Taub im Job, trotzdem erfolgreich, Tipp #3: Selbstvermarktung und das erfolgreiche Bewerbungsgespräch

Wie soll man sich als Schwerhöriger oder Ertaubter beruflich verkaufen?  Natürlich ist es schwierig, hier Tipps zu geben ohne auf die jeweilige Kombination aus Person, Behinderung und Job einzugehen. Ich versuche es trotzdem mal. Dabei greife ich auf meine Erfahrung im Umgang mit meiner Behinderung zurück — eigene Vorstellungsgespräche und Berufserfahrung sowie Unterhaltungen mit Leuten aus unterschiedlichsten Positionen und Branchen, von Wissenschaft über Film und Fernsehen bis Unternehmensberatung.

Soll man die Behinderung schon bei der schriftlichen Kontaktaufnahme — also in Bewerbung und Lebenslauf — erwähnen? Dazu gibt es ganz unterschiedliche Meinungen. Und ich habe das selbst auch schon unterschiedlich gehandhabt. Ich denke aber, man sollte es nicht erwähnen. Dafür gibt es viele Gründe: Es gibt zu viele Wege, wie sowas falsch verstanden werden kann. Oder es kommt einfach aus Unwissenheit und Unsicherheit schon zu einer Absage. Es weiß eben kaum einer genau, was Schwerhörigkeit oder Taubheit genau bedeutet. Schließlich habe ich auch schon erlebt, dass sich Leute unter Druck gesetzt fühlten, sobald man die Schwerbehindertenkarte spielt. Nicht gut. Im Gespräch dagegen hat man mehr Raum, sich mit Behinderung gut zu präsentieren. Man sieht die Reaktion des Gegenübers und kann evtl. gegensteuern. Einzige Ausnahme: Wenn im Lebenslauf Eigenartigkeiten oder große Lücken auftauchen, die mit der Behinderung und nur damit erklärt werden können — z.B. auffällig lange Studienzeiten.

Zunächst drei Grundsätze, die auch für Hörende gelten: Wer sich beruflich gut verkaufen will, sollte

  1. vorbereitet sein, über sich selbst zu sprechen (eigene Ziele, Interessen sowie an konkreten Geschichten darstellbare Fähigkeiten und Leistungen)
  2. vorbereitet sein, über das Unternehmen und seine Branche zu sprechen (deren Ziele, Marktlage und Bedürfnisse)
  3. solche Gespräche, also sich Darstellen, Gefragt Werden und Antworten Geben, mal geübt haben

Ich will hierauf gar nicht weiter eingehen — Bewerbungs- und Selbstvermarktungsratgeber gibt es ja wie Sand am Meer. (Auf Fragen in den Kommentaren antworte ich aber gern!) Wichtig ist:  Hieraus wird gleich klar, was ich für das allerwichtigste halte: Recherche und  Vorbereitung vorneweg.

Wie im vorigen Tipp schon beschrieben geht es dabei einfach um eine pragmatische Einschätzung der eigenen Lage:

  1. Wobei genau bin ich eingeschränkt?
  2. Inwiefern stellt dies für die Tätigkeit oder Position, die ich anstrebe, ein Hindernis dar?
  3. Und wie kann ich mit diesem Problem umgehen?

Meine Erfahrung ist, dass man mit einer solchen, durchaus selbstbewußten, aber nüchternen Einstellung und Antworten auf diese Fragen die meisten Punkte einfahren kann. Um Antworten auf diese Fragen geben zu können, sollte man sich

(1) vor allem die Funktionen ansehen, die man beruflich erfüllen will oder in der angestrebten Position erfüllen muss — also z.B. Gestalten, Recherchieren oder auch Analysieren, Beraten, Präsentieren, Kommunizieren etc. Am besten ist, man versucht sich vorzustellen, wie man in der entsprechenden Position den Tag rumbringt, was man da so alles macht. Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass man sich gleich klarer darüber wird, was man von der jeweiligen Position eigentlich weiß und was nicht. Danach kann man dann im Bewerbungsgespräch fragen. Sowas sehen Arbeitgeber gerne! Oder, wenn sie Fragen ausweichen oder keine Antworten haben, sollte man sich überlegen, ob man wirklich dort arbeiten will.

(2) sollte man sich überlegen, welche Probleme mithilfe von Kommunikationsregeln und Kollegen gelöst werden können.Dazu habe ich ja schon ein bißchen was geschrieben.

(3) sollte man herausfinden, welche technischen oder personalen Hilfsmittel es gibt und wer die Kosten dafür übernimmt. Mindestens schlau machen sollte man sich über spezielle Telefone, Verstärker oder Induktionsgeräte, Telefonierdienste (wie z.B. diesen), Mikroport- bzw. FM-Anlagen und vom Arbeitsamt bezahlte Arbeitsassistenten (was das ist und wer Anspruch darauf hat zum Beispiel hier).

Wie und wann genau soll man nun das Gespräch über die Hörbehinderung beginnen? Dies ist schon deswegen schwer zu beantworten, weil die Unterhaltung ja von den anderen gesteuert wird. Ich denke aber, man sollte von sich aus nicht in der ersten Hälfte des Gespräches darauf kommen (vorher herausfinden oder fragen, wieviel Zeit vorgesehen ist und die dann im Auge behalten!). Und ich würde das Thema anschneiden, während man eine besondere eigene Fähigkeit erläutert oder eine Leistung, die man erbracht hat. Am Besten im Rahmen einer konkreten Geschichte.

Ich zum Beispiel verknüpfe das Thema Hören gerne mit meinen Fremdsprachen und Auslandsaufenthalten, die ich trotzdem recht erfolgreich geschafft habe. Oder mit einer Erzählung, wie ich trotz Trubel und Unruhe Ruhe bewahren und analytisch denken, konzentriert und damit schnell arbeiten kann. Trubel und Unruhe entweder im buchstäblichen Sinne, bei dem ich die Hörgeräte ausschalten kann (das habe ich z.B. hier erwähnt). Da kann man dann auch gut etwas scherzhaft statt bierernst sein. Oder nicht buchstäblich: in Krisensituationen, weil – um es mal flapsig auszudrücken – mein ganzer Alltag verstehensmäßig eine Krisensituation ist, die kühl analysiert werden will und in der immer nur unvollständige Informationen vorliegen (was gesagt wurde nämlich) (das habe ich hier und hier nebenbei erwähnt).

Im Bewerbungsgespräch sollte man zwei Dinge möglichst nicht tun.

