Nicht so arrogant sein auf Geschäftsreise…

…auch wenn das Geschäft zufällig Terrorismus heißt. Al-Quaida jedenfalls ist im Irak, so scheint’s, nicht mehr so gern gesehen. Die Normalbevölkerung hat die Schnauze voll. Behauptet zumindest das Combating Terrorism Center der US-Militärakademie West Point hier.

Sicher, solche Publikationen sind mit großer Vorsicht zu genießen, das schreiben sogar die Autoren selbst. Aber ich finde es irgendwie beruhigend, dass Extremisten und Fanatiker scheitern wenn sie denken, sie könnten einfach irgendwohin fahren und mit ihren Vorstellungen den Laden der Einheimischen schmeißen. Gerade an so nur scheinbar kleinen Dingen wie überzogenen Erwartungen, Übermotivation und Arroganz.

Martin Gehlen faßt die Studie im heutigen Tagesspiegel nett zusammen:

Als […] Grund für den Misserfolg nennen [die Autoren] die überzogenen Erwartungen der ausländischen Kämpfer. Von der globalen Dschihad-Propaganda angelockt hätten viele gedacht, sie kämen sofort zum „heldenhaften Einsatz“ und waren nicht auf den beschwerlichen Alltag von Aufständischen vorbereitet. Spannungen zwischen ausländischen und irakischen Kämpfern waren die Folge: Auf der einen Seite übermotivierte, arrogante Al-Qaida-Freiwillige, die keine Ahnung von Land, Kultur und Dialekt hatten, sich schwer verstecken ließen und wenig auf eigene Faust ausrichten konnten. Auf der anderen Seite die Iraker, die eher pragmatisch dachten und mit der importierten Dschihad-Rhetorik wenig am Hut hatten.

Tja, interkulturelle Zusammenarbeit ist nicht so einfach…

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