Antenne Beethoven: Sich unter Blicken wohl fühlen

Manche Leute brauchen dazu gar kein Hörgerät, sie gewöhnen sich nie daran, dass Blicke anderer Leute auf ihnen ruhen. Ich hatte damit eigentlich nie ein Problem, obwohl ich ein dickes Hörgerät trug, seit ich in die Schule kam. Auch wenn ich es nie geliebt habe und nie fand, dass es gut aussieht, kann ich sagen: Ich habe mich nie geschämt. Meine Hörgeräte gehörten einfach zu mir.

Doch jetzt mit elektrischem Ohr kann ich zum ersten Mal nachvollziehen, warum sich Leute kein Hörgerät anschaffen wollen. Oder es ihnen so peinlich ist, dass sie es zuweilen abnehmen, nur damit damit man es nicht sieht. (Wie sieht das eigentlich aus, so ein Cochlea Implantat? Bei funny old life gibt es hier ein paar gute CI-Bilder.)

Eigentlich lächerlich, stimmts? Aber ich merke deutlich, dass es mich nervös macht, wenn ich in der U-Bahn stehe oder an der Kasse — und jemand mustert meine linke Kopfseite. Ich merke, dass ich die Mützensaison genieße.

Ich weiß auch, dass es egal ist. Viele wundern sich eh nur, wie das mit dem Kopfhörer eigentlich funktioniert, wenn er doch nicht einmal ins Ohr geht. Wie der da überhaupt hält! Und ich spüre, dass diese Phase vorbeigehen wird. Dass es sogar ein interessanter Aufhänger sein kann um Leute kennenzulernen. Aber im Moment ist es mir peinlich, dazu zu stehen, was an mir dran ist. Es sieht einfach nicht cool aus. Ich habe Lust, einen Witz daraus zu machen, die Leute zu verarschen. Wenn ich merke, dass sie gucken, auffällig zur nichtvorhandenen Musik mitzurocken.

Am liebsten aber hätte ich eine kleine Antenne, die ich auf Knopfdruck ausfahren kann, wenn ich merke, dass jemand guckt. Ha!

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42 Antworten zu “Antenne Beethoven: Sich unter Blicken wohl fühlen

  1. Das Gefühl kenne ich! Ich bin im Moment heilfroh, die Spule unter den Haaren verstecken zu können, obwohl ich weiß, dass es Quatsch ist. Dass man das zum Hybrid gehörende Hörgerät deutlich sehen kann, weil ich die Haare meistens hinter das Ohr klemme, macht mir dagegen rein gar nichts aus. Schon seltsam …

  2. Hm, das ist rein äußerlich schon eine Stufe weiter als ’nur‘ ein Hörgerät. Sicher ist es Gewöhnungssache, aber ich finde, es vermittelt einen ‚verletzlichen‘ Eindruck, warum auch immer.

    Ich glaube, ich habe noch nie ein CI in natura gesehen, ich würde also wohl auch starren… Hm.

  3. Nikana, echt? Ich würde gern diesen dicken Plastikwulst hinterm Ohr loswerden. Ich hätte gern nur die Spule! (Und dann etwa Funkverbindung zum Minimikro im Ohr und Prozessor in der Tasche.)

    Andrea, hm, verletzlicher kann ich nicht recht nachvollziehen. Ich finde es einfach noch eine Stufe unschöner als Hörgeräte. Wenn es allerdings nur die Spule wäre, dann siehe oben. Das fänd ich auch ästhetisch einigermaßen gelungen.

  4. Starren würde ich wahrscheinlich nicht – tue ich auch nicht, wenn ich mal im Geschäft oder im Zug Gehörlose gebärden sehe. Nicht daß mich das nicht interessieren würde – aber ich möchte gerade nicht, daß die sich angegafft fühlen wie die Affen im Zoo.

