Den Klauen der Akustik entkommen

Nicht immer nur das Sofa plattsitzen. Mit Freundinnen oder Freundinnen einfach losziehen. Dahin gehen wo’s nett oder was los ist, das Essen gut, die Drinks gekühlt — oder wo es einfach interessant aussieht, um’s auszuprobieren. Eine Selbstverständlichkeit, oder?

Nein. Nicht als stark Schwerhöriger. Sofern auch geredet werden soll, geht es immer um die Akustik und die ist eine strenge Herrin. Zu voll? Geht nicht. Musik im Hintergrund? Gestorben. Hohe Decken, blanke Wände, Steinfußboden? Vergiß es. Das einzige Etablissement am Platze in dem sich kein Schwein aufhält, aus gutem Grund vielleicht? Das wäre was für uns!

Es ist wirklich ein Krampf. Wie man unter diesen Bedingungen wenigstens einigermaßen bei Geschäftsessen akustisch überlebt, habe ich hier beschrieben.

Jetzt aber tut sich was. Gestern war ich mit Freundin N. aus — und sie sagte hinterher: „Hat mich ein bißchen gewundert, dass Du dieses Restaurant gewählt hast. Die Musik war schon etwas nervig.“ Und wißt Ihr was? Ich hatte einfach eins vorgeschlagen, ganz ohne groß drüber nachzudenken wie die Akustik war. Mit CI und Hörgerät war es: Ziemlich anstrengend.

Das muss man aber andersrum lesen: Es war möglich. Es war möglich! Gut, es war recht leer, also nicht gar zu schwierig. Aber ich werde das jetzt öfter machen: frei wählen.

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12 Antworten zu “Den Klauen der Akustik entkommen

  1. Das lese ich gerne. Sehr gerne.

  2. Glaub ich. Ich les das auch gern. 🙂

  3. Glückwunsch!
    „Mit Freundinnen oder Freundinnen“? Ich könnte es nur zu gut verstehen, wenn du das wirklich so hieltest, vermute aber eher, dass du dich vertippt hast.

  4. @Muriel
    *G

    aber mal einen dicken glückwunsch!! klingt im wahrsten sinne des wortes doch super! 🙂

  5. Hehehehe 🙂
    Aus Gründen der sprachlichen Einfachheit ist im obenstehenden Beitrag von „Freundinnen“ die Rede. Selbstverständlich sind aber, wo diese Form verwendet wird, die männlichen Freundinnen ebenso mitgemeint und angesprochen. Eine Diskriminierung ist ausdrücklich nicht beabsichtigt, nur Binnen-Is lehnen wir ab.

  6. das freut mich doch zu lesen (:

  7. Die männlichen Freundinnen? gg
    Da muß ich jetzt aber mal drüber nachdenken. 😀

  8. klingt gut. meine tante achtet immer auf genügend licht. da sitzen wir dann im gleißenden neonlicht, aber nett ist es trotzdem. weil sie so schön lacht.

  9. Toll! Das Gefühl kenne ich mittlerweile!Wie auftauchen aus einem finsteren Teich! Schön! Ich freue mich für Sie!

  10. emm, mich auch, wie gesagt. Mich auch.

    Regenbogen, und? Weitergekommen?

    Anika, stimmt, die Sicht hab ich vergessen. Dunkel geht nicht und scharf müssen sie sein, die Lippen. Bin gespannt, ob ich davon auch unabhängiger werde.

    frau frogg, danke! Eine passende Metapher.

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