  1. Fragen ob und inwiefern Schwerhörigkeit oder Ertaubung ein Problem sein könnte. Das sollte man möglichst durch Recherche vorher herausgefunden haben. Und zu der können natürlich auch informelle Gespräche gehören. Im Bewerbungsgespräch sollte man dann zeigen können, dass man seine Hausaufgaben gemacht, dass man sich dazu etwas überlegt hat. Außerdem wissen die meisten Leute auf diese Frage sowieso keine Antwort, weil sie nicht wissen, was genau Schwerhörigkeit bedeutet. Wenn es nicht anders geht, weil man keine Zeit zur Recherche hatte oder man nichts herausfinden konnte, dann ist das halt so. Aber man sollte versuchen es zu vermeiden.
  2. Es den Gesprächspartnern überlassen, einen auf die Behinderung anzusprechen. Denn damit verschenkt man mindestens die Möglichkeit, Initiative zu zeigen. Und schlimmstenfalls wird man auf dem falschen Fuß erwischt. Allerdings wird sich dies leider nicht immer vermeiden lassen. Dann nämlich, wenn die Gesprächspartner recht schnell von sich aus auf das Thema kommen und etwa fragen, wie man sich das denn eigentlich vorstelle, so mit der Behinderung… Aber auch in diesem Falle hilft gute Vorbereitung.

Soviel erstmal von mir. Mich würde nun interessieren: Soll ich noch was erläutern? Und wie findet ihr das was ich für Tipps halte? Hat jemand ähnliche oder vielleicht ganz andere Erfahrungen gemacht? Kommt Euch das schlüssig vor oder würdet Ihr komplett anders an berufliche Selbstdarstellung herangehen?

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46 Antworten zu “Taub im Job, trotzdem erfolgreich, Tipp #3: Selbstvermarktung und das erfolgreiche Bewerbungsgespräch

  1. Die Tipps sind gut. Nun hast du aber nach Erfahrungen gefragt und – ich kann nur aus spätertaubter Sicht sprechen -, ich denke schon, dass man es zumindest im Bewerbungsanschreiben erwähnen sollte. Alles andere ist bei mir in einer Katastophe geendet. Nämlich genau dann wenn ich es NICHT erwähnt habe hat mir keiner meine Sprachkenntnisse etc. abgekauft, weil man im Lebenslauf gesehen hat „Die kann wegen ihrer Hörschädigung ihren Erstberuf nicht machen“ und dann meint, ich hätte auch diese Kenntnisse verloren. Okay, das ist mein Lebenslauf. Ich mache es in Anschreiben deshalb so, dass ich in einem Satz zwei Sachen in den Raum stelle „späterworbener Hörschaden“ – keine genau Umschreibung – und „kann nicht telefonieren“. Was bei mir Fakt ist und sehr ärgerlich für potentielle Arbeitgeber, die denken sie können mich mal eben zurückrufen. Können sie auch gerne tun, ich kriege nur nichts davon mit, weil ich keine Anrufe annehmen kann.

    Ich habe allerdings während meiner zweiten Ausbildung auch in Bereichen gearbeitet wo jeder sagt „Was? Wie hat sie das denn hingekriegt?“ Ich habe drei Monate im Unterricht einer internationalen Schule mit Hauptsprache Englisch assistiert und einzelne Schüler betreut und ich war in einer Apotheke. Da ist es wichtig, dass du kommunikativ klar kommst – sonst könnte es sehr verhängnisvoll werden. Alles ohne Dolmetscher. Im Gegenteil ich habe sogar noch für Schüler oder Kollegen gedolmetscht. Hätte ich im Bewerbungsschreiben gar nichts erwähnt, hätten diese Stellen mich eingeladen und wieder weggeschickt. So waren sie neugierig auf das Experiment…

  2. Danke, Ava, dass Du Deine Erfahrungen hier teilst! Gerade bei solchen Themen finde ich es wichtig, mehrere Stimmen zu hören.

    Ich denke wie Du, wenn aus dem Lebenslauf ein Bruch ersichtlich ist, der nur mit der Ertaubung erklärt werden kann (Abbruch des Erstberufes und Umschulung), klar, dann muss man dazu was sagen. Aber dass ich nicht telefonieren kann, würde ich inzwischen nicht mehr so schreiben — also als bloßes Defizit ausgedrückt. Einfach deswegen weil ich den knappen Platz im Anschreiben eher fürs Herausstellen von irgendeiner Stärke nutzen würde.
    Das Problem mit der Kontaktaufnahme löse ich persönlich mit einem Hinweis der Art „besonders gut erreichen Sie mich per Email“, Telefonnummern werden gar nicht erst hingeschrieben. Dass das geht mag aber mit der Kommunikationspraxis der Leute zu tun haben, mit denen ich beruflich zu tun habe. Das gebe ich zu.

    Was ich Dich noch fragen wollte: Womit genau hast Du die Leute in der Apotheke und der int’l Schule neugierig gemacht? Nur dass Du Deine Taubheit im Schreiben erwähnt hast anstatt erst im Gespräch kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Wie hast Du es konkret gesagt?

  3. Sehr schöner Artikel, wie auch die anderen Tipps. Es ist gut zu wissen,das sind eigentlich sehr wichtige Tipps für den Job.Danke für diese Empfehlungen…

  4. Bitte! Freut mich, dass dich weiterbringt, was ich so schreibe…

  5. Guckida, das hier hatte ich alte Penntüte gar nicht mehr verfolgt 😉 na ja, da war ich noch nicht bei WordPress gemeldet und hieß noch nicht Salomea. Geheißen hab ich so schon, aber nicht hier.

    Aber ich bin ja noch ne Antwort schuldig:

    a) Internationale Schule: Ganz einfach – Englisches Bewerbungsschreiben und dann hat die Dozentin auch angerufen und gefragt, ob das überhaupt möglich wäre. War ja keine Lehrerin sondern Erzieherin. Da sagte die Dozentin dann auch nochmal, ich sei halt taub und könnte zusätzlich Gebärdensprache. Daraufhin sollte ich dann vorbeigehen. Am Anfang vermutlich eher deshalb weil die hören wollten, dass ich tatsächlich sprechen kann und tatsächlich zwei Lautsprachen verstehe. Im Gespräch hieß es dann „Könnten Sie in Gebärdensprache das und das vermitteln?“ Ich habe damals gesagt, ich kann es probieren. Dann wurde noch hospitiert und danach war die Sache klar.

    b) Apotheke: Hier bin ich zugegeben durch „Vitamin B“ reingerutscht. Gab gar kein Bewerbungsschreiben. Ich kam dahin und der Chef wusste „hörgeschädigt“. Frage an mich: Telefon? Ich: „Nein, da verstehe ich nichts.“ Nichts weiter, erstmal nur das. Chef: CI? Er kenne einen kleinen Jungen der eins hätte. Ich: „Nein, möchte ich nicht, weil das ein Fremdkörper im Kopf ist.“ Chef: Naja, reden und verstehen könnte ich ja. Warum mich eine Apotheke reizen würde. Da habe ich ihm wahrheitsgemäß gesagt, dass ich als Studenfach Pharmazie in Erwägung gezogen hätte, das aber in Deutschland nicht machbar ist. – Katze im Sack 😉 ! Katze zweimal im Sack: Wenn du jemanden hast der Gebärdensprache kann, hast du ratz fatz neue Kunden 🙂

    Allerdings eine neue Anekdote und vielleicht haben die den Satz einfach überlesen und sich wirklich auf meine Qualifikationen konzentriert: Ich bekam letzte Woche eine Mail einer Firma, der ich wie immer in einem Satz reingeschrieben habe, dass ich nicht telefonieren kann, die mir mitteilten, sie würden mich gern zum Gespräch einladen und ich solle doch bitte telefonisch (!) einen Termin ausmachen.