    In natura hab ich auch noch kein CI gesehen – allerdings mal im Internet, ich glaub, bei Tante Wiki unter Cochlea Implantat haben die so ein Bild. Verletzlich fand ich das aber auch nicht. Verletzlichkeit äußert sich für mich mehr in Gesichtsausdruck, Augenausdruck oder Wehrlosigkeit.

  5. Ich meine damit nur das Im-Ohr-Gerät, ich habe ja sowas: http://www.cochlear-europe.com/images/634_LR_Freedom_Hybrid_Sound_Processor.jpg

    Das Ding hinter dem Ohr wäre ich auch gerne los, das nervt meistens. Nur die Spule fände ich jetzt auch ganz cool. Bei Frauen kann das auch leicht als seltsame Haarspange durchgehen. 😀

  6. Verletzlich: ähem, da hab ich irgendwie falsch gedacht. Am-Ohr-Hörgeräte kennt man ja. Sieht nicht schön aus, ist aber kein ungewöhnlicher Anblick. Ich dachte bei dem Magnetdingens, dass es nicht nur am, sondern im Kopf ist. Und somit eine Angriffsfläche. Was aber ja nicht der Fall ist.

    Starren: Ja, was heißt hier starren. Für mich heißt es, dass ich neugierig bin und hinschaue, nicht krampfhaft wegschaue. Das mag für den, der angeschaut wird, leicht unangenehm sein, aber irgendwohin muss man ja gucken, und man kann ja vom CI dann mal schnell zu den Augen des CI-Trägers wechseln. Es rennen so viele Leute rum, die niemanden anschauen, dass ich Gucken GUT finde. Solange es nicht penetrant ist. Gibt ja immer Leute, die das übertreiben, die Gaffer, wie ich sie mal nennen will. Unfalljunkies und so. Kurzum: starren muss nicht negativ sein… (Wir sind doch alle Affen im Zoo. Schöne Affen, komische Affen, Affen mit Brille, Affen mit Zahnpasta auf der Nase, Affen mit CI, Affen da, Affen dort…)

  7. @Andrea: Ich finde, du hast das echt schön gesagt mit den Affen. 🙂
    Ich bin auch jemand, der gerne guckt. Ich finde auch, dass es nichts negatives ist. Ich gucke einfach, vielleicht weil mir die Jacke gefällt oder die Mütze, die Frisur, die Augen, was auch immer. Weil jemand interessant oder geheimnisvoll aussieht oder einfach ganz normal. Und ja, ich seh dann natürlich auch, dass jemand ein HG oder CI hat. Aber ich „glotz“ da dann nicht extra nur aufs CI. Sooo spannend finde ich das auch nu wieder nicht. 😉
    Ich finde besser, man guckt die Leute an, auch gerne mal in die Augen, als man starrt so blöde auf den Boden oder in die Luft.

  8. Danke für das Kompliment, daß ich „blöde“ auf den Boden oder in die Luft starre. 😉

    Ich geh da halt von meinen eigenen Gefühlen aus und mir wär das total unangenehm, wenn mich jemand nicht nur mit Blicken streift, sondern länger anstarrt (oder ich sag mal anschaut, bevor sich noch ein paar angegriffen fühlen 😉 ). Von daher schaue ich lieber leicht vorbei – nicht allzu auffällig, demonstrativ und verkrampft, aber ich guck auch nicht länger hin.
    Kann man aber machen, wie man will.

  9. Nikana, ah stimmt, da hatte ich Deinen kommentar etwas zu schnell gelesen…

    Regenbogen, na wirklich Starren ist nochmal was anderes. Das ist mir auch noch nie passiert. Für die hier beschriebenen Gefühlsregungen allerdings braucht’s kein Starren, es reicht das Bewußtsein, dass man überhaupt wahrgenommen wird. Aber gerade deswegen bin ich ganz bei Andrea: Ich finde, da sollte man sich dran gewöhnen, interessiertes Gucken ist eigentlich was Gutes.

