Technikfolgenabschätzung: Das eigene Schmatzen

Wer kennt das nicht — den Pickel auf der Backe, die schlechtsitzenden Haare oder der Soßenfleck auf dem Hemd. Und man läuft stundenlang damit rum, nur weil es gerade nirgendwo einen Spiegel gab, in dem man’s hätte sehen können.

Es ist eigentlich banal: Sich selbst wahrnehmen hilft bei der Selbstkontrolle. Darum hört man’s ihnen ja auch oft an, wenn Menschen ihr Gehör verlieren: Ihr Sprechen verändert sich, weil sie sich selbst nicht mehr hören.
Mit dem elektrischen Ohr merke ich das ja gerade selber, nur auf umgekehrtem Wege: Ich ertappe mich häufiger selbst beim nuschelig Reden.

Nun mag nicht jeder so pingelig sein wie ich. Aber — ob dieses neue, an den Zähnen befestigte Hörgerät wirklich so eine gute Idee ist? Das die Leute zum Essen herausnehmen müssen und, so dass sie ihr eigenes Schmatzen nicht hören? Ich glaub, das ist nicht gut für die Tischsitten…

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10 Antworten zu “Technikfolgenabschätzung: Das eigene Schmatzen

  1. Oh good Lord. What will they think of next? At least you could wear it in the pool? But I would rather be able to hear when eating in a restaurant.

  2. My guess would be: No wearing in the pool because it still entails a mic behind or in the ear. If it really works well I think it might be a non-invasive alternative for people who would otherwise get a baha- or an implanted hearing aid. No surgery needed.

  3. Ach, ob mit der ohneHörgerät, wer schmatzt , der schmatzt. Mein Bruder hat keinen Hörschaden und schmatzt trotzdem. Da hilft meist nur Gewalt….

  4. Der Artikel über das Gebiss-Hörgerät ist ziemlich interessant. Die Entwicklung solcher Ideen ist so aufwändig, dass wirklich ein zu erwartender Vorteil dabei herauskommen müsste, sonst würden sie nicht so viel Geld da hinein investieren. Das baut man ja nicht morgens zwischen 9 und 1o Uhr. Scheint also wirklich vielversprechend zu sein.

    Aber: Sieht aus wie ein Scherz.

    Wie ist das denn, wenn man Knäckebrot ist und gleichzeitig damit hört? KRRaCKS. Ach so, ja, Essen und Hören sind ja dann wieder zwei streng getrennte Unternehmungen. (War ja schon Thema im Blog, dass uns immer das Essen kalt wird …)

    Da ist dann Schluß mit Geschäftsessen. Oder der Kellner bringt dann nicht nur einen Teller für den Teebeutel, sondern einen Teller zum Hörgerätablegen – IGITTE!

    Also, ich finde das Gerätedesign hinterm Ohr doch besser – und auch ausbaufähiger. Da sollten Schmuckdesigner mal dran …

  5. Eigentlich finde ich die Idee gar nicht so schlecht. Beethoven biss ja zuletzt auch auf ein Stück Holz, dessen anderes Ende er in sein Klavier legte (er hatte offenbar eine Otosklerose und hörte deshalb über die Knochenleitung besser). Aber eben: Mit Tischgesprächen ist es dann vorbei. Und Tischgespräche sind doch so wichtig.

  6. Nina, na dann ist ja gut, dass ich noch nie den Spruch gehört hab, „Hörgeräteträger schlägt man nicht.“ :-9

    Pia, das System ist zweiteilig, das Mikrophon ist am Ohr. Nicht das Knäckebrotknacksen zu hören scheint das Problem, sondern dass der Teil im Mund beim Kauen stört.

    frau frogg, ja, funktionieren tut es, keine Frage.

  7. Where did you find that picture of my teeth?

  8. Hehehe, see that’s what happens if you leave it lying about on the internet 😉

  9. Och, das wäre bei meinem Bruder egal. Ob mit oder ohne Hörgerät,ich könnte ihn des öfteren prügeln!

  10. Na dann hoffe ich, dass er Dir noch lange erhalten bleibt 😉

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