    Mich freut sehr, dass sie mich einladen wollen. Und ich hoffe, sie wollen das immer noch obwohl ich ihnen noch mal mailen musste, dass ich per Telefon keinen Termin mit ihnen absprechen kann. (Ich war erst unsicher wie ich das am besten mache, habe mich dann aber an den IFD gewandt und der meinte ich solle das so machen)

    Mir hat übrigens jemand verraten, dass es nicht unbedingt ein Defizit ist, wenn man nicht telefonieren kann (ist es auch so nicht, ich kann trotz Tinnitus um einiges konzentrierter arbeiten als andere), besonders bei Frauen: Dann quasseln die nämlich nicht stundenlang auf Firmenkosten 😉

  6. Ah, ich hab’s vorhin vergessen: Liebe Grüße 😉 🙂

  7. Ah, interessant, danke für die Nachträge. Wenn also auf diese Art sichergestellt ist, dass man nicht stundenlang auf Firmenkosten telefoniert — dann fehlt nur noch eine Behinderung die macht, dass nicht auf Firmenkosten im Internet gesurft wird 😉

    Viel Glück für die Bewerbung…

  8. Ähm… Ich weiß nicht ob das generell Abhilfe schaffen würde, aber ich hatte mal eine Kollegin – wir waren ein Superteam, hätten nur noch ein drittes nichtsprechendes Äffchen gebraucht -, die Internet ohne Sprachausgabe und Braillezeile nicht nutzen konnte. Wenn man also die Boxen wegnimmt und den Brailleschreiber ausstöpselt (sie hatte einen mit Strom), dann könnten das die Blinden sein.

    Wenn man ganz fies ist auch die Paraplegiker. Wobei da die Hemiparetiker auch schon reichen würden, wenn man denen in die funktionierende Hand ’ne Tasse Kaffee drückt. Letzteres ist meine persönliche Erfahrung. Wobei der Kaffee natürlich auch von der Arbeit abhält. Andererseits je nach dem wo man arbeitet bzw. wie die nicht-behinderten Kollegen dort drauf sind wäre das dann Corporate Behavior 😉

  9. Pia Butzky

    Erklärungen für verlängerte Studienzeiten oder Umwege im Lebenslauf: Gut, wenn man sowas mit der Hörbehinderung begründen kann!

    Sehr viel besser als:
    „Kiffend in Indien abgehangen“ oder „Semesterarbeit wegen Liebeskummer nicht geschafft“ oder „Aktivitäten in ultralinken, ausserparlamentarischen Protestgruppen“ oder „wegen Zoff mit Eltern das Studium geschmissen“ oder „kiffend auf Gomera abgehangen“ oder „wegen Wohnungsnot unverschuldet in Autonomen-WG in Kreuzberg gelandet“ oder „Lerninhalte des Semesters einfach nicht begriffen“ oder „Jugendknast wegen Autodiebstahl und Kiffen am Steuer“ oder …

    Und sogar, wenn du in irgendein nordeuropäisches Königshaus einheiraten willst, noch-ehrgeiziger-als-Beethoven, kannst du eine sumpfige, knittrige Vita haben. Brüche im Lebenslauf gehören doch mittlerweile dazu, wenn man was auf sich hält. „Hörbehindert“ – das ist doch viel zu langweilig. Klingt nach Nerd.

    (Aber vielleicht spiele ich einfach nicht in so einer Liga, die tatsächlich nur beinharte Streber aufnimmt? Kann da vielleicht gar nicht mitreden.)

  10. Dann ist’s ja gut, dass bei mir die Schwerhörigkeit allein nicht alles erklären kann, so dass ich auch über’s Kiffen, den Liebeskummer und die allgemeine Wankelmütigkeit reden muss. 😉

  11. haaa gesucht und gefunden 🙂 ich wusst doch iwas hatte man hier bzgl. Bewerbungsgesprächen geschrieben.. supi gut.. ich steck da grad nämlich total drin 🙂

    Also folgendes hab ich bereits versucht: In Bewerbungen Telefonnummern einfach weggelassen :), Fazit: öfters nie wieder was von der Firma gehört bzw gelesen. Einmal wurde ich dann doch eingeladen, da war ich gerade sehr frisch mit meinem CI auf Reha und hatte für den Tag extra Urlaub bekommen… da dachte ich mir : na sprech ich das lieber gleich an, nicht dass ich im Gespräch irgendwann mal etwas umstellen muss um etwas besser zu verstehen. ich hab nämlich dafür eine Fernbedienung, die aussieht wie ein Handy.. also nicht, dass mein Gegenüber dann denkt ich schreib während dem Vorstellungsgespräch ne SMS (so nach: sitze im Gespräch-läuft klasse 😉 ). Also hatte ich bevor wir das Gespräch begonnen haben gesagt, ich würde gern noch etwas ansprechen und ihr wär ja bestimmt aufgefallen, dass ich keine Telefonnumer aufgeschrieben habe 😉 – Ja natürlich. Nun ja ich erklärte das nun und sagte sie solle das Gespräch doch einfach ganz normal fortführen, dann sehen wir ja wie es gelingt. Das Gespräch an sich lief gut, am Ende sagte sie mir auch, sie hätte von meiner Hörschädigung gar nichts bemerkt. Wie sie nun allerdings über die Hörschädigung dachte, hatte sie keine Andeutungen gemacht.. ich glaube sie wusste es selbst noch nicht 😉 Nun gut, seither warte ich auf eine Rückmeldung.

    Bei den jetzigen Bewerbungen schreib ich immer Telefonnummer rein, da man mir sagte, die MÜSSEN in eine Bewerbung. Naja ich schicke zur Zeit immerhin meistens Online-Bewerbungen ab, da drücken dann doch einige einfach auf den ANTWORT-Button *pju* Sonst macht sich bei mir „Hoffentlich schicken die E-mails“-Stimmung breit *schwitz* .

    Also welche Theorie nun am besten klappt.. kann ich noch nicht sagen.. aber ich werd das nun mal alles austesten =) Mich hätte ja nur mal interessiert wie genau ihr das nun formuliert?!

    Grüße 🙂

  12. Hi. Ich drücke dir die Daumen!
    Bei meinen Briefen und Mails schreibe ich mittlerweile die Telefonnummer und direkt daneben *hörbehindert* rein. Wer dann anruft und losrattert, hat meine Texte einfach nicht sorgfältig gelesen. Dann kann ich am Telefon einfach auf den Mailkontakt hinweisen. Du kannst auch einen Anrufbeantworter besprechen mit der Ansage, dass du dich für den Anruf bedankst, am Telefon aber nicht gut verstehst und um Infos per E-Mail bittest, die du umgehend beantwortest. Das Ganze in freundlich-entspanntem Ton, das geht auch.

    Mittlerweile denke ich auch, es ist gut, ganz offensiv damit umzugehen, das CI bekannt zu machen und einfach klarzustellen, was man zum Hören braucht. Grüße!