    Eule, „soo spannend finde ich das auch nu wieder nicht“ Irgendwer hat mal gesagt, Schüchternheit/Minderwertigkeitskomplex sei eine Form von Egozentrik. Die verkenne nämlich, dass man gar nicht so interessant sei, dass sich alle ständig mit einem beschäftigen. 🙂

  10. Mir ist im Alltag schon recht oft ein CI (samt Mensch) begegnet (einmal an der Uni, einmal im Zug nach Köln, einmal beim Shoppen und mein Supermarkt-Kassierer hat auch zwei). Allerdings bin ich da vielleicht auch etwas sensibilisiert, weil ich vor Jahren mal in einem Praktikum mit vielen CI-Kindern gearbeitet habe und mir seit dem alles was mit Ohren zu tun hat sofort auffällt.
    Ich muss auch zugeben, dass ich CI gar nicht unästhetischer finde als Hörgeräte. Eigentlich finde ich sogar, dass ein CI ziemlich cool aussehen kann. Wobei es auch immer ein bisschen auf den Typ Mensch und das CI-Fabrikat ankommt. Meistens gefällt mir AB am besten, bei Cochlear mag ich die Spule nicht so. Welches CI hast du denn?

  11. Okay – einigen wir uns auf einen Unterschied zwischen freundlich anschauen und starren.
    Vielleicht hat Andrea da einfach in ihrem ersten Posting das falsche Wort verwendet und das hab ich dann wörtlich genommen. Alles klar? 😉

  12. @Regenbogen:
    Naja, wenn man einfach an Leuten vorbeischaut, finde ich das ok. Aber es gibt so Leute, die versuchen krampfhaft (das merkt man auch) jemanden NICHT anzusehen und starren deshalb auf den Boden oder in die Luft. Und ich glaube, so machst du das nicht, wenn ich deine Beschreibung richtig verstehe. 😉

  13. iolanthe, ja geht mir auch so. Seit ich angefangen hab, drauf zu achten, seh ich ziemlich viele! Und ich denke, es wären wohl die meisten Leute, die ein CI nicht unästhetischer fänden als ein Hörgerät. Finde gerade die Spule bei C auch recht — kantig.

    Was okaye und weniger okaye Weisen des Guckens und Wegguckens angeht — Lächeln hat auch noch nie geschadet.

  14. Wow, being stared at is completely annoying. I wonder why people don’t realize how uncomforable it can be? I got this when I had to wear a neck brace. A benefit is that Boston cars tend to „pretend not to see“ pedestrians, but they would invariably come to a screeching halt when I had the neck brace on.

    One option would be to up the ante with Head Tattoos: http://3.bp.blogspot.com/_mmBw3uzPnJI/SXYXe9pvkGI/AAAAAAAAf-8/xQWCD3Sj7HY/s400/Head-Tattoos-13.jpg

  15. Hallo Regenbogen, ja, starren war in dem Kontext vielleicht missverständlich, aber irgendwie schon richtig – wenn ich das erste Mal jemanden mit CI sehen werde, werde ich da wahrscheinlich doch etwas länger hinschauen…

    Aber ich mag Hingucken wirklich, denn da bekommt man manchmal ein wunderbares Lächeln, das hat mir schon öfter den Tag gerettet. 🙂

  16. Naja, mag dran liegen, daß ich eigentlich nie ein Lächeln fürs Hingucken kriege und wenn jemand bei mir hinguckt, dann höchstens, um mit Freunden blöde Bemerkungen zu machen.
    Insofern – auch durch meine Schulkameraden – hab ich schon als Kind gelernt, daß es das Beste ist, wenn einen niemand wirklich bemerkt….mag sein, daß es bei mir daran liegt.

