Gebrauchsanweisung für Schwerhörige #9: Zuwendung zeigen

Wie macht man’s Schwerhörigen leichter und das Gespräch erfolgreich?  11 Regeln von denen auch Andere profitieren.

Regel Nummer 9: Zuwendung zeigen

Also… ich mag auch Dein Profil. Aber ehrlich gesagt: Nur wenn Du nicht sprichst. Wenn Du sprichst, dann schau mich an. Niemand anderes. Um ganz ehrlich zu sein: Am besten schau mich auch dann an, wenn Du gerade mit jemand anderem am Tisch redest. Dass das komisch aussieht macht gar nix. Foto: suschaa / photocase.de

Wenn Du beim Reden unbedingt auch mal anderen Anwesenden in die Augen sehen mußt — soll ja vorkommen — dann bedenke mich ab und zu mal mit ein bißchen Zuwendung. Und vielleicht noch einem knappen Hinweis worum es gerade geht. Das erleichtert mir das Folgen sehr. Wenn Du auf social media wie digg stehst, könnte man vielleicht auch sagen: Tagge die Unterhaltung.

Zur Übersicht: 11 Regeln für besseres Reden mit Schwerhörigen

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9 Antworten zu “Gebrauchsanweisung für Schwerhörige #9: Zuwendung zeigen

  1. Es ist sehr schön,dass es so viel Seite wie diese die Gesundheitsprobleme besprechen.Die Schwerhörigkeit ist eigentlich ein sehr wichtiges Problem und wir müssen vor allem Verständnis zu den Leuten haben, die dieses Problems eine Lösung suchen.Danke.

  2. Hm, ist schon ein bisschen viel verlangt, dieses GROSSE Maß an Zuwendung. Bei einem Gespräch, an dem mehrere Leute beteiligt sind, bekommen doch noch nicht mal Leute, die nicht schwerhörig sind, immer alles mit…

  3. Recht hast Du, Andrea. Ich hoffe die Ironie ist nicht vollständig verloren gegangen. Ständig ansehen ist natürlich vollkommen überzogen und selbst bei gutem Willen nicht machbar. Oder ginge auf Kosten der anderen Anwesenden. Aber das ist vielleicht DAS große Problem von Schwerhörigen, dass sie akustisch-idealerweise eigentlich immer im Mittelpunkt stehen müssten. Wo man weder ständig hinkann, noch hinwill.

  4. Nun ja, die Ironie ist mir nicht ganz entgangen, nein. Aber da es Schwerhörige und Schwerhörige gibt, also auch welche, die nicht auf das Lippenlesen angewiesen sind, habe ich das irgendwie für dich schon wörtlich genommen. Und es gibt ja auch Personen, an deren Lippen man gern ohne Unterbrechung hängt, oder? 😉

  5. Ich werd mal, sobald ich Zeit hab, eine Art PS-Post zu der Problematik eines Gesprächs sagen wir zu sechst am Ess- oder Konferenztisch machen…

  6. ich finde, daß man das gut mit dem ’netten‘ umgang mit anderssprachigen vergleichen kann. wir haben eine italienische praktikantin gehabt, die etwas deutsch versteht.

    immer, wenn ich merke, daß sie die stirn kraus zieht oder verlegen nach unten guckt [auch gern mal in großer runde], frage ich kurz nach oder werfe ihr mindestens thema plus einZwei stichpunkte zu, oder wiederhole kurz den gemachten witz.

    wirkt.

  7. Stimmt, genauso isses. Wenn Du das regelmäßig und ausdauernd machst, bist wirklich ein sehr aufmerksamer Mensch…. 🙂

  8. Es ist schon ein allgemeines Problem heutzutage, dass man immer weniger bereit ist sich auf den Gegenüber einzulassen, das muss nicht nur die Schwerhörigkeit sein.
    Und man soll auch nicht erwarten, dass jeder im Umgang mit Hörgeschädigten geschult ist. Aber ich musste mich schon wirklich sehr beherrschen nicht auszuflippen, wenn jemand meine Mikroport/FM-Anlage nicht nehmen wollte und dazu kommentiere: „Kannst dich ja vorne hinsetzen!“ :-S

  9. Wenn sich mal wieder alle in den hintersten Reihen tummeln, und vorn alles leer bleibt, kann ich’s verstehen ; )

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