Angenehme Überraschungen

Ich bin ein Freund angenehmer Überraschungen. Und jetzt wünsche ich mir mal ganz doll angenehme Überraschungen für die nächsten vier Jahre.

Ich fang mal wahllos damit an, dass nicht der Atomausstieg rückgängig gemacht wird und keiner diesen komischen Wunschzettel aus Alt-Moabit anfaßt.

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15 Antworten zu “Angenehme Überraschungen

  1. Atomausstieg wird eh nicht von heute auf morgen passieren 😉

  2. Zumindest um den Atomausstieg müssen wir uns ja keine Sorgen machen. Der ist schließlich unumkehrbar, wisst ihr noch?

  3. Alles was einmal entschieden worden ist, kann auch wieder umentschieden werden wenn es entsprechende Begehrlichkeiten gibt. Dass überhaupt die Kernkraft Renaissance hat, haben wir ja dem Klimawandel und der schlechten europäischen Energiepolitik (Rußland!) zu verdanken.
    Aber es stimmt schon, ich habe hier mehr so Laufzeitenverlängerung im Kopf. Ich weiß schon, dass es versorgungstechnisch Gründe dafür gibt, trotzdem würde ich das nicht wollen.

  4. Dafür, dass der Atomaustieg nicht rückgängig gemacht wird, dafür wäre ich auch. Ansonsten kann mich mich nicht so für die Leutchen die da jetzt regieren sollen begeistern. Fraglich bleibt ob es irgendwer anders besser könnte…

    Liebe Grüße

  5. @nqlb: War mir schon klar. Ich habe das eher im Scherz gemeint.
    @Salomea: Das klingt doch nach genau der richtigen Einstellung. Begeisterung für die Regierung finde ich sowieso immer ein bisschen beängstigend. Sogar bei so einem coolen Typ wie Obama.

  6. @Muriel: Finde ich gut, dass es noch jemanden gibt der „Begeisterung“ für irgendwelche Regierungen beängstigend findet. Mir hat auch die Euphorie bei Obama Angst gemacht letztes Jahr. Die Leute ketten dann in ihrer „Begeisterung“ irgendwelche Wunschvorstellungen an die Figur/Person, die sie da in ihrem Kopf idealisiert haben und ob sich das Bild dann irgendwie bewahrheitet oder nicht – beides kann nach hinten losgehen. Sowohl beim Volk als auch bei dem Politiker oder der Politikerin selber.

    Gibt es ja genügend Beispiele für.

    Liebe Grüße

  7. Also ich finde man kann von Obama sehr gut begeistert sein und trotzdem realistisch wissen, wie große Politik halt funktioniert. Und dass er auch nur ein Mensch ist.

  8. Ich verstehe den Punkt, aber von mir aus ist das grossere Problem in Amerika nicht zu viel politisches Engagement, sondern zu wenig. Republikaner nutzen sehr gescheit diese Angst aus, um lang-ersehnte Reformen zu blockieren. Was in rechten blogs zu lesen ist, Obama sei sowohl National Socialist, als auch Khmer Rouge, aus als Mao, und er will Amerika in einem Diktatur verwandeln (I wish I were joking). Ich arbeite im Massachusetts State House fuer ein state-senator, und deswegen soll ich politische Rhetorik folgen.

    Klar, kein Mensch soll angehimmelt werden. Aber wenn Obama wirklich diktatorisch waere, haette er deutlich mehr Erfolg, seine Ziele zu erreichen. Zum Bespiel, im Zentrum seiner Platform steht ein Gesundheitsystem aehnlich zu dessen Deutschland: „universal healthcare access“ with „public option“ (von Regierung finanziert.) Heute ist das Bill gescheitert, 18-15: http://www.nytimes.com/2009/09/30/health/policy/30health.html?_r=1&hp.

    Wirklich ein Niederlage.

