Archiv der Kategorie: Unerhörtes

Kleine Frage: Wie werden eigentlich Hörakustikerinnen und Hörakustiker bezahlt?

Das frage ich mich, seit ich erzählt bekommen habe, dass das Grundgehalt bei angestellten Hörakustikerinnen und Hörakustiker mies sei und oft erst eine verkaufsabhängige Prämie dafür sorge, dass es einigermaßen zum Leben reiche. Das wären ja nicht gerade die richtigen Anreize für optimale Kundenbetreuung.
Stimmt das? Kann da jemand etwas zu sagen?

Wenn das Wichtigste das ist, was NICHT gesagt wurde…

…kann man dann wissen was dies ist, ohne verstanden zu haben, WAS gesagt wurde?

GEMA nun auch noch an fehlender Barrierefreiheit schuld

Jedenfalls auf dem iPhone. So steht es nachzulesen im Taubenschlag.

Digitale Barrierefreiheit und Partizipation im Netz: @einaugenschmaus, @ennomane und @notquitelikeB im Gespräch auf der #rp12

Hier könnt Ihr das Video mit Untertiteln ansehen –>KLICK<– (leider nicht einbettbar)

Der Dank gebührt Hansueli Müller, der alleine fast das komplette Video transkribiert und synchronisiert hat, vielen herzlichen Dank!

Und jetzt bitte alle mitsenfen! :-)

Die beige Bedrohung

Schade eigentlich, dass Hörgeräte mittlerweile auch in anderen Farben erhältlich sind. So eine schöner Spitzname  für diese unsichtbare und von allen Beteiligten oft so gut es geht verdrängte Behinderung wäre das.

Did you know? Die World Health Organization hat Hörverlust als „the second largest cause of Years Lost to Disease” bezeichnet (in diesem Dokument: pdf).

“Schwerhörige gelten als Personen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit”

Klingt unglaublich, ist aber die Begründung, warum — der dpa zufolge —  eine französische Airline einer Gruppe von ihnen das Mitfliegen verweigert hat.  >>hier Sprachlosigkeit denken<<

Wie kommt man bitte auf sowas? Ich kann verstehen, wenn man Hörbehinderte nicht direkt an den Notausgang setzen möchte. Aber das Mitfliegen verweigern und sie am Flughafen sitzen lassen?! Es prüft ja auch keiner die Englischkenntnisse von Japanern bevor sie in Europa an Bord dürfen.

Das nennt man dann wohl synästhetische Diskriminierung, die Kopplung physisch miteinander unverbundener Bereiche in der eigenen Wahrnehmung.

Richtig Rechnen: Die Arithmetik von Behinderung, chronischer Krankheit und Makel

Wenn Du bereits eine Behinderung oder chronische Krankheit hast, heißt das nicht, dass Dir nicht obendrein noch anderes widerfahren könnte. (Der Zahlenstrahl ist offen.)

Wenn Du etwas, das Du für einen Makel hältst, entfernen läßt, wirst Du dadurch nie zu jemand, der es nicht hat, sondern allenfalls zu jemand, der es einmal hatte und entfernt hat. (Addition statt Neubeginn.)

Und es kann gut sein, dass es Dir hinterher fehlt — auf Weisen, die Du Dir nie hättest träumen lassen. (Subtraktion ist ein Gefühl.)

Auch durch noch so viel Teilen kannst Du es nie ganz zum Verschwinden bringen. (Division ersetzt nicht persönliche Auseinandersetzung.)