf diese Weise macht mich die Ertaubung vom Lebenswandel her, wie soll ich sagen? Brav? Langweilig? Spießig gar? So nennt man doch glaube ich Personen, die sich durch Abneigung gegen Veränderungen der gewohnten Lebensumgebung und ein starkes Bedürfnis nach sozialer Sicherheit hervortun.

Jedenfalls fühle ich mich inzwischen oft nur dann wirklich wohl, wenn ich genau weiß wie die Dinge um mich herum laufen. Wenn alle Abläufe vertraut sind. Wenn ich weiß, dass wenn ich einen mittelgroßen Cappuccino bestelle, die erste Frage lautet: Für hier oder zum mitnehmen? Die zweite: Welche Sorte Milch? Und die dritte: Wie heißt Du? (Nicht dass ich was dagegen hätte. Aber leider will die wunderhübsche Frau hinter dem Tresen hier das nur wissen, damit man mich ausrufen kann, wenn mein Kaffee gleich fertig ist.)

Was hat mich das an Aufregung und peinliche Momente gekostet bis ich diese Reihenfolge raus und mir gemerkt hatte. Weil ich die Fragen mal wieder nicht verstanden hatte. Ja weil ich einfach nicht darauf kam, was man mich noch fragen könnte, nachdem ich schon gesagt hatte was ich will und dass ich meinen Kaffee hier trinken würde.

Aber da gibt’s hier in Amiland sowieso soviele Wahlmöglichkeiten, die sie einen da fragen, wenn man was bestellt: Milch vollfett, 2%, mager oder halb und halb? Steak rare, medium rare, medium oder well done? Brot zum Sandwich Roggen, Sauerteig, Baguette, Vollkorn oder Rosine? Und so geht das endlos weiter… Immerhin, das ist alles Standard, man kann es lernen und dann brauche ich es nicht mehr zu verstehen, sondern nur noch: nicht zu vergessen. Bis dahin aber kann das  ganz schön unangenehm werden, so mitten im Lokal. Und mit einer langen Schlange von Leuten hinter mir, die auch drankommen wollen und unruhig werden nach dem dritten Mal Nichtverstehen. Wenn ganz arg Not am Mann war, hab ich mich ein paarmal mit „Was würdest Du denn empfehlen? Aha, das nehme ich“ rauszureden versucht, wenn ich mitbekommen habe, dass ich eine Wahl habe, aber nicht weiß welche. Klappt aber nicht immer. Manchmal haben sie keine Meinung, manchmal paßt die Frage nicht. Und manchmal bekomme ich einfach nur was richtig richtig doofes…

Außerdem bin ich in Gruppengesprächen eher still, steche inzwischen kaum noch durch geistreiche Bemerkungen oder Witz im Gespräch hervor. Und während sich alle anderen nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag bei Bier oder Wein wieder in Fahrt reden, Spaß haben und lang und länger sitzen, bekomme ich nicht viel oder gar nichts mit, werde müde — und bin inzwischen eher dafür bekannt sehr früh nach Hause zu gehen.

Wie lange kann man sich innerlich jung und wild fühlen, wenn man so ganz und gar nicht die entsprechenden Gewohnheiten hat, das entsprechenden Leben pflegt?

Super-Obama

Wunderbares Video! Zeigt gut die Stimmung, die hier in den USA bei den jungen Liberalen immer noch mit Obama verbunden ist — und nimmt sie gleichzeitig auf die Schippe. Außerdem paßt es ja, denn von Obama weiß man, dass er Spiderman-Comics sammelt. Am besten gefallen mir die Aufmerksamkeit für die Ohren und das Katzenretten so nebenher! Unbedingt Klicken!

Wirklich schade, dass weder Wirtschaftskrise noch die Lage im Iran so einfach durch Super-Obama-Sein geändert werden können…

[via Huffington Post]

Taub im Job, trotzdem erfolgreich, Tipp #2: Offen sein, es nicht alleine versuchen, Initiative ergreifen

Ich glaube,  der folgenreichste Irrtum über Schwerhörigkeit/Taubheit ist, dass sie nur einen alleine betrifft. Hab ich früher selber mal gedacht, stimmt aber nicht. Hörbehinderung betrifft die Kommunikation. Und damit immer auch andere. Egal ob in der Familie, unter Freunden — oder im Job unter Normalhörenden.

