Not quite like Beethoven

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Das himmlische Kind

31. Oktober 2009 · 6 Kommentare

Der Wind, der Wind — man denkt gar nicht wo überall leichter Wind ist, den man normalerweise nicht bemerkt. Außer als Tontechniker bei der Aufnahme oder eben mit Hörgeräten. Im Grunde bräuchte man da jederzeit einen dicken, fluffigen Fell-Windschutz am Ohr. Ein Glück für die, bei denen der eh angewachsen ist. Pech für alle anderen.

Übrigens, wir reden hier von keinem leisen Flüstern. Sondern von einem markerschütternden Heulen. Auch bei modernsten Hörgeräten ist die Windautomatikerkennungsfunktion noch optimierbar. Wir reden von einem grausigen Geräusch.

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Grausige Geräusche #4

25. September 2009 · 7 Kommentare

Ich weiß auch nicht wie ich gerade jetzt so mitten in der Nacht darauf komme, aber — kann sich noch jemand an dieses charakteristische Rattern beim Einschalten der toastergroßen Floppy-Disk Laufwerke für den C64 erinnern?  1540 oder 1541 hießen die glaub ich. Ich hab’s gehasst.

Und jetzt überleg ich mir gerade ob es nicht doch eher ein nostalgisch-schönes Geräusch ist….

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Verdreckte Gespräche — oder: Störschall, was ist das eigentlich?

6. August 2009 · 2 Kommentare

Dreck, das ist eigentlich nur Materie am falschen Platz, so schon der alte Chemielehrer meiner Mutter. Da wo sie stört, nämlich. Und stören tut sie nur da wo sich jemand gestört fühlt. Was Schall angeht ist das ganz genauso — und unterscheidet mich vom großen Rest meiner normalhörenden Umgebung.

Anruf von dem Freund, bei dem wir gestern einen langen, warmen Abend verbrachten — auf dem Balkon, mit tollem Blick auf die Stadt im Tal und den Sonnenuntergang dahinter. Schön sei es gewesen, sehr nett. Nur bißchen anstrengend. Weil der Lärm von der Straße, der habe etwas gestört. Das Haus liegt an einer von sieben Buslinien befahrenen Hauptstraße. Immerhin, es war abends.

Mir war das gar nicht aufgefallen. Ich meine, natürlich hat mich der Lärm gestört und natürlich fand ich das Zuhören anstrengend. Aber für mich macht es keinen Unterschied, welche Sorte Hintergrundgeräusche es sind: Alle Nebengeräusche verdrecken mir die Gespräche, alle stören mich gleichermaßen. Und irgendwas ist ja eigentlich immer. Gestern abend war für mich also auch wie eigentlich immer.

Nur steh ich bei der Bewertung von etwas als anstrengender Störschall meist ziemlich allein da, vor allem bei normallauten Unterhaltungen am Nebentisch. Ganz zu schweigen von Musik im Hintergrund. Da stehen dann meine Bedürfnisse den Vorlieben der allermeisten komplett entgegen. Musikhören und Konversation sind bei mir zwei Welten, die säuberlich getrennt bleiben müssen, so gern ich es auch anders hätte. Bei Verkehrslärm, anfahrenden Bussen und hochschaltenden Motorrädern sind wir uns wenigstens alle einig. Insofern bin ich akustisch etwas anal und das gestern war eine äußerst seltene Einmütigkeit — was Dreck im Gespräch ist und was nicht.

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Grausige Geräusche #3

20. Juli 2009 · 3 Kommentare

Dieser verflixte Tinnitus! Gut, für was im Bereich Ohregeräusche sonst noch so geht hab ich’s, glaub ich, noch ganz gut getroffen. Ein hohes Pfeifen, wie ein Sinuston. Manchmal auch ein Klingeln. In beiden Ohren. Aber dennoch: HAAARGH!

Aufwachen ist besonders furchtbar. Stellt Euch vor, zu Baulärm aufzuwachen, der dann aber nie wieder aufhört. Aufwachen heißt, in eine Welt geworfen werden, in der ich nicht sein will. Die ich aber auch nicht wechseln kann. Kostet einiges an Überwindung, und frohgemut ist es eigentlich nie. Oft will ich am liebsten wieder schlafen gehen. Denn in meinen Träumen bin ich tinnitusfrei.

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Grausige Geräusche #2

10. Juli 2009 · 1 Kommentar

Das Schreien von Besteck auf dem Boden eines Topfes.

Das Gemeine ist: Ich muss dieses Schleifen, Kreischen oder Quietschen gar nicht mal hören — es wirkt trotzdem. Auch ohne Hörgeräte oder wenn ich’s nicht sehe, stellen sich mir alle Haare auf.

Na immerhin, nicht alle Töpfe sind so schlimm, hochwertige sind meist erträglicher. Das ist wirklich das absolute Gegenteil aller netten Wassergeräusche.

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Grausige Geräusche #1

28. Mai 2009 · 2 Kommentare

Wo’s schöne Töne gibt, dürfen grausige Geräusche nicht fehlen: Solche, die ich lieber gar nicht hören würde, bei denen ich froh bin, dass ich sie nicht so genau hören muss. Oder zumindest gerne die Hörgeräte ausschalte. Heute:

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Dieses pustende Surren und Summen von Klima- oder Kühlanlagen. Am Schlimmsten, wenn es noch so rhythmisch pulsiert, fast wie ein Schiffsmotor.

Ich weile ja gerade in Boston und muss sagen: Das ist in den USA wirklich ü-ber-all. Büroräume, Museen, Bibliotheken, Cafés,… Furchtbar! Ich vermute mal, dass es durch die Hörgeräte besonders schlimm ist und Normalhörende das nicht so wahrnehmen. Aber für mich ist es nicht nur kaum auszuhalten — es macht auch Verstehen wahnsinnig anstrengend oder unmöglich. Wenn ich gerade nicht verstehen muss, werden sofort die Hörgeräte ausgemacht. Selbst Tinnitus ist besser!

Außerdem: Gesund ist das sicher auch nicht. Ich habe noch nie so viele Leute mit knallroten Augen in den U-Bahnen gesehen wie hier zu Feierabend aus den Büros strömen….

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