  13. Also, ich hatte inzwischen auch nochmal ein paar Gelegenheiten über diese Problematik nachzudenken. Aber ich würde immer noch sagen: Bei schriftlicher Bewerbung nicht groß mit „behindert“ oder „hörgeschädigt“ wedeln. Erst im Gespräch, aber dafür dort umso offensiver ansprechen.

    Nanelie, je nach Adressat (und inzwischen mit CI) gebe ich auch in der schriftlichen Bewerbung die Telefonnummer an. Manchmal sieht das einfach komisch aus wenn keine da ist, das stimmt. Dass man sie angeben MUSS stimmt nicht, stimmen tut nur, dass es oft auffällt, wenn man sie nicht angibt. Wie dem auch sei, man kann Anrufe ja auch auf den AB gehen lassen (ggf. Hilfe beim Abhören holen) und (schnell) zurückrufen. Das klappt oft besser als angerufen werden, finde ich. Denn dann hat man die Initiative, weiß wer dran ist und ist besser auf das Gespräch eingestellt und vorbereitet. Außerdem gebe ich immer an, dass man mich am besten per Email erreicht (warum das am besten ist, kann sich dann der Leser überlegen).
    Im Gespräch, wie gesagt, so wie Du’s gemacht hast. Wie man’s genau formuliert läßt sich nur im Einzelfall sagen. Ich würde es nämlich immer verwunden mit den Anforderungen des Jobs und den eigenen Talenten machen.

    Pia, also „hörbehindert“ neben die Telefonnummer würde ich nicht reinschreiben ebensowenig den AB entsprechend besprechen — bei Bewerbungen! Du meinst aber vielleicht bei beruflicher Korrespondenz? In dem Fall finde ich es schon okay auch den Telefonkanal offen zu halten/anzubieten aber die entsprechenden Hinweise anzubieten. Aber das ist eben eine ganz andere Situation als bei Bewerbungen.

  14. Ohje, jetzt bin ich gerade in der Situation und will eine Bewerbung schreiben. Ich dachte mir schon, dass ich in Deinem Blog etwas dazu finde. Leider empfiehlst Du, die Behinderung nur kurz oder gar nicht zu erwähnen, schade. Ich hatte auf eine gute Formulierung gehofft.

    Ich will das nämlich auf jeden Fall mit ins Anschreiben reinnehmen. Zum einen halte ich überhaupt nichts davon, es erstmal zu verschweigen. Auch wenn es dann gleich zur Ablehnung kommen könnte – bei so einer Einstellung kann mir der Laden dann aber auch gestohlen bleiben, da erwidere ich ganz offen die Arroganz. Und zum anderen steht bei Ausschreibungen die mich interessieren oft, dass Frauen und Behinderte bei gleicher Eignung bevorzugt behandelt werden (Uni ;-)).

    Was langes muss es ja gar nicht sein, aber ich will das auf jeden Fall mit 1-2 Sätzen im Anschreiben erwähnen. Hat niemand Formulierungs- oder Plazierungs-Vorschläge? 🙂

  15. Ich sehe die Hörbehinderung eben als Funktionseinschränkung, nicht als allgemeine Beschreibung meiner Person, darum würde ich sie nur erwähnen, wenn sie irgendwie die Tätigkeit berührt, um die es geht. So wie ja in akademischen Berufen auch niemand interessieren würde, wenn ich nur äußerst schwach bemuskelt wäre — also warum sollte ich das in die Bewerbung hineinschreiben?

    Im öffentlichen Dienst ist die Lage anders, ganz wie Du sagst. Da bringt es normalerweise Vorteile. Wobei ich nicht sicher bin ob sich „Frau“ und „Behinderte“ addiert 😉

    Falls die Bewerbung über ein elektronisches Formular läuft, brauchst Du gar nichts zu formulieren, da gibt es irgendwo ein Häkchen, das gesetzt wird und gut ist.
    Ansonsten kann ich Dir ohne Detailwissen nur schwer was raten, weil ich in Bewerbungen keine Standardsätze reinschreiben würde. (Abgesehen von „mit freundlichen Grüßen“). Müsste was sein, das Dich als Person und die angepeilte Position verbindet. Irgendwas erwähnenswertes, das Du „trotz“, „wegen“, „aus Anlass der“, „zur gleichen Zeit wie“ die Schwerhörigkeit gemacht oder erworben hast.
    Hoffe das hilft, frag gerne nach und laß mich wissen wie es lief.

  16. Weisst Du, ich sehe die (oder besser meine eigene) Hörbehinderung auch als Funktionseinschränkung und ich finde gerade deswegen – scheinbar im Gegensatz zu Dir – dass diese ein ganz integraler Teil meiner Person und Persönlichkeit ist, so dass sie in einer Beschreibung auf keinen Fall fehlen sollte.

    Zum einen bin ich hochgradig schwerhörig, und das von Geburt an. Seit Anfang diesen Jahres habe ich links ein Cochlea Implantat, rechts weiterhin ein Hörgerät. Es ist zwar häufig so, dass die Behinderung teilweise kaum auffällt, weil ich sehr gut spreche und auch viel kombiniere und erraten kann. Aber ich fühle mich trotzdem in vielen Situationen generell unsicher, weil ich oft nicht weiss, ob ich richtig verstanden habe. Und es kommt auch zunehmend häufiger vor, dass ich auch mit Nachfragen nicht weiterkomme.

    Schau, wenn ich die Hörbehinderung vor dem ersten Kennenlernen nicht erwähne, laufe ich Gefahr, dass der erste Eindruck von mir komisch oder kauzig ausfallen könnte. Nämlich wenn meine Unsicherheit, ggf. nicht richtig zu verstehen auffällt, ich gleich vieles nicht verstehe, oder ggf. gar nicht – z.B. wenn ich von hinten gerufen werde, oder wenn ich beim ans Tür klopfen nicht auf ein „Herein“ warten kann sondern gleich kurz reinschauen muss. Spätestens bei der offiziellen Vorstellung, beim Händeschütteln, sage ich in solchen Fällen in der Regel kurz „übrigens bin ich schwerhörig, falls ich etwas nicht verstehen sollte, frage ich nach“. So blöd es klingt, da ich es gut kaschieren kann, wird meine Hörbehinderung dann oft nicht angemessen gewürdigt. Die meisten denken dann: „Ach, es kann ja nicht so schlimm sein, die spricht ja ganz gut und wirkt auch sonst nicht behindert“. Den CI-Sprachprozessor und das Hörgerät sieht man bei mir nicht, wenn ich die Haare offen trage, was meist der Fall ist. Ich kann aber häufig in komplizierteren Fachgesprächen nicht mehr richtig folgen, verliere dann den Faden und auch den Anhaltspunkt zum Nachfragen ohne blöd dazustehen – und dann wirkt es wieder negativ, wenn auffällt, dass ich den Inhalten nicht korrekt folgen kann.

    Dann ist es mir wirklich lieber, von vorneherein mit offenen Karten zu spielen. Mich im Bewerbungsschreiben erstmal ganz klar (vielleicht übertrieben) als nahezu gehörlos darzustellen, um dann bei einem Treffen zeigen zu können, dass ich dennoch relativ gut damit umgehen kann. Mit der Strategie bin ich bisher ganz gut gefahren, auch wenn ich halt noch nie in der Situation war, von vorneherein abgelehnt werden zu können.

