Es gibt so Sachen mit Schwerhörigkeit…

…die hätte ich nie erwartet. Zum Beispiel finde ich mich in letzter Zeit regelmäßig vor solchen Schüsseln wieder:

Noodle Bowl, Foto: Not quite like Beethoven, all rights reserved

Das ist eine Thai-Nudelsuppe nicht vor, sondern nach dem Essen. Oder jedenfalls dann wenn alle anderen fertig sind.

Unterhalten konnte ich mich noch, während des Abendessens mit meinem Freund S. Das ließ die Lautstärke im Lokal gerade noch zu. Hab mich einfach besonders aufs Lippenlesen konzentriert. Aber die glitschigen Nudeln mit diesen glatten Plastikstäbchen aus der Suppe fischen — nur mit kurzem Hinsehen?! Nein.

Ergebnis: Fast alles Löffelbare ist weg, Nudeln mit nach Hause genommen.

Dass manch nette Aktivität logistisch überraschend schwierig wird, wenn man auf Lippenlesen angewiesen ist, habe ich hier schon mal am Beispiel des Knutschens beschrieben.

So, und jetzt bedanke ich mich, dass Ihr bei diesem wunderbaren Wetter so weit gelesen habt! Und wünsche einen schönen Sonntag.

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8 Antworten zu “Es gibt so Sachen mit Schwerhörigkeit…

  1. schmeckten die nudeln zu haus noch?

  2. Aufgebraten mit Ei, war okay. 😉 Aber nicht so der Bringer. Eigentlich war das Einpacken lassen und mitnehmen auch nur ein übriggebliebener amerikanischer Reflex — normal mach ich sowas nicht.

  3. Ich habe diesen Eintrag durch Zufall gefunden und musste so lachen 🙂 Grund: Mir passiert das auch des öfteren, selbst mit Menschen, die wissen, dass ich nur eine Sache mache. Also entweder ich sehe ab oder ich esse, und dass, wenn das essen kommt ich eigentlich gern essen möchte. Manchmal vergessen sie das aber.

    So saß ich mit meinem Kumpel M., den ich trotz seines stark schwäbischen Dialekt gut verstehen kann, beim Essen (und zwar da: http://www.heinsteins.de, ist zwar Selbstbedienung aber wer mal in der Gegend ist dem kann ich’s empfehlen) und hatte meine Suppe gegessen, hatte meinen Pudding gelöffelt, meine Kartoffeln ungewollt auf den Boden verfrachtet und ein kaltes Stück Fleisch auf dem Teller.

    Ist jetzt schon etwas her, aber ich bin dankbar, dass ich durch diesen Post daran erinnert wurde.

    Und dafür, dass das nich jemand kennt. Die Gehörlosen in meinem Umfeld behaupten nämlich, sie kennen so was nicht.

    Liebe Grüße

  4. Ich bin ebenfalls durch zufällig beim Rumklicken auf den Beitrag gestoßen.

    Mir passiert das auch des öfteren. Letzten Samstag war ich mit einer Freundin eisessen. Ich war als letzte mit meinem Eis und meinem Cappucino fertig….
    Okay, das lag außer an der Schwerhlörigkeit daran, das wir uns ganz lange nicht gesehen hatten, ich ganz vieeel zu erzählen hatte und es mal wieder schön war mit jemanden Gleichgesinnten in echt über Tolkiens Werke, Vereins-Kram (die Deutsche Tolkien Gesellschaft natürlich!) usw. reden zu können ohne 100- 200 km fahren zu müssen…

  5. Die Frage ist nur, ist die Fülle der Schüsseln in etwa gleich verteilt oder häufen sich die Ungleichheiten bei gewissen Personen. 🙂

  6. Das ist die Frage…
    Ich denke bei mir war genauso viel drin wie bei meiner Freundin. Allerdings hatte ich leckere große Mangostücke im Eis, die ich ohne das was runterfiel nicht anders als mit den Fingern rausbekommen hab und meine Freundin nicht… Die nächste Frage ist ob die Ungleichheit immer noch ist wenn wir beide das Gleiche vor uns stehen haben…

  7. Ich mache mir erst Sorgen wenn es über mehrere Essen hinweg mit wechselnden Teilnehmern immer wieder nur mir passiert.

  8. Pingback: High Noon, oder: Mit Kollegen Mittagessen | Not quite like Beethoven

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