  9. Guten Morgen Elizabeth,

    unabhängig von der Frage ob man nun begeistert sein kann/darf/soll von einer Person in der Politik:

    Meine „Schwester“ hat mir viele Artikel aus amerikanischen Zeitungen geschickt wegen dem was in Amerika jetzt los ist wegen der Gesundheitsreform und vor zwei Wochen etwa gab es auch einen Artikel im Deutschen „Focus“ darüber. Ich finde es sehr schlimm, dass es Menschen gibt, die jetzt Obama mit Hitler vergleichen oder sagen, dass er ein Nazi wäre. Ich denke, dass es gut ist was er mit der Gesundheitsreform vor hat. Es gibt zum Beispiel in Deutschland verglichen mit USA nur ganz wenige Menschen ohne Krankenversicherung und wenn Obama den vielen Menschen in USA ohne Krankenversicherung jetzt helfen will in dem er das System reformiert ist das gut und nicht schlecht. Ich denke, dass die Leute es nicht gewohnt sind und es deshalb auch nicht wollen, dass die Politik mehr Verantwortung übernimmt. Das ist sehr schade. Auch weil sie als Obama gewählt wurde ja wollen, dass sich etwas ändert. Und jetzt ändert sich etwas und das wollen sie auch wieder nicht.

    Der Sohn meiner „Schwester“ ist Mitte 20 und war in seiner Armee-Zeit im Irak. Das ist ein paar Jahre her, bis heute hat sich niemand um sein Post-traumatisches-Stress-Syndrom oder seinen Hörschaden – direkt neben seinem Ohr ist irgendwas explodiert oder so – gekümmert. Mit einem anderem Gesundheitssystem würde er zwar vermutlich lange auf einen Psychotherapieplatz warten, aber wenigstens so weit untersucht werden, dass klar wäre, ob er mit Hörgeräten versorgt werden kann oder was da überhaupt geschädigt wird. Jetzt wird er überall weggeschickt und verströstet. Sehr schade.

  10. the fräänk

    Aber was war das eigentlich mit dem Wunschzettel aus Alt-Moabit? Habe ich da was verpasst in meiner Abwesenheit?

  11. Dear Salomea, es tut mir Leid, ich hatte die Haende voll und nicht viel Zeit fuers Internet. I am so sorry to hear about your friend’s son. May I please give a piece of strange advice? When I was insured in German through BDAE (the letters could be different, I forget, but it was on Konigstrasse in Hamburg), I received excellent health care in both Berlin and Heidelberg, and never once had to ultimately pay a bill. This was an insurance company that specifically offers a program for German Auslaenders–the way it worked was, you pay the bill yourself and send them a receipt, and they reimburse you. I paid about 70 euros a month, despite the fact that I had a large number of doctor appointments (I was diagnosed with tinnitus in Germany.) In the US, „health care tourism“ is actually something people do. If the son is in his middle 20s, would he consider spending a period of time in Germany? If he’s in the army, he might be able to get an administrative job on a base.

    My second piece of advice is that Massachusetts does indeed have universal health care, called „Commonwealth Care.“ If you are unemployed, the state will pay your premiums. If he ever moved to Massachusetts, I work in the office of a senator and could arrange for our lawyer to write a letter advocating on his behalf.

    Best wishes

  12. Hallo Elizabeth,

    ich finde nicht, dass es „strange advices“ sind. Ich kenne das was du in der Königstraße meinst, weiß aber auch nicht wie es gerade heißt, weil ich in Heidelberg auch mal an einer Schule mit vielen amerikanischen Lehrern Praktikantin war.

    Der Sohn hat mal eine Zeit in Wiesbaden auf der Militärbasis gelebt, aber da kannten wir dieses Programm noch nicht. Ich denke nicht, dass er zurückkommen will.

    Er lebt in Montana und ich glaube auch nicht, dass er da weg ziehen möchte. Aber danke wegen der Information und das Angebot über „Commonwealth Care“.

    Liebe Grüße

  13. viele entscheidungen auf 2011 verschoben!
    keine angenehme überraschung für die nächsten vier jahre finde ich! :-/

  14. Allerdings nicht. Dieser Koalitionsvertrag ist ein Witz, da ist wirklich alles schwierige bis nach der Wahl in NRW ausgelagert…

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