    Zudem weiss ich nicht, ob bei einer Bewerbung auf eine Promotionsstelle nicht vielleicht Lehrtätigkeiten auf mich zukommen könnten, was ich nicht wollen würde, da ich mich wirklich unwohl fühle, sollte ich ein Seminar leiten, in Gruppengesprächen geht bei mir nämlich gar nichts. Ich will eine klassische Schreibtischstelle mit viel E-Mail Kommunikation und falls die Stelle das nicht bietet, will ich sie auch gar nicht. Da soll auch der Leser der Bewerbung am Besten gleich klarstellen können, ob ich geeignet für die Stelle bin, oder nicht.

    Ich habe weitere gute Gründe, meine Hörbehinderung in der Bewerbung zu erwähnen:

    1. Mein Abiturzeugnis in der Anlage der Bewerbung weist den Namen einer Schule für Hörgeschädigte auf. Hier könnte dem Leser der Bewerbung meine Behinderung sowieso auffallen.

    2. Mein Lebenslauf ist alles, nur nicht geradlinig. Mir ist es lieber, man liest ihn vor dem Hintergrundwissen um meine Behinderung. Das wertet ihn meiner Ansicht nach auf, denn dann denkt man vielleicht eher: „Super, das hat sie alles trotz ihrer Behinderung gemeistert“. (Verschiedene Studiengänge, gute Benotung, Auslandsemester, freiberufliche Arbeit, Kind). Und nicht: „Oh Gott, was für ein Chaos, die kriegt ja nichts auf die Reihe“.

    3. Ich gebe keine Telefonnummer an, da ich nicht angerufen werden möchte. Das geht zwar mit dem CI langsam besser, aber ich beschränke mich dennoch auf Personen, die ich gut komme und es läuft nicht unbedingt reibungslos ab. Das ist m. E. nichts für unbekannte Personen, bei denen ich einen positiven Eindruck erwecken möchte.

    In Summe: ich suche immer noch nach einem einfachen Satz, der klipp und klar, völlig unbewertend und unaufgeregt meine Behinderung ins Anschreiben hineinbringt. 🙂 Vielleicht melde ich mich wieder, wenn ich einen gefunden habe.

  17. Ich finde es klasse, dass Du Dir so fundierte Gedanken machst! Jede und jeder muss halt seine ganz persönliche Strategie finden. Und Deine finde ich, nachdem ich nun etwas mehr weiß, sehr angemessen. Mit offenen Karten ist immer gut bzw. das ist ja ein Eindruck, den es beim Nichterwähnen immer und dringlichst zu vermeiden gilt, dass da was verschwiegen wird.
    (Mittlerweile denke ich übrigens auch, die persönliche Strategie bleibt nicht unbedingt für immer dieselbe, sondern ändert sich je nach Lebensumständen und angestrebter Position.)

    >Spätestens bei der offiziellen Vorstellung,
    >beim Händeschütteln, sage ich in der Regel
    >kurz „übrigens bin ich schwerhörig

    Genauso halte ich es auch! Spätestens dann. Und erläutere bei der Gelegenheit gleich kurz was das im täglichen oder beruflichen Umgang bedeutet.

    Ich finde übrigens indirekte Hinweise gut (sowas wie den Namen der Schule im Lebenslauf) oder bei mir, dass man meine Hörtechnik auf den Bewerbungsbildern sehen kann. (Wobei ich lernen musste, dass sie kaum jemand auffällt.)

    Deinen Punkt 2 finde ich sehr wichtig, aus genau den gleichen Gründen habe ich auch schonmal ein Bewerbungsschreiben mit einer Erwähnung der Ertaubung begonnen.

    Wenn Du keine Telefonnummer angeben willst, bietet sich das vielleicht an für einen abschließenden, unaufgeregten Satz. Dass man dich wg. der Schwerhörigkeit/Gehörlosigkeit am besten per Email erreicht und Du dich darauf freust, im persönlichen Gespräch zu erläutern, wie Du dir vorstellst, die Position auszufüllen/zu meistern.

  18. Soll ich die Hörbehinderung in der schriftlichen Bewerbung erwähnen: Nie! Warum? Aus Erfahrung: Als ich mich im zarten Alter von 15 Jahren für Kaufmännische Lehrstellen bewarb war gerade Hochkonjunktur. Meine KollegInnen mussten zwischen 1-3 Bewerbungen absondern. Ich schrieb, weil ich brav und ehrlich eben erwähnte, dass ich hörbehindert bin, 25 Bewerbungne, ja, 25. Da entschied ich, das wegzulassen – und siehe da: Ich konnte mich plötzlich vorstellen. Drei Bewerbungen später hatte ich eine Lehrstelle.

    Heute erwähne ich die Hörbehinderung immer gleich zu Beginn des Gesprächs um erstens gleich reinen Tisch zu machen und zweitens um peinliche Situationen zu vermeiden. So bekommt dann mein möglicher neuer Arbeitgeber auch einen Eindruck davon, wie ich damit umgehe. Kommt noch hinzu, dass ich es nicht verheimlichen kann, dass ich Hörgeräte tragen, denn die Ohrmuscheln sind blau 🙂 .

  19. Ergänzung: Mit „Ohrmuscheln“ meine ich die Ohrpasstücke der Hörgeräte, nicht dass Ihr meint ich laufe mit blauen Ohren herum…

  20. Ich bin grundsätzlich auch immer noch der Meinung: Nicht reinschreiben, außer es scheint notwendig. Werde das Thema demnächst aber nochmal aufgreifen, hatte da letztens ein interessantes Gespräch.

  21. Summergirl

    hallo…..habe letztes Jahr bestimmt 30 Bewerbungen geschrieben und nachdem ich die hörschwäche weggelassen hatte, bekam ich mehrere Einladungen zu den Vorstellungsgesprächen, jedoch bin ich nie weitergekommen…kann man nicht E-Mails nutzen zur Kommunikation statt Telefone und es dann in Vorstellungsgesprächen als Vorteil „verkaufen“?

  22. tantemädel

    Ohje Bewerbungen schreiben, ich kenne das Thema und ich habe sehr, sehr viele geschrieben, bis ich mich mit einer Fachfrau zusammen gesetzt habe. Sie riet mir, meine Hörbehinderung positiv darzustellen, indem ich die Qualitäten, die ich dadurch habe, erwähne. Dies hängt jetzt natürlich von dem Beruf ab, den man hat. Zum Beispiel: technischer Zeichner, …ich habe deswegen ein Auge für die Details oder pädagogische Berufe….meine Sinne sind für die Gestik und Mimik geschärft. Mit ein bißchen Nachdenken und Reflexion von Anderen findet ihr bestimmt die Stärken, die ihr für den Beruf habt.

  23. Meine Erfahrung ist, dass leider nicht alles per schriftlich bzw. per E-Mail gemacht werden kann. Aber trotzdem kann man Vertrautheit mit und Nutzung von E-Mail/Schriftlichkeit als Vorteil verkaufen. Mache ich auch oft. Man schafft damit eben nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Klarheit.

