Die Kluntjes Mission — accomplished!

War es Angst, die mich so lange daran hinderte die damals fehlgeschlagene Kluntjes-Mission wieder aufzunehmen? Immerhin, ich war ja schon ein zweites Mal gescheitert. Oder ist es doch nur Trägheit, die Bequemlichkeit der Zivilisation?

Egal, heute jedenfalls habe ich mir ein Herz genommen und mich wieder aufgemacht. In die Grenzbereiche. Bei anderen mag das wilde Parties, schöne Frauen und Exzesse beinhalten, mir reicht dafür ein Zuckerstück oder zwei. Und das ist nicht metaphorisch gemeint…

Die Mission war die gleiche wie vorher: Hören was noch kein Mensch ich noch nie gehört hatte. Neben dem unverzichtbaren heißen Tee und Kandis diesmal neu dabei: Mein elektrisches Ohr.

Und diesmal war es da! Ein knisterndes Knacken, fast ein Brizzeln — und die der das? Kluntjes sank zerborsten auf den Grund der Tasse.

Zufrieden nahm ich einen Schluck Tee. Die nächste Mission kann kommen…

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26 Antworten zu “Die Kluntjes Mission — accomplished!

  1. Da ist Zwiebelmuster auf dem Geschirr… Aber der Tisch sieht für mich echt gut aus.

  2. Herzlichen Glückwunsch! Gerade die heimische Essensproduktion birgt so viele wunderschöne Geräusche, die beim Hinhören schon Appetit machen. 🙂

    Ich koche viel nach Gehör, gerade beim Anbraten kann man mit etwas Übung hören, wann es Zeit ist, den Pfanneninhalt zu wenden. Ich hoff dein CI bringt dich auch irgendwann so weit. 🙂

    Und das Zwiebelmuster, das heißt „retro“. 😉

  3. Mission erfüllt!
    Herzlichen Glückwunsch!

  4. Muriel, ich mag gerade die Kombi. Und eigentlich sind es ja Granatäpfel 🙂

    Evi, Dein Kommentar hat mich gerade an ein Dutzend weitere Kandidaten für die Rubrik „schöne Töne“ erinnert. 🙂 Das mit dem Wenden konnte ich allerdings noch nie hören, an was für Pfanneninhalte dachtest Du denn?

    Nina, 🙂 ja, jetzt muss ich mir eine neue suchen.

  5. Kochen nach Gehör ist ein schönes Thema, das schaffe ich auch so langsam. Wenn die Flüssigkeit verdampft ist, hört es sich für mich inzwischen ganz anders an als vorher. Früher habe ich in erster Linie nach der Nase gekocht, jetzt kann ich Nase und Ohren so langsam kombinieren. 🙂

    Das Tee-Experiment muss ich unbedingt auch einmal machen, obwohl ich keinen Zucker im Tee mag. Was macht man nicht alles für die Wissenschaft … 😀

  6. Nikana, gut so, man darf den Selbstversuch nicht scheuen ;-)!

    Klar, wenn noch Flüssigkeit im Topf ist hört sich’s anders an als wenn nicht. Und wenn weniger (meist) anders als wenn mehr. Frisch in die heiße Pfanne mit Fett/Öl gelegt hört das Bratgut nach einiger Zeit auf zu britzeln etc.

    Aber zum Wenden, einen Pfannkuchen z.B., muss ich einfach sehen (wie der Teig aussieht) mal dran rütteln. Aber mal sehen, ich werd mal drauf achten…

  7. @Nikana: Für diesen Tee kann man wirklich eine Ausnahme machen – und die Milch nicht vergessen, die Wölkchen sehen hübsch aus…

  8. Ist das eine Ostfriesenmischung? Der ist mir meistens zu stark, auf sowas sind wir Südländer nicht eingestellt. 😉 Aber ich besorge mir demnächst mal todesmutig eine Probepackung und stürze mich in das Experiment!

  9. Fabelhaft! Und wenn wir uns das nächste Mal sehen, spielen wir Stille Post, ja?

  10. Erst mal Glückwunsch zur gelungenen Mission! 