Darum ist dies ein ganz, ganz grundsätzlicher Tipp: Von Anfang an offen sein, es nicht alleine versuchen und die Initiative ergreifen! Selbst habe ich mich damit lange sehr schwer getan. Zum Teil weil ich mir selbst, dem Chef und den Kollegen nicht eingestehen wollte, dass ich bei bestimmten Dingen (wo es um Kommunikation geht) möglicherweise Probleme habe. Und weil ich niemandem zur Last fallen und die Abläufe stören wollte. Ich dachte, da gibt’s nur Ärger, wenn ich das mache. Aber ich habe viel Lehrgeld bezahlt. Denn wenn es Probleme gibt, sind auch andere davon betroffen. Und wenn es schnell gehen muss, ist keine Zeit mehr.

Außerdem habe ich festgestellt: Es kommt viel souveräner rüber, einfach zu sagen: „Hier könnte es Probleme geben. Aber das macht nichts, denn so und so können wir sie meistern.“

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Kantinenverpflegung

Lunch at Harkness - Foto: Not quite like Beethoven, all rights reserved

Ich werd’ sie wohl vermissen. Hier: Hanger Steak in Rotweinsauce mit Rahmspinat, gebuttertem Kartoffelpuree und Brokkoli. Dazu gemischten Salat mit Blauschimmelkäse und Pfirsichen. Und weil ich immer so’n Hunger hab, liegt hinten noch ‘ne Gemüselasagne dabei.

Was gar nicht geht: Im Dunkeln nebeneinander liegen und reden

Im Dunkeln - Foto: Not quite like Beethoven, all rights reserved :-)

Nein. Das geht nun wirklich gar nicht. Leider! Das fand ich früher schon auf Klassenfahrten schrecklich schade. Da bin ich immer als erster eingeschlafen, während die anderen noch stundenlang gequatscht haben. Es ist mit der Liebe nicht besser geworden. Und am Schlimmsten ist es, wenn man extra wohin gefahren ist, um den Sternenhimmel anzugucken und im Auto zu knutschen. Es sich aber alles gar nicht gut anfühlt, weil nichts sehen und nichts verstehen verflixt unsicher macht. Und man darum recht schnell wieder zurückfährt Verdammt!

Wer noch nicht weiß, worum’s geht, klicke hier. Oder hier.

Unglaublich…

…ein interessanter Artikel in der Bild am Sonntag: Wie sich Schwerhörigkeit anfühlt. Nichts wirklich Neues, aber sehr nett geschrieben. Helge Timmerberg ist ja nun auch ein spannender und nicht ganz unbekannter Autor! (Wer mag, sehe sich zB. die wirklich tollen Buchbesprechungen an, die er für die Zeit geschrieben hat, zu finden hier.)

In dem Text in der BamS hat mir besonders gefallen, wie er einmal versuchte, sich seiner Schwerhörigkeit zu entledigen. Ein kubanischer Voodoo-Doktor hatte nämlich den Grund dafür entdeckt:

Vor vielen, vielen Jahrhunderten hätte sich meine Familie an Zigeunern versündigt, und die hätten uns dafür verflucht. Für ein Honorar von 20 Dollar zwang der Voodoo-Mann den Fluch aus mir heraus und hinein in eine Flasche. Und Korken drauf. In das Meer sollte ich diese Flasche werfen, so weit wie möglich, damit sie nicht auf den Klippen zerschellt und den Fluch wieder frei gibt. Denn der ist verflucht schnell.

Ich hatte Gegenwind an der Ufermauer. Wolken jagten über der Bucht von Havanna, Wellen rollten wütend auf mich zu. Deshalb hatte ich den Motor des Mietwagens laufen lassen, auch die Fahrertür stand weit offen. Ich warf die Flasche ins Meer, sprang hinters Steuer und brachte den Fiat in 10,7 Sekunden von null auf hundert. Leider reichte das nicht.

Ich muss sagen: Ich hätte das ganz genauso gemacht. Denn man weiß ja nie.

UPDATE: Okay, jetzt wundert es mich auch nicht mehr so stark, solch einen Text in der Bildzeitung zu finden. Habe gerade entdeckt, dass der Text ein Wiederabdruck ist. Der war im Januar schon mal in der NZZ erschienen.

Ich wär jetzt gern…

..in Bristol.

Mehr Bild und Text zur Ausstellung von Banksy im dortigen Museum gibt’s hier und hier.

Augen, der Spiegel der Seele? Ach was!