  17. Was das Starren an sich angeht: Wenn jemand mal wirklich starrt, ist es am besten, denjenigen einfach freundlich anzulächeln. Das bringt ihn meistens aus dem Konzept. Vielen Leuten ist gar nicht bewusst, dass sie jemanden anstarren, erst wenn der angestarrte bewusst zurückguckt fällt es ihnen auf. Das habe ich auch im Spätsommer in der Straßenbahn feststellen können, als ich die Haare hochgebunden trug und ein Mann die Spule ungläubig und nahezu angeekelt anstarrte. Ich habe den einfach angegrinst, prompt ist er rot geworden und hat weggeguckt. In diesem Moment hätte er mir sogar leid getan, wenn nicht so viel Ekel in seinem Blick gelegen hätte … Ehrlich, so schlimm sieht da auch wieder nicht aus. 😉

  18. Elizabeth, hehehe, I like those eyes on the back of the head, I could put them on the side. I remember those cars, too!

    Regenbogen, ja, diese auf dem Schulhof gelernten Reaktionen sitzen tief, das kenn ich. Ich meinte es v.a. wie Nikana, Lächeln als Reaktion auf angeguckt werden ist die Allzweckwaffe. Und führt auch noch zu guter Laune.
    Natürlich darf man auch lächeln wenn man selber wen anguckt. Andrea macht’s ja schon in ihrem Avatar vor. 😉

  19. Wenn einer glotzt, geheimnisvoll nach rechts und links schauen – sich dann rüberbeugen und flüstern: „Das ist der neueste Prototyp vom iPod – und ich konnte damit grade eben hören, was sie gedacht haben… Also vorsicht!“

  20. So, das hier ist also doch ein Erlkönig?! Wußt ich’s doch…. 😉

  21. Ähm, eine Frage: Wie meinst Du das mit dem Avatar? Das Lächeln? Siehst Du da was Anderes als ich? Grübelnde Grüße, A.

  22. Ich sehe da zwei Dinge: Einen Teil eines Bildes mit einer Frau mit Rock, die Arme erhoben, vielleicht jonglierend. Und ein Lächeln. So ähnlich wie ein Teddybärenlächeln. Schräg geneigt, die Arme bilden das Lächeln.

  23. 😮
    Ein Mann mit einer regen Phantasie, der Not quite like Beethoven. 😉

  24. Bei mir sieht man ja nichts – der weiblichen Haartracht wegen …
    Ein Freund von mir trägt zwei BAHAS – er wurde oft angesprochen und hat sich folgenden Spruch zurecht gelegt: „Das kennen Sie noch nicht? Es sind meine Satellitenschüsseln – damit kann ich alles live empfangen“.
    An Wunder der Technik glauben die Leute zu gerne. Da darf man auch mal ein bisschen übertreiben.

  25. Ich muss da jetzt mal ne etwas dumme Frage stellen: Wie ist denn das beim CI order bei traditionnellen Hörgeräten, wenn man die Haare über’s Mikro drüberschiebt? Macht das nicht irgendwelche Geräusche, die störend wirken? Wenn dann noch Wind ist und die ständig hin und her flattern? Und wo ich grad beim dumm fragen bin 🙂 wie ist das mit körpereigenen Geräuschen, wie zum Beispiel der eigenen Schritt beim Laufen? Ich hab neulich mal nen gehörlosen Freund (ohne CI, ohne Hörgerät) gefragt, ob er seinen Herzschlag ‚hört‘, und er meinte ganz selbstverständlich, dass er ihn natürlich spürt. Er war ganz erstaunt als ich ihm mitteilte, dass wir Hörenden unseren Herzschlag nicht spüren, es sei denn, wir legen die Hand aufs Herz oder an eine Schlagader… meine Fragen habe zwar nicht so wirklich was mit dem eigentlichen Thema oben zu tun, würde mich aber doch mal interessieren 🙂

  26. Also, ich spür meinen Herzschlag manchmal schon…je nach Anstrengung und wenn ich auf dem Bauch liege…und je nach Herzrhythmus.

  27. Katinka, haben die Leute das überwiegend geglaubt? 🙂

    Atchoum, alles was am Mikro rumwuschelt macht Geräusche. Aber das ist (fast immer) wie bei Deinem Beispiel mit Herzschlag nicht spüren – man gewöhnt sich dran und nimmt es weniger bis gar nicht war. Auch Schritte beim Laufen, aber das mag bei jedem anders sein.

