Lesungen aus meinem Buch “Taube Nuss — Nichtgehörtes aus dem Leben eines Schwerhörigen”

Taube Nuss Buchcover
Es wird diesen Monat wieder Lesungen aus der Tauben Nuss geben: Geretsried, Bad Aibling. Und Berlin.

  1. BERLIN
    So, 18.5.2014, 20 Uhr
    Chaostheorie
    Lychener Str. 4
    10437 Berlin
  2. BAD AIBLING
    Sa. 10.5.2014, 20 Uhr
    Stadtbücherei Bad Aibling, im Rathaus
    Marienplatz 1
    83043 Bad Aibling
  3. GERETSRIED
    Fr. 9.5.2014, 20 Uhr
    Versöhnungskirche
    Richard-Wagner-Str. 3
    82538 Geretsried

TV-Tipp: Wie Menschen mit und ohne Behinderung in Unternehmen zusammenarbeiten

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Ich habe “Menschen, das Magazin” (ZDF) etwas über meine Berufsgeschichte erzählt — und herausgekommen ist dieser nette Beitrag. Meine Geschichte kommt ab Minute 5, davor geht es um Aynur Boldaz, die ein Unternehmen gegründet hat.

Der Kompromiss

Drei Jungs auf dem Weg zum Feierabendbier. Man ist durstig. Und mit dem Fahrrad unterwegs.

Freund 1: “Fahren wir unten am Rhein entlang oder oben auf der Straße?”

Herr Notquite: “Straße. Straße, ist kürzer.”

Freund 1: <nickt>

Freund 2: “Ja, aber am Rhein ist schöner. Außerdem können wir da locker nebeneinander fahren. Können wir quatschen.”

Herr Notquite: “Dann fahrt Ihr mal zu zweit nebeneinander, ich fahr hinterher.”

Freund 1 und 2: ???

Herr Notquite: “Ich hab’ beim Radfahren immer so Windgeräusche im Ohr, wegen der Hörgeräte. Kommt über die Mikrofone ganz laut. Da kann ich mich nicht unterhalten.”

Freund 1: <überlegt>

Freund 2: “Gut, fahren wir oben. Das ist dann für alle gleich schlecht.”

Das Trio setzt sich in Bewegung und nimmt die Straße.

 

 

 

Linktipp: Gebärdensprache

Toller Artikel über Gebärdensprache in der Frankfurter Rundschau.

“Angela Merkel?” “Nein, nie gehört.” — Nichtverstehen für Fortgeschrittene

Ich bin ein eher weltentrückter Mensch. Den Eindruck haben zumindest einige Leute gewonnen, die sich mit mir unterhalten haben. Und ich kann es ihnen nicht verdenken.

“Klitschko?” “Kennichnich.”

“Angelina Jolie” “Ähm, sagt mir nix.”

“Banksy?” “Wer ist das?”

Das Problem sind die Eigennamen. Bei denen stehe ich häufig vor dem Problem: Kenne ich diesen Menschen nicht? Oder habe ich da was akustisch nicht verstanden?

Nicht blöd wie ich bin sage ich es inzwischen auch jedes Mal sofort, wenn das Problem auftaucht. Wenn ich aber nach der dritten Wiederholung immer noch nicht weiter bin, dann muss ich Farbe bekennen. Und mal ehrlich, wie würdest Du entscheiden? Genau. Ich finde auch, dann liegt der Schluss nahe, dass ich den Namen nicht kenne.

Tja, nur leider, kannte ich ihn dann öfters doch. Und nicht nur ich, sondern manchmal so ziemlich jeder andere Mensch auch. Was mich dann ziemlich eigen wirken ließ. Besonders nett war das immer in Kreisen, in denen man sich darüber definiert, welche Bands man hört und welche Künstler man kennt.

Ich wirke hoffentlich nicht ganz so schlimm wie der Typ in dem Video oben. Vor allem habe ich nicht so unglaubliche Augenbrauen. Aber dennoch. Öfters bin ich für andere jemand, den man fragen möchte:

“Sach ma, in welcher Welt hast Du denn die letzen Jahre verbracht?”

Well, in my head, mostly.

Der Karnevalsanfänger

Fünf Tage Hörtraining unter schwierigsten Bedingungen haben ein Ende. Und wie jedes Mal hinterher frage ich mich, ob die Ohrwürmer schlimmer oder angenehmer wären, wenn ich den Text tatsächlich verstehen würde.
Freue mich auf die nächste Trainingssession in neun Monaten!

Next Stop: Leipziger Buchmesse

Ich lese am 14.3. um 19 Uhr im Nikolai-Eck. Ihr seid alle eingeladen!