Ich finde, Lippen werden total unterschätzt. Augen, der Spiegel der Seele? Bah. Ich meine: Viel verräterischer ist doch der Mund. Bis etwa dreißig mag man ja vielleicht noch darüber diskutieren können. Doch spätestens ab da hat jeder deutlich den Mund den er oder sie sich verdient hat. Oder sollte ich sagen: erarbeitet? Heruntergezogene oder verschmitzte Mundwinkel, verkniffene oder entspannte Lippen. Die Haltung, mit der man das Leben nimmt, hinterläßt ihre Spuren.

Dass ich das denke ist natürlich wieder so ein Hörbehindertendingens. Münder spielen in meinem Leben einfach eine große Rolle, sie stehen im Zentrum meiner Wahrnehmung. Das sieht man auch daran, dass ich sogar von manchen meiner besten Freunden die Augenfarbe nicht genau kenne. Die Münder der allermeisten Menschen aber würde ich aus Tausenden wiedererkennen. Ich kann daran ganz kleine Stimmungsschwankungen ablesen. Und ich reagiere auch selbst sehr emotional auf Münder und wie ihre Besitzer damit umgehen.

Wie wichtig Lippenlesen für mich ist, was damit an Unannehmlichkeiten verbunden ist, und dass ich darum ne Brille zum Hören brauche, habe ich ja schon berichtet.

Stimmt Ihr mir zu?

Die Wahrheit liegt im Tun

It’s good that you don’t hear in words or think only in words. This way you don’t hear only lies. You see by actions what the truth is. And you tell your own truth by action.

Echos Vater zu seiner kleinen, gehörlosen Tochter

Not quite like Beethoven in Amerika: Wie ist es denn da so?

Was mein Leben in Harvard angeht, habe ich bisher nur etwas über Schwerhörigkeit und die Fremdsprache geschrieben. Weil heute Sonntag ist, hier mal ein bißchen was anderes — ein Auszug aus einem Brief, den ich kurz nach meiner Ankunft letzten September geschrieben habe. Über meinen Wohnort Boston Cambridge, Harvard und wie es ist, hier zu leben:

Harvard Square, Foto: Not quite like Beethoven, all rights reserved

Ich bin hier ganz ohne Karte oder Reiseführer angekommen. Also musste ich mich als erstes mit so was versorgen. Nach einigem Überlegen habe ich mich schließlich nicht für einen Reise-, sondern für einen Wohn- und Lebeführer entschieden: „The Harvard Unofficial Guide“  Ein Büchlein von Studenten, das ist bestimmt interessanter als so ein Reiseführer, dachte ich. Ziemlich am Anfang steht folgende Zeile, die mich sehr getroffen hat. “You told everyone you were going to college in Boston. Well, you lied. You go to school in Cambridge, and that school is called Harvard, you evasive wimp.“ Weiterlesen

Heiße Öfen, harte Schläge und Untertitel

Gestern nacht war schon ne krude Mischung. Heiße Öfen klingt ja irgendwie altmodisch. Aber was die New Yorker Fiery Furnaces mir da in Ohren und Beine geschickt haben war toll! Das muss ich hier empfehlen: Progressiver Indie-Rock mit Leadsängerin und ganz wunderbaren Rhythmus- und Tempowechseln. Hier und hier Kostproben.

Nur warum man gleichzeitig links an der Wand im TV einen alten Boxkampf gucken sollte (wie immer vorbildlich mit Untertiteln) , hab ich nicht verstanden. Idee der Band war’s jedenfalls nicht. Aber der Kampf war auch sehr spannend: Ali vs. Wepner! Ich mag ja Boxen.

Mit Untertiteln hab ich ihn leider nicht gefunden, doch wenn ihr unten beide Videos gleichzeitig klickt, habt Ihr in etwa meinen gestrigen Abend vor Euch.

Im rechten Auge:

The Fiery Furnaces @Middle East -- Foto: Not quite like Beethoven, all rights reserved

Im linken Auge:

In beiden Ohren:

in dieser Phase nicht nur, wie man nach den Selbstbeschreibungen von Konsensuskonferenzen erwarten kann, die Laienteilnehmer in das Oberthema der Veranstaltung eingeführt sowie die speziellen Themen und Teilnehmer des Expertengesprächs identifiziert und festgelegt wurden.

Schöne Töne #3

Regenprasseln. Gern auch mit Gewitter.

(Schon wieder Wasser. Aber ist halt so.)

Gibt es eigentlich…

…für die Beschallung unterwegs auch MP3s wie „ruhige U-Bahnfahrt“ oder „Busfahrt mit zufälliger aber spannender Unterhaltung im Hintergrund“?

Heut morgen wär mir nach sowas gewesen. Weder das Original-Geplärre, noch Musik, noch Schwerhörigkeitsstille…