    Schließe mich da ganz tantemädel an, da muss man einfach mal genau nachdenken und mit anderen reflektieren, was man so an Stärken mitbringt, die man ins Feld führen kann. Es geht! : )

  24. Danke für deine Tipps…..habe bis vor ein paar wochen geglaubt, dass ich mit Hörgeräten nicht für einen Bürojob geeignet bin….da ich so viele Absagen erhalten habe und nicht eine einzige Zusage….das macht man sich dann schon mal Gedanken….

  25. Bitte sehr, freut mich wenn sie hilfreich waren. Denn es ist und bleibt ja schwer…

  26. Sagt mal hat irgendjemand im Job Erfahrung mit FM-Anlagen in kleineren Meetings und bei Präsentationen gesammelt. Ich teste gerade den Roger PEN von Phonak und bin total enttäuscht. Gibt es da noch was anderes?

  27. @Tina – ich habe Jahre gebraucht, um überhaupt eine FM-Anlage zu beantragen und dann auch einzusetzen. 2013 erstmals auch in einem Bewerbungsgespräch! Allerdings habe ich, bevor ich soweit war, sehr viel in der Selbsthilfegruppe üben können, In unserer SHG ist der Einsatz des Mikrophons, und die Disziplin, dass nur der spricht, der das Mikrophon hat, schon Routine. Das hat mir geholfen, es auch mit der eigenen FM-Anlage so zu halten. Heute setze ich die Anlage bei Team-Gesprächen und Schulungen ein. Meine Kollegen haben sich daran gewöhnt.
    Anfangs habe ich mit der FM-Anlage auch probiert, die Rundum-Mikrophon-Einstellung zu nutzen und das Gerät in die Mitte zu legen, das klappt aber nicht, man hört zuviele Nebengeräusche, Papierrascheln, Tassenklappern usw.
    Manchmal gibt es ein störendes Rauschen, je nachdem, wo der Sprecher sitzt, vielleicht Metall im Beton oder andere Installationen im Raum… dagegen kann ich nichts machen.
    Ich habe keinen Roger, sondern ein älteres Vorgängermodell, das leider jetzt auch zur Reparatur muss – ich hoffe, das klappt noch gut. Ich möchte aber auch andere testen, es gibt ja vielleicht brauchbare Alternativen.

  28. Tina, was meinst Du denn mit „kleineren“?

  29. Michaela Moser

    @Tina: Von FM-Anlagen bzw. Multifrequenz-Funkempfänger generell bin ich weniger begeistert. Hatte schon mal den Phonak MyLink+ getestet, das Ergebnis ist weniger berauschend – zuviel Rauschen, Knacken und Knistern, der Ton naja … da kann ich dich verstehen.

    Dafür gibt´s eine andere tolle Möglichkeit zum Testen, die mich bereits überzeugt hat: „Bellman Audio Domino“ von der Firma Bellman & Symfon aus Schweden. Diese Produkte sind mit einer drahtlosen Breitbandtechnologie ausgestattet. Hier die Informationen, die Dir vielleicht von Nutzen sein können: http://bellman.com/de/unsere-losungen/horsysteme/

    Habe selber eines Zuhause, und wenn Bildungskurse wieder anstehen, werde ich diesen Produkt sehr gerne wieder verwenden, da mir der Ton angenehm klingt, ohne Funkrauschen. Ohne diese Geräte hätte ich z.B. den Web-Design-Kurs sonst nicht geschafft …

  30. @ nqlb mit kleineren meine ich Gruppen von 3-8 Personen. Eigentlcih klappt das wenn sie alle um einen kleien Konfi-Tisch versemmelt sind und mich immer schön anschauen und keine Probleme haben wenn ich an ihren Lippen hänge. Nut gibt es auch leider solche Kunden, die trotz des wissens um meine Schwerhörigkeit für 4 Personen einen Konferenzraum aussuchen, der locker 20 Leute unterbringt. Wahrscheinlich können die sich dann untereinander uahc nciht sooo gut leiden, denn jeder setzt sich dann auch noch in ein Eck und ich bin verloren…
    @ gruppli: Danke. Der Roger Pen hat leider die Eigenschaft auch nciht sehr zuverlässig zu sein. Er verbindet sich nur nach Lust und Laune mit dem Hörgeräten udn ich bekomme das nciht immer mit. Lust und Laune hat er immer dann wenn er (eigentlich ausgeschaltet) in meiner tasche liegt und Pong, ich plötzlich alles wie durch Leder (im wahrsten Sinne des Wortes) höre und keine Lust hat er dann im Meeting. Entweder er verbindet sich erst gar nicht oder überlegt es sich, tortz voller Batterie, im Meeting ein Ohr abzuschalten. Die Automatik funktioniert so gut wie garnicht und ihc muss immer eine Mikrofoneinstellung wählen. Präsentation geht dabei am besten, auch wenn mehrere Teilnehmer im Ruam sprechen. Ich teste jetzt noch Comfort Audio (eigentlich mit Widex und nicht mit Phonak verbandelt)
    @ Michaela: super Dnake, werde ich gleich miener Akustikerin stecken, die bieten die Lösung wohl auch an…

  31. Also ein kleiner Zwischenstand von der FM-ANLAGEN Front. Ich teste die DC20 Konferenzanlage von Comfort Audio und bin echt platt. Das Ding kann im Lärm im Cafe am Frankfurter Flughafen Schall und Nebengeräusche unterdrücken und zwar so, dass ich meinen Kollegen mit seiner echten Stimme wieder erkenne. In Sitzungen mit 5 bis 8 Leuten besteht sie auch, ich verstehe wirklich nahezu ALLES! Mit Hörgeräten komme ich gerade mal auf 45% und dass auch nur mit viel Absehen und geschickter Interpretation. Wie gut die Anlage ist habe ich dann auch gemerkt als ich sie nach 7 Stunden Workshop wieder ausgestellt habe….da war sie wieder die Glocke….

  32. Das klingt ja gut! Kannte die Firma noch gar nicht.

  33. Also, nun habe ich sie ganz offiziell. Wenn sich jemand nur annähernd mit Kommunikationszusatzwerkzeug beschäftigt, der kommt meinem Meinung nach an Comfort Audio nicht vorbei. Dort wo der Roger Pen mich zur Verzweiflung gebracht hat, hilft mir der DC20 (außerdem klingt das so schon nach Star Wars… „DC20“ und nicht nach Büroausstatter).
    Das telefonieren klappt allerdings immer noch besser, wenn ich mir das Samsung direkt und ohne Hörgerät ans Ohr quetsche. Aber in Meetings ist es super.
    Kostspielig ist so eine Anlage allerdings. Ich habe die Konferenzanlage DC20 und das kleine Mirko DM5 mit einem Induktionsempfänger. das kostet dann knappe 5000,- €, aber es ist wohl auch alles CI tauglich und ich kann es wenn ich mich für ein CI entscheide (ich schwanke noch immer), weiterverwenden.

