Das Hören der Föten — prägt uns, was wir vor der Geburt hören?

Zu schön und zu lang war das Draußensitzen gestern im La Crapule.  Drum hier nur der Hinweis auf einen spannenden  Beitrag beim DLR Kultur — wie ungeborene Kinder hören — und ein paar eigene Gedanken dazu.

Z. B. das Lieblingslied, das Lied was die Eltern vorsingen, die Spieluhr, das erkennt das Baby nach der Geburt wieder.

Ich finde das ein wahnsinnig interessantes Thema. Wenn man davon ausgeht, dass sehr frühe Erfahrungen einen prägen, dann muss man vielleicht auch fragen was vorgeburtliche Höreindrücke auslösen. Ich habe mich z.B. schon mal gefragt, ob und welchen Einfluss es auf mich hatte, dass ich mir vor meiner Geburt anhören konnte, wie Krieg klingt — und sicher auch die Gefühle meiner Mutter dabei mitbekommen und sie mit diesen Geräuschen verknüpft habe.

Aber das ist ja ein extremes Beispiel. Meist werden Mütter ja heute schon verrückt gemacht, was sie alles tun und nicht tun sollen in der Schwangerschaft. Da sollte man ihnen wahrscheinlich nicht noch zumuten, besondere Klanghygiene zu betreiben. Jedenfalls nicht mehr als dass sie es sich gutgehen lassen sollten und — wo immer es geht — angenehme Klangumgebungen unangenehmen vorziehen sollten. Und das macht man doch sowieso. Oder?

[gefunden via deafread]

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4 Antworten zu “Das Hören der Föten — prägt uns, was wir vor der Geburt hören?

  1. Habe nachts Dein Blog entdeckt. Bin zwar noch nicht so firm in Technik u.a.- entscheidend ist mir gefällts 😉 und leider bin ich kein Radiohörer. Eigentlich wird man ja zugemüllt, soll stets und ständig hören. Die Geräusche der Natur werden übertönt usw.

    Das erste Sinnesorgan ist offenbar das Hören (nach dem Fühlen) und hören verbindet!!!! Nicht die Zigarette, nicht das gemeinsame Dinner, nicht der Sex … der Herzschlag, das Rauschen , das Grummeln im Bauch….das ist der erste Götterfunken und der werdende Papa lauscht doch auch manchmal von aussen oder nicht ??? Beeinflussung durch das Hören ist intensiver als das Sehen. Babys mögen neben dem Kuscheln das Flüstern und Singen (Die Töne der mütterlichen Stimme sind das schönste Liebeslied) Leider kann man sich die Umgebung nicht immer aussuchen – bestenfalls weghören, Neugierde ausblenden!!! und dann entspannen. Klanghygiene z.B. in den überfüllten Mega- kaufhäusern? nicht vorstellbar – da war es im Emmaladen spannender, interessanter und es menschelte viel mehr. Heute haben die meisten Menschen Scheu, wenn nicht gar Ängste, zu Gefühlsäusserungen zu stehen. Ja – wies da drin aussieht geht niemand was an.(frei nach Operette Land des Lächelns) und wir können alles tun, das unser Baby viel öffter herzlich lächelt…..

  2. Das Kind im Bauch hört die Außenwelt ja nur gedämpft. Sicher kommt auch da manches lauter, manches leiser rüber. Am unmittelbarsten hört das Bauchkind wohl die Mutter, sodass ihm deren Stimme schon vor der Geburt vertraut ist. Wobei sie ‚außen‘ sicher etwas anders klingt. Was ist, wenn die Mutter stumm ist? Dann gibt es immer noch den vertrauten Herzschlag, mit diesem Klang (bei Körperkontakt) kann man ein Kind nach der Geburt gut beruhigen. Was ist, wenn das Kind nichts hört? Dann bleiben immer noch die Berührungen? Ziemlich viele Fragen. Ja, ein sehr spannendes Thema…

  3. Deine Mutter war im Krieg schwanger? Welcher Krieg war das, wenn ich fragen darf?

    Ich habe bei meinen beiden Kindern die Erfahrung gemacht, daß sie völlig unterschiedlich auf mehr oder weniger die selben Geräusche reagiert haben. Saskia war sehr empfindlich. Lief im Raum eine Bohrmaschine oder laute Musik, merkte ich, wie sie sich regelrecht zu einer Kugel zusammenrollte und ganz klein machte. Tobias hingegen interessierte Lärm anscheinenen überhaupt nicht. Beide mochten Musik – die Tochter fetzigen Pop, der Sohn eher Klassik. Das war schon interessant zu beobachten. 🙂

  4. kace-68, willkommen!

    Andrea, 🙂

    Ute, im nahen Osten. Ansonsten: Ich bin da wirklich unentschieden, aber haben Deine beiden Kinder denn auffällig unterschiedliche Dinge gehört im Bauch?

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