    Ausnahme: Windgeräusche, an das himmlische Kind konnte ich mich nie gewöhnen…

  28. I started wearing aids when I was 24, and I used to hide them because I felt embarrassed. Now I flaunt them. I don’t care what people think. Sometimes I think others expect me to be embarrassed about them, because they know they would hide their aids if they wore them. But I don’t hide them now. I do exactly the opposite– and I have discovered that it’s weirdly appealing to some men.

  29. Ich kann Dich gut verstehen, dass Dich das Geglotze nervt, doch lass sie glotzen und denk Dir dEinen Teil!
    Als Kind mußte ich ein Korsett tragen. Dafür wurde ich von den hässlichsten und blödsten Kindern nur gehänselt und geärgert. Die mussten vielleicht kein Korset tragen, sahen aber dafür aus wie eine Schüppe Würmer!

  30. @nina:
    Ach, beim CI passiert das auch – daß es ausgerechnet diejenigen sind, die´s gerade nötig haben, die die Klappe aufmachen?

    Hab mich als Kind auch immer gewundert (auch als Erwachsene), was für Leute einen als häßlich verspotten…..

    Wahrscheinlich haben die´s nötig, ihr nicht vorhandenes Selbstbewußtsein dadurch aufzupeppen, indem sie andere klein machen – und bei Claudia Schiffer würd das wohl nicht ziehen. 😉

  31. Kim, your zebra stripes are really cool, no doubt about that. But „weirdly appealing to some men“? That sounds a little frightening. Could you elaborate a bit?

    Nina, die „Abgebrühtheit“ muss ich mir mit dem CI erst noch erwerben. Aber wie gesagt, das kommt noch.

    Nina und Regenbogen, ja erstaunlich, nicht? Ich glaube wirklich wer sich selbst und seines Platzes in der peer group einigermaßen sicher ist, macht das nicht.

  32. Naja, das kommt auf die Person an.
    Ich hab auch Leute gekannt, die waren unangefochtete Führungspersönlichkeiten (also, nicht vom Charakter her – aber sie gaben halt den Ton an), die sich selbst aber dennoch herausgestellt haben, indem sie die Außenseiter getriezt haben.

    Natürlich gibt´s das andere Phänomen auch – Leute, die eigentlich selbst unbeliebt sind (warum auch immer), und die dann nach jemandem suchen, der in der Hackordnung noch unter ihnen steht. Und wenn sie auf dem rumhacken, lachen die anderen nicht mehr über sie.
    Siehe Amerika. Lenke von innenpolitischen Problemen ab, indem du Kriege führst, dann geht das Augenmerk auf die Außenpolitik.

  33. @ Rainbow– Meaning no offense, but lately America’s focus has been on domestic issues. Healthcare and jobs. Bush was horribly out of touch with real people, no doubt because he was raised with a silver spoon in his mouth and never fought in a war or was affected by one. I do agree with you that he was a master at distraction, but only the stupidest half of the US was fooled. He wasn’t even elected by the majority of us the first time around.

    @not Beethoven. I don’t think men are attracted to zebra stripes. haha! I think all people are attracted to self-confidence. There is no shame in hearing loss. We have all done our best to overcome a huge challenge. I take great pride in that. If others stare, I stare back. I am open about my hearing loss and hearing aids. This is the point of wearing zebra stripes.

  34. Well said! 🙂

    „The point of wearing zebra stripes“ would be a great title for a book, or at least an article!