  34. Summergirl

    Hallo, inzwischen befinde ich mich wieder in einem Bewerbungsverfahren für eine Ausbildung….da ich einen Bürojob machen möchte,denke ich, dass man ohne CI nicht weiterkommt, denn ich habe für die Schule von Anfang an eine FM- Anlage, mit der ich die Lehrer auch verstehe..meine frage: ich plane für nächstes Jahr nach den Abiprüfungen vllt die OP, aber ich such für den August eine Ausbildungsstelle, wenn ich jz zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werde, und die Planung mit der OP ist noch nicht ganz konkret, sollte ich das dann erwähnen? Allerdings hab ich auch Angst, dass ich dann in den Job komme, den CI plan verworfen hab und dann in dem Beruf nicht zurecht komme…Hat vllt. jmd ne Idee für mich?

  35. Hallo Summergirl,
    du schreibst „da ich einen Bürojob machen möchte, denke ich, dass man ohne CI nicht weiterkommt“ – meinst du wegen dem Telefonieren? Also, ich würde eine OP nicht von einem möglichen Job abhängig machen. CI ist schon etwas, womit man eine Weile zu tun hat, bis die Einstellungen so sind, dass man sich wohlfühlt und man einigermaßen versteht – und telefonieren mit CI dauert auch noch, bis das klappt (bin etwas über ein halbes Jahr mit CI versorgt und telefoniere immer noch lieber mit dem Hörgerät-Ohr).
    Bezüglich Deiner Frage denke ich an den Spruch „nicht gackern, bevor die Eier gelegt sind“ (oder so ähnlich). Damit will ich sagen, bewirb dich ganz normal und erwähne das CI-Thema nicht. Die FM-Anlage kannst du auch in der Ausbildung einsetzen, in der Berufsschule würde ich die sowieso empfehlen. Vielleicht läuft es ja besser als du denkst und das CI kann warten.
    Der Arbeitgeber will vor allem wissen, ob du interessiert, engagiert, geeignet, einsatzfähig bist, und ob du die Arbeit leisten kannst. Dazu gehört z. B. auch das Telefonieren. Man kann zwar viel mit E-Mail machen, aber für viele Menschen ist die mündliche/telefonische Kommunikation wichtig. Daher fänd ichs wichtig, diesen Punkt mit einem möglichen Arbeitgeber frühzeitig zu klären. Der Ansatz, dass du dich wg. der Höreinschränkungen mit E-Mails sehr gut auskennst, hat was.
    Falls der künftige Arbeitgeber selbst das CI anspricht (wenn er es kennt), kannst du ja sagen, dass du dir das zwar schonmal überlegt hast, aber nicht sicher wärst. Vielleicht reagiert er ja positiv.

  36. Stimme Livia zu. Das wichtige ist: Gut, aber nicht ungefragt, darlegen können was die Probleme sind und wie man damit umgeht/es trotzdem schafft.
    Nur ein Punkt noch: Der künftige Arbeitgeber darf ein CI genausowenig ansprechen wie ob man schwanger zu werden plant.

  37. Summergirl

    Danke für die hilfreichen Tipps, dann muss ich mir noch was einfallen lassen bezüglich des telefonierens…habt ihr vllt Tipps? dennso verstehe ich am Telefon mit Hörgeräten nichts…

  38. Hallo Summengirl, am Telefon verstehe ich, aber eben nur vertraute Leute. Ich muss aber auch trainieren, mit fremden Leuten zu telefonieren. Haben deine Hörgeräte die T-Spule ? Also eine Induktionsspule ? Wenn ja, dann wäre das eine Möglichkeit. Die meisten Hörgeräte haben eine T-Spule. Wenn das bei Dir nicht der Fall ist, frag mal den Akustiker danach, ob die Hörgeräte eine haben. Wenn nein, dann wäre eine Überlegung wert, ob Hörgeräte noch etwas nützen, oder Du schon ein CI brauchst. Und : Wenn Du wieder neue Hörgeräte bekommst, dann besteh darauf, dass ein Audioeingang ( ist für die FM-Empfänger wichtig) vorhanden ist. Aber auch auf eine T-Spule musst Du bestehen. Bei mir : Bei beiden CI`s ( bilaterale CI-Trägerin) ist die T-Spule ein Muss. So kann ich praktisch ohne Störschall telefonieren, und ich verstehe meine Leute.

  39. Vorteile der T-Spule : Ohne Zusatzinstallationen am Telefon verwendbar, oder in der Kirche, oder im Kino ( wenn eine Ringschleife vorhanden ist.

    Nachteil : Die T-Spule nimmt auch die Induktion anderer Geräte wahr, was sich in einem störenden Brummen oder Summen bemerkbar macht, z.B die Oberleitung eines Trams sendet ein starkes Summsignal aus.

    Wo verwendbar ? Bei fast jedem Telefon, und bei explizit für Schwerhörige ausgewiesenen Telefonen. An Orten mit Ringschleifen oder mit persönlicher Bluetooth-Ringschleifen fürs Handy, oder direkt in Audiobuchse des Telefons gesteckt.
    Privat und beruflich nutze ich eine bluetoothfähige Nackenringschleife mit meinem I-Phone. Klang ist sehr gut, die Akkureichweite über 14 Std. Am Festnetz ein bluetoothfähiges Telefon. Aber Vorsicht : Bluetooth zieht viel Strom am bluetoothfähigen Festnetztelefon, darum darauf achten, dass der Akku wirklich gut ist – und das gilt auch für die Nackenringschleife. In diesem Zusammenhang : Finger weg vom bluetoothfähigen Humantechnik-Festnetztelefon. Da ist der Akku ziemlich schnell leer bei diesem Telefon.

    Wo es nicht gut oder gar nicht verwendbar ist : An Orten mit erheblicher Induktionsaktivität ( Tram mit stark strahlender Oberleitung), Arbeitsplatz mit zuviel elektronischen Geräten oder Raum mit vielen Maschinen, die extrem viel Strom verbrauchen ( CNC-Fräsarbeitsplätze, Bäckereien etc.. )

  40. Vorteile der FM-Anlage : über grosse Distanzen verwendbar, im Gebäude meist 30-40 m, hält je nach Geräteart einen Tag durch. Meist klarer Klang.

    Nachteile : Wenn etwas metallisches dazwischen ist, gibt es Störungen. Kleine Empfänger, für die man eine gute Feinmotorik haben sollte, Empfänger relativ leicht verlierbar und recht teuer. Es kann auch sein, dass ein leichtes Rauschen auftritt das bis hin zu starken Rauschen kommt, also dann wenn Du dich vom Sender zu weit entfernst.
    FM-Anlagen sind sehr verschieden, vom Smart Link, Roger Pen oder Digicomfort her gesehen. Sie decken unterschiedliche Bedürfnisse ab, oder sind All-in-One Geräte.

    All-In-One Geräte sind mehr oder weniger fähig dazu, Störschall auszublenden. Das heisst, Du verstehst den oder die Sprecher. Aber nicht immer klappt das, denn es kommt drauf an, was im Hintergrund passiert – und wie hoch der Anteil am Störlärm ist. Wenn viel geklappert wird mit Geschirr, wenn noch jemand staubsaugt, oder Leute am Nebentisch quasseln, dann haben diese Geräte Probleme. Und da fängt es mit der Eigenleistung an : Man muss sein CI, oder sein Hörgerät sehr genau kennen und auch selbstständig so anpassen können, dass es auch passt. Es setzt schlicht und einfach voraus, dass man bereit ist, viel zu experimentieren, bis man die ideale Einstellung gefunden hat – und das kann längere Zeit gehen.
    Die Smart Link und der Roger Pen – das sind solche Beispiele für : All-In-One Geräte. Auch das Hearit-All ist so ein Beispiel dafür.

    Dann gibt es noch diese reinen Sender – und Empfänger-Anlagen.. Mikroport von Sennheiser, und Campus von Phonak. Auch von Digicomfort gibts. Da gibst Du das Mikrofon mit der Sendereinheit dem Sprecher. Nachteil davon ist, dass Du sowas nicht für alle gleichzeitig verwenden kannst, wie bei einem All-in-One Gerät. Aber dafür einen glasklaren, sehr gut verständlichen Sprecher.

    Worauf ich bei beiden Sorten von FM-Anlagen achten würde ist : Kann ich das auch an andere Audioquellen anschliessen ? Hat es passende Empfänger für mein HG/CI, BAHA, oder was es sonst so auf dem Markt gibt ? Kann ich diese Empfänger selbst auf das Gerät mit dem ich höre, setzen ? Ist es möglich, meinem Gerät ein Nur-FM-Programm zu geben, und FM dann abschalten, aber die Empfänger am Gerät zu belassen ( Die Empfänger sind meist sehr klein, und sie gehen gern verloren, sie sind relativ teuer. Zudem ist es für Leute mit kaum Feinmotorik unmöglich, die allein einzustöpseln.)? Und gerade diese Möglichkeit – darauf würde ich bestehen, weil die kleinen Würfel gerne mal verloren gehen, wenn man die immer wieder einsetzen muss.

    Ich würde mir an deiner Stelle sehr genau überlegen, was in deinem Job wichtig ist.

    Job : Habe ich viel Kundenkontakt ? Ruhige Räume – oder Räume mit viel Störschall ? Was für Telefone sind vorhanden ?
    Bei gewissen Callcentertelefonen kann man die FM-Anlage ankoppeln, entweder via Bluetooth, oder via FM, was meist auch eine Anpassung des Telefons bedeutet.

    Kosten übernimmt in Deutschland meist der Träger, oder Krankenkasse.. ich weiss nicht genau wie das in D geregelt ist. Hier in der Schweiz macht das die Invalidenversicherung, wenn es um berufliche Integration geht.

    Nun hast Du viele Informationen bekommen, und bei weiteren Fragen kannst Du dich gern an mich wenden. Ich hoffe aber, dass Dir das und vielleicht auch anderen nützlich ist .

  41. oh danke für die vielen Infos 🙂 ich habe mich entschlossen bei Hörgeräten zu bleiben, denn es gibt keine Garantie, dass ich danach telefonieren kann…es gibt ja auch schon Hilfsmittel bei Hörgeräten..ich habe schon eine FM- Anlage seid ich klein bin…

  42. Es gibt auch bei CI`s Hilfsmittel – dein CI kann auch die FM-Anlage haben plus die Würfel ( so wie bei mir.) Wichtig ist, dass Du dich gut informieren lässt. Du musst aber auch schauen : Wo ist die Grenze bei deinem HG ? Wieviel verstehst Du ? Ist das bereits zu wenig, oder verstehst Du damit genug ?

  43. Für die Bewerbung allerdings würde ich die Pluspunkte erwähnen. Welche hast Du ? Kennst Du dich besonders gut mit E-Mail aus ? Word, Excel etc..Man muss einfach einen Ticken besser sein als Nichtbehinderte.

  44. Hallo Summergirl,
    Comfort Audio bietet eine kombinierte Anlage mit Konferenz Modul – das legt man auf den tisch und es funktioniert in Konfernezräumen mit 4-8 Anwensenden sehr gut, allerdings nicht in Restaurants und mit einzelnen Clip-on Mikrofonen (4 Stück kann man da wohl parallel zur Konferenzanlage schalten, ich nutze nur eins). Das klappt gut bei Störgeräuschen wie im Restaurant. Ich nutze dazu eine Induktionsspule.
    Telefoneiren klappt damit leider nicht da suche ich immer noch die Eierlegendewollmichsau für mich… ich presse mir mein Samsung S5 ans nackte Ohr und bin froh wenn ich 40% verstehe.

  45. Hallo Summergirl,
    vielleicht ein wenig spät, aber gerne möchte ich dir auch gerne meine Erfahrungen mit dem CI und Job erzählen.
    Im Bewerberverfahren und in der Probezeit solltest du besser das Thema OP und CI besser nach hinten schieben. In der Zeit danach, solltest du dich hiermit auseinander setzen. Folgende Fragen von mir an dich helfen dir vielleicht bei der Findung.

    1. Gibt es Probleme mit dem Gehör in der Kombination mit den Hörgeräten?
    2. Bist du zufrieden mit deiner Hörsituation?
    3. Ist es dir möglich trotz Störquellen Sprache zu hören?
    4. Hätten neue Hörgeräte, mehr Potential als die derzeitigen Geräte? Ist hier schon das Ende der Fahnenstange erreicht?
    5. Bist du Anpassungsfähig? Kannst du dich schnell auf neue Situationen einstellen?
    6. Lernfähigkeit. Beim CI kommt eine komplett neue Hörwelt auf dich zu. Alle Geräusche müssen neu einsortiert bzw. neu erlernt werden. Neue Geräusche die vorher nicht zu hören waren kommen hinzu. Daher erlaube mir nur diesen dezenten Hinweis hierzu.
    7. Ist das Umfeld gespannt? Ist hierbei Stress vorprogrammiert, sollten diese Baustellen zuvor beendet sein.
    8. Wo und wie findet die Reha statt? Mir persönlich haben wöchentliche Sitzungen oder auch zwei Sitzungen pro Woche sehr gut weiter geholfen. Zuhause mit Hörprogrammen allein gelassen zu werden, dass war für mich nichts.
    9. Arbeitsplatz: Ich habe lange voraus geplant, 1/2 Jahr. Hierzu habe ich dies mit meinen Chef und Kollegen in einer gemeinsamen Runde abgesprochen. Hatte den OP-Termin auf die Osterzeit gelegt. Weil dies sowieso eine ruhige Zeit ist.
    10. Fazit: Bei mir hat es sich sehr bezahlt gemacht. Ich höre heute besser als je zuvor. Auch für mich war es eine sehr schwere Endscheidung, aber mir blieben auch nicht viele Alternativen, da mein rechtes Gehör Kapriolen machte.

    Hoffe das ich hiermit weiterhelfen kann.

  46. Summergirl

    hallo Daniel 🙂
    ich befinde mich immer noch im Bewerbungsverfahren und ich bleibe auch erst mal dabei. Deine Checkliste finde ich sehr interessant.

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