Ein Geisterfahrer? Hunderte!

Gerade wieder gesehen, immer wieder lustig. Wer diesem Mann zuhört, hört, wie ich höre:

So hört sich Schwerhörigkeit an. Mir kommen täglich hunderte solcher Menschen entgegen! (Ist nur leider etwas weniger lustig, so.)

Aber mal im Ernst: Hier hab ich ein paar Hörbeispiele (audiofiles) verlinkt.

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15 Antworten zu “Ein Geisterfahrer? Hunderte!

  1. ehrlich?
    das ist ein guter vergleich?
    ach du schreck!!!

  2. nun, zum glück nicht durchgängig. aber schon. :-)

  3. Pingback: querbeet gelesen › Fünf Fragen an Not quite like Beethoven

  4. Hallo,

    Dein Humor ist aber auch nicht von schlechten Eltern. :-)
    Kann mich noch erinnern wie genervt ich bei Snatch war, immer dann, wenn der Pitter Brett was zu sagen hatte.
    ;-)

  5. Ja, da geht richtig was mit den Gefühlen wenn man so gar nichts versteht!

  6. Gabriele Merck

    Wie kannst Du als Schwerhöriger erkennen, dass das, was Du hörst, sich anhört wie für Dich als Schwerhöriger normale Sprache? Ich verstehe einen synchronisierten Text, der ordentlich gesprochen wird (ich aber nicht ablesen kann) genauso schlecht wie einen Nuschler oder Ausländer, was für Guthörende ein enormer Unterschied sein dürfte…

  7. Zum Thema Geisterfahrer:
    Ein Geisterfahrer, der auf Autobahn entgegen kommt ist ein
    ganz schlimmes Erlebnis.
    Aber der ultimative Kick für Autofahrer ist:
    Einen Geisterfahrer überholen!

  8. Gabriele Merck, sehr gute Frage! Einerseits kann ich es nicht wissen: Zu wissen wie sich überhaupt irgendetwas etwas für jemand anderen anhört, ist eine Fiktion, die Alltag überhaupt erst möglich macht. (Mehr dazu in der Diskussion hier.) Was ich hier mache ist darum, epistemologisch gesprochen, eher eine Metapher, ein Hilfsmittel, das Verständnis erzeugen soll. Andererseits paßt sie doch, denn ich bezweifle, dass man für eine Sprache, die man nicht kennt, sagen kann, ob da genuschelt wird oder nicht. Auch als Guthörender. Oder kannst Du etwa sagen, wenn z.B. ein Thai die wichtigen Betonungen in seiner Sprache vermasselt?

    Charly Brown, ;-)

  9. Die Frage, wie ich als Schwerhörige höre,
    habe ich immer wieder versucht zu beantworten.
    Es gibt CD´s die dies vermitteln, indem verschiedene Hörkurven genommen werden und dementsprechend vorgespielt werden.
    Es ist für Hörende eindrucksvoll, aber was nie berücksichtigt werden kann,
    ist dass der Hörende mit der Zeit reinhören und raushören kann. Also spiegeln auch sie nicht, wie ein Schwerhöriger hört. Ganz abgesehen davon, dass es so viele unterschiedliche Hörkurven gibt und so viele unterschiedliche Umgänge damit. Selbst wenn zwei die fast identische Hörkurve haben, gibt es noch andere Faktoren, die beim Hören und Verstehen eine Rolle spielen.
    Selbst Hörende hören unterschiedlich, siehe Oliver Sacks, “Der einarmige Pianist”.
    Wenn mich jetzt jemand fragt, wie hörst du mit deinen CI´s,
    frage ich, wie hörst du als Hörender. Damit erübrigt sich jede Antwort.

  10. Was Sprache angeht, finde ich immer den Vergleich mit dem fremdsprachigen Ausland ganz treffend. Wie wenn man die Sprache nicht gut kann (aber hier auch wieder der Effekt auf den Du ja auch hinweist, daher noch die Zusatzbedingung: Und es wird auch nicht mit der Zeit besser!).

  11. Ich verstehe jetzt seit 50 Jahren mit Mund Ablesen und Hörhilfen. Die Technik hat sich enorm verbessert. Da das Ohr nicht flexibel ist und sich nicht auf die jeweilige Hörsituation einstellen kann, setze ich die Technik für die jeweilige Situation ein, sowohl durch umstellen meiner Hörhilfe, als auch durch Zusatztechnik. So habe ich zum Beispiel meine FM-Anlage, nachdem ich um Erlaubnis gefragt habe, bei einer Commedy auf die Bühne gestellt. Der Entertainer wusste nichts davon und hat damit seine Scherze getrieben, war allerdings peinlich berrührt, als er hörte wofür es ist. Den Lacher hatte er auf meiner Seite. ;-)

  12. Schade, dass Du keine Lautsprecherfunktion für Durchsagen hattest. Wäre doch nett gewesen, wenn Du durch das Ding auf einmal zurückgesprochen hättest. ; )

  13. TanteMaedel

    Als ich die ersten Mal FM benutzt habe, hatte ich das Gefühl, der Redner redet nur mit mir, weil alles Andere ja ausgeschaltet war. Ich war dein auch so peinlich und habe dann zwischen gerufen, als wenn ich ausschließlich mit ihm im Dialog wäre. Damals ging es um das Thema Voll implatiertes CI und ich, so spontan: “Wie schrecklich, muss ich dann jeder Zeit hören. Das will ich nicht, ich will auch ausschalten können.” Der Redner: “Für sie machen wir natürlich eine Abschaltfunktion rein.” Alles war am lachen.

  14. Ich verstehe. Du brauchst gar keine Lautsprechanlage. : )
    Wobei, an das Gefühl, auf einmal sei nur man selbst angesprochen, kann ich mich aus meiner Zeit als FM-Anlagen-Anfänger gar nicht mehr erinnern. Ich war vor allem beeindruckt davon, im ganzen Raum am besten verstanden zu haben! Völlig ungewohnte Erfahrung. (Es handelte sich um eine Einführungsvorlesung mit einem flüsternden Professor in einem riesigen, amphitheaterartigen Hörsaal.)

  15. TanteMaedel

    lach, das kenne ich auch, dass mein Nachbar dann fragte, “Was hat er gesagt?” War toll mal in dieser Position zu sein.

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