  35. @Kim:
    Ich meinte auch eigentlich den Beginn des Irak-Krieges. 😉
    Daß man damit heute nicht mehr so ganz davon ablenken kann, daß man neben den innenpolitischen jetzt auch noch außenpolitische Probleme hat….klar.
    Denke aber schon, daß Texas-Schorschi damals dachte, er marschiert nach Bagdad und dort empfangen ihn alle Iraker als ihren Erlöser und die amerikanischen Soldaten tun fürderhin nichts anderes mehr, als den irakischen Kindern Schokolade zu schenken. Hätte einen tollen Erfolg bedeutet, der seine innenpolitischen Probleme sicher verschleiert hätte. Vorauszusehen, was nun wirklich passiert ist – nun, dazu fehlte ihm dann wohl die Weitsicht.

    Und ja, daß er weniger Stimmen hatte als Al Gore, hab ich auch mitbekommen. Ich muß gestehen, daß ich ein System, das denjenigen mit weniger Stimmen zum Wahlsieger erklärt, nicht verstehe.

  36. Ich habe vor ein paar Wochen einen CI-Träger „live“ gesehen. Und da ich durch deinen Blog und meine Beschäftigung mit dem Thema für die Uni ja erst seit ein paar Monaten sensibilisiert bin, bin ich mir nicht so sicher, ob mir vorher nicht vielleicht schon mal der ein oder andere CI-Träger nicht aufgefallen ist. Ich finde nämlich wirklich, dass man beim schnellen drübergucken denken könnte, es wäre ein Headset.
    Wenn jemand in der U-Bahn oder an der Supermarktkasse vor einem steht guckt man aber natürlich länger auf den Hinterkopf des Vordermannes und wird dadurch dann wohl doch den Unterschied bemerken.
    Ich war auf jeden Fall ganz begeistert ein CI mal in natura zu sehen und habe vermutlich leider wirklich etwas zu intensiv gestarrt. Dafür habe ich den guten Mann dann aber auch begeistert angestrahlt, als er sich umgedreht hat und ich hoffe, dass das mein Starren etwas kompensiert hat.

  37. Hihihi, ich jedenfalls würde mich sehr freuen mich umzudrehen und in mich begeistert anstrahlende Augen zu schauen 🙂

  38. Die humorvollen Ideen finde ich toll! Sowas wie „Satellitenempfang“ oder „neuer iPod“ find ich sehr witzig. Ich denke aber auch, dass kaum noch Leute starren, weil doch heute jeder irgendein Gedöns zum Hören am Kopf hat. Da fühlt man sich doch mit CI schon als was Besseres – „sophisticated“.

    Ich kann mich bloss immer noch nicht an die Leute mit handy-headsets gewöhnen, die ganz plötzlich und unvermittelt losbrüllen – in der Bahn, im Supermarkt, im Wartezimmer. Erschreckt mich immer. Nur am Blick merkt man, dass die gerade telefonieren. Bin dann froh, wenn zumindest ein Kabel oder kleines Mikro zu sehen ist. Geradezu unheimlich, sowas.

  39. Oh, diese Bluetooth-Headsets finde ich auch ganz furchtbar. Ich dachte mal, mich würde ein Mann ansprechen und habe eine Weile gebraucht, bis ich merkte, dass er telefonierte, weil ich natürlich mal wieder kein Wort verstanden habe. Was guckt der mich aber auch die ganze Zeit an, wenn er telefoniert? Tz …

  40. @Rainbow– Yes– he lacked foresight. There is some evidence he was planning on taking Sadam out even before 9/11 (not that Sadam has anything what-so-ever to do with 9/11 mind you). All the experts on the middle east warned he could not possible be successful in the war effort, but he forged ahead anyway–experts be damned. Now, eight years later we’re still at war, still running up debt, and still have no national health care plan. If I could I would become Canadian. Easier said than done.

  41. Pia und Nikana, alse einfach kurz leer in die Gegend stieren und dann losbrüllen das nächste Mal. Oder jemand ansehen und reden — aber nicht mit ihm. Vielleicht einfach mal alles rauslassen, was man dem Chef schon immer mal sagen wolle … 😉

    Ich seh schon, auch ohne ausfahrbare Antenne ist da alles mögliche drin…

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