Süßer Schlaf

Geschichten aus mir fremden exotischen Ländern finde ich meist ziemlich spannend. Vor kurzem erzählte mir ein Freund, wie er eine ganze Nacht lang von einer Mücke im Zimmer um den Schlaf gebracht worden sei. Vom Geräusch, wohlgemerkt. Und nicht am Ohr sondern irgendwo im Zimmer. Waas?!

Die Geschichte vom Kampf Mann gegen Mücke war faszinierend – hier waren wirklich strategische Superhirne aneinander geraten. Von Ignorieren über Aussitzen bis Falle Stellen, vom Provozieren bis zur Nadelstichtaktik war alles dabei. Aber im Grunde ist das für mich so als wenn ich Dir erzählen würde, ich konnte nicht schlafen weil sie in Hongkong wieder die ganze Nacht gefeiert haben.

Denn wenn ich mir nicht gerade selber Probleme mache, dann habe ich den ungestörtesten Schlaf auf Erden. Kein Geräusch stört mich beim Schlafen. Bei mir darf man zu jeder Tageszeit anrufen. Gut, Straßenlärm höre ich ganz bißchen.

Zum Glück lebe ich im 21. Jahrhundert, mitten in der Stadt. Sonst wäre ich sicher schon lange im Schlaf von einem Säbelzahntiger erlegt oder von Banditen ausgeraubt worden. Es hatte schließlich mal eine sinnvolle Funktion, dass man im Schlaf noch was hört. Damals wäre niemand auf die Idee gekommen, zum Schlafen freiwillig Ohrstöpsel zu nehmen. Aber so ganz vorbei ist das nicht, wie mir in letzter Zeit öfter mal auffällt. Denn wovor ich inzwischen richtig Angst habe, ist Feueralarm. Nachts. Und auch noch im Winter.

Vielleicht muss ich doch mal über spezielle Rauchmelder nachdenken. Oder ich schaffe mir schnell Familie an…

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8 Antworten zu “Süßer Schlaf

  1. Du könntest Dir auch ein Kaninchen anschaffen, habe mal eine faszinierende Story gelesen, wo das Kaninchen einem Typen, der einen Insulinschock hatte solange auf der Brust rumgehüpft ist, bis er es gecheckt hat. Frau war nebenan beim abspülen und hat nix gemerkt – ergo: Familie bring nicht alle Sicherheit.
    Aber habe ich Dir mal erzählt, daß ich anfangs in Bielefeld gar nicht schlafen konnte nachts, weil bei offenem Fenster nichts zu hören war. Ich dachte, eine Atombombe wäre eingeschlagen…

  2. Gute Idee, Haustiere hatte ich grad ganz vergessen. Aber lieber ne Katze – oder zwei.

    Scary Shit, Bielefeld!

  3. Leichter Neid auf diesen suessen Schlaf hat sich in den letzten Monate im Block schon breit gemacht, mit dem komponierenden Nachbarn, der lautstark im sich ständig wiederholenden Loop Rythmen und Melodien anhäuft, und sich dabei von mir auch durch Beschwerden und (wie im Film) nicht durchs Klopfen mit der leeren Cola-Flasche an die Heizungsrohre aus der Ruhe bringen liess, bis ich dann doch zum ersten Mal in meinem Leben ganz bourgeois die Polizei alarmiert habe, und jetzt gibts wieder den Menschen mit der Bohrmaschine, der seit Wochen unzaehlige Loecher zu bohren scheint, und dann die Studenten oben drueber, die auch gerne feiern (mit besserer Musik zumindest), und man kennt sich dabei ueberhaupt nicht. Was wuerde passieren bei einem Brand? Keine Ahnung, Feuermelder gibts wahrscheinlich nicht, also dann doch riechen, und dann auf den Balkon des geliebten Nachbarn steigen.

  4. Wahrscheinlich hast Du mit der Flasche zu sehr im Takt geklopft 😉
    Ich glaube ich würde dann eher den Balkon von dem Musiker nehmen als von dem mit der Bohrmaschine. Wenn der nach Wochen immer noch was zu Bohren findet, hat er bestimmt ein Projekt mit seiner Maschine…

  5. schrecklichschoenesleben

    Ohja, schaff Dir Katzen an. Die sorgen dafür, dass Du garantiert keinen ungestörten Schlaf hast.
    Und machen Dich auch Notfalls (grooooßer Hunger) unerbittlich wach… 😉

  6. Oh, ich kenn das, ich hatte mal eine. Und wenn meine Lebensumstände es erlauben werde ich auch wieder eine haben. Oder eher zwei 🙂

  7. Ich kenn das Wecken durch hungrige Katze auch, als ich mal Catsitter für die Familienkatzte gespielt hab.

    Hat schon Vorteile das der süsse Schlaf nicht durch Bauarbeiten im Haus und anderen Krach gestört wird. Mücken nerven erst wenn sie stechen, sonst ist die mir auch egal.

  8. Schlafen wie ein Stein. Das ist vielleicht DER Vorteil.

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