Schöne Töne #8 — Sonderausgabe mit Geschmack!

Es steckt viel Spaß im -- Photo by Not quite like Beethoven, all rights reserved

Oje. Gerade arbeite ich so viel, da bleibt keine Zeit für gut beobachtete Einträge über Schwerhörigkeit wie diesen hier. Aber gerade wegen der Arbeit kann ich sagen: Würde ja gern mal den Menschen kennenlernen, der sich Toffifee ausgedacht hat.

Ich meine — hallo?! Karamell, ne Haselnuss, Vollmilch- Nougatcreme und  noch Bitterschokolade? Wobei man die Bitterschokolade zuerst herausbeißen oder rauslutschen kann, ja muss? Die als süßes Vorspiel auf der Zunge zergeht und einen durch die Wonnen der Milchschokolade Nougatcreme lenkt bis man schließlich krachend die Nuß zerbeißt? Und hinterher noch ein bißchen in der wohligen Wärme des Karamells schwelgt?

Ich kenn das ja schon seit ich klein bin aber wie abgefahren ist das denn eigentlich?! Dazu noch diese wunderbare Verpackung bei der man sich die Toffifees richtig erobern muss. Bis sie schließlich mit einem wunderbar knisternden Knacken aus ihrer Goldhülle springen…

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15 Antworten zu “Schöne Töne #8 — Sonderausgabe mit Geschmack!

  1. oooh wie schön beschrieben. ich hab auch immer zuerst die dunkle schokolade abgebissen, dann aber gleich die karamellhülle entfernt (sauber geht man aus der sache leider nie hervor), anschließend die nuss rausgebissen und zu guter letzt (weil einfach am besten) die nougatcreme auf der zunge zergehen lassen.

    und jetzt geh ich los und kauf mir nach jahren der abstinenz ne packung 🙂

  2. Oh, dankeschön, Paule. Hmm, auch ne interessante Reihenfolge, die Du da hast. Mal ausprobieren…

  3. Toffifee ist so eine typische 80er-Jahre-Süßigkeit. Vor dem Fernseher sitzen, Frank Elstner in „Wetten dass…?“ gucken und Toffifee essen. Das war es.
    Darf ich mir was für die nächsten Schönen Töne wünschen? Das Geräusch des Abreißens der Nutella-Abdeckfolie, wenn das Glas noch jungfräulich ist. Dazu die Herausforderung, die Folie trotz fehlender Abnippel-Lasche in einem Stück abzukriegen. Hier in Tassie gibt es Nutella übrigens in Plastik und mit Abnippel-Lasche, also was für Anfänger.

  4. So, „Tassie“ nennt man das also.

    Also ich habe die noch NIE abgerissen. Ich nehme immer ein spitzes Messer, steche direkt am Rand ein (tschkt) und schneide dann mit einer schwungvollen Bewegung exakt an der Innenseite des Glases lang (rrrrrsscchhh). 😉

  5. Klingt so wie in X-Man comics, wenn Wolverine seine Klaue ausnimmt…

  6. Ich will jetzt SOFORT ein Toffifee.

  7. Boxing B, da treffen ja Welten aufeinander. Ich will mir natürlich in so einer geradezu fundamentalen Frage kein Urteil über das andere Bekenntnis, ääh (streichen)… die andere Sichtweise erlauben. ABER: meine Methode scheint doch etwas filigraner zu sein.

    Elizabeth, das ist eine schöne Idee, wie Wolverine am Frühstückstisch sitzt und ein Glas Nutella öffnet. Von der Anlage her würde er sicherlich zur – natürlich falschen – Methode von NotquitelikeBeethoven neigen, aber wer weiß…

  8. Boxing B gefaellt mir, passt ihm auch. Ich hätte gerne Rogue dazu am Frühstückstisch. Was fuer schoenes Wortschatz ich hier kriege: „Abdeckfolie“; „filigraner“; „wenn das Glas noch jungfräulich ist.“ Das letzte koennte ein Stuck von Holderlein oder Rilke sein:
    Wenn das Glas jungfräulich ist,
    something something Twilight bisst.

    Aber, „der Suche nach Abnippel-Lasche liefert keine Treffer.“

  9. Elizabeth, allerdings, schönes Bild, das mit Wolverine. The word’s a small flap that helps prying it off.

    Frl von Rosenweiß, 🙂

    fräänk, ich weiß nicht was bei Abnippeln oder Abnibbeln filigran sein soll…

  10. Hm, also ich mag kein Nutella, mochte ich auch nie, also muss ich die Folie da auch nicht abgezuppelt kriegen. Das ist so weit ich weiß aber die gleiche Verschweißtechnik wie bei Trockenmilchgläsern, und da mache ich es so: Mit dem Fingernagel an der Seite reinstechen und dann das Papier abziehen. Ich kann das mittlerweile sogar in einem Stück. (Ich verbrauche sehr viel Trockenmilch.)

    Toffifees: Die sehen schon so schön retro aus. Wenn ich den Nerv dazu habe knibbele ich die dunkle Schokolade mit den Zähnen ab und lutsche den Rest so lange bis nur noch die Nuss da ist. Wenn ich den Nerv nicht habe lutsche ich die Schokolade eben mit ab, beiße das Toffifee aber vorher einmal durch.

    Mein Vater mochte Toffifee auch sehr gern. So gerne, dass er in seiner Reha damals Sehübungen damit gemacht hat. Er hatte mit dem einen Auge, nach dem das andere ganz Weg war, erst wahnsinnige Gleichgewichts- und auch Akkumulationsstörungen und die Therapeuten haben ihn gern „geärgert“ indem sie so eine Packung Toffifee auf Armeslänge von ihm entfernt auf einen Tisch gestellt haben, in davor gesetzt und dann sollte er eins nehmen. Die haben ihm in Aussicht gestellt, dass er alle essen darf, aber er hat das nicht geschafft. Der Grund war, dass er in der ersten Zeit vom weiten nur eine braune Fläche erkennen konnte.

    Als ich Kind war hat mich das goldene Folienzeugs wo die drinne sind (wenn jemand weiß wie das goldene Folienzeug richtig heißt erweitere er oder sie doch bitte, bitte meinen Wortschatz) immer fasziniert. Besonders als zu einer Schulkarnevalsparty – bei der das Thema Weltraum war – in der 2. Klasse ein Junge als Astronaut ging. Der Junge war Rollstuhlfahrer und seine Mutter hatte alle Flächen seines Rollstuhls mit diesem Goldzeug beklebt. Wahnsinnig toll.

  11. notquitelikebeethoven: Ist doch wohl klar. Das mit dem Messer kann jeder. Abnibbeln erfordert viel mehr Aufwand und Erfahrung.

    Elizabeth, der offizielle Begriff ist Abreißlasche, wie ferrero (Nutella-Firma) schreibt: http://www.ferrero.de/produkte/fragen.aspx?index=28#Warum%20wird%20bei%20der%20Deckelfolie%20keine%20Aufrei%C3%9Flasche%20verwendet?

    Habe übrigens wieder halb gelogen. Das letzte Nutella-„Glas“, das ich allein zu Recherche-Zwecken geöffnet habe, hatte auch hier keine Abreißlasche. Tassie-Nutella ist also in Teilen rehabilitiert.

    Salomea, warum musst Du soviel Trockenmilch zu Dir nehmen? Mein Mitgefühl ist Dir sicher.

  12. Hallo Fräänk, ich MUSS nicht. Jedenfalls nicht so lange ich keinen Kaffee zu mir nehmen MUSS. Ich danke für das Mitgefühl, aber das wirst du vermutlich schnell zurückziehen: Ich bin eine von den Banausen, die weder Kondensmilch noch Vollmilch, noch fettarme Milch, noch Sojamilch, noch Milchmädchen (diese süße Paste aus der Tube, wird von Nestlé hergestellt) oder sonstige flüssige Milch in ihrem täglichen Alltags-Kaffee – 0,5 l immerhin – mögen. Mir schmeckt er nur mit Trockenmilch. Und einem Süßstoff. 😉

    Liebe Grüße

  13. Also mit dem Messer ist doch nicht einfacher?!! Man muss sehr genau wissen wie man schneidet, damit es nicht doof aussieht.

    Wenn ich ehrlich bin, Trockenmilch habe ich noch nie probiert.

  14. Ich stimme Fraank zu–mit Messer ist keine Herausforderung 🙂

  15. Guten Morgen,

    Trockenmilch gibts unter dem Namen Kaffeeweißer in schönen braunen Gläsern, die man super zum Basteln mit Kindern nehmen kann. Kosten im Discounter: 0,65 Kosten im Supermarkt: 0,69 Inhalt reicht bei normalem Kaffeekonsum: ca. 2-3 Wochen. Sehr geeignet für: Leute die viel unterwegs sind und beim Autofahren Kaffee trinken, Leute die keine andere Milch im Kaffee mögen und Leute die nicht so viel Geld haben um sich zu ihrem wöchentlichem Kaffeekonsum von zwei Pfund (ich nicht! Kenne jemanden) auch noch entsprechend viel Kondensmilch zu leisten. 🙂

    Zum Antesten für Trockenmilch-Neulinge sei übrigens Mensa-Automatenkaffee empfohlen, bei der Auswahl mit Milch ist automatisch Kaffeeweißer/Trockenmilch mit drin.

    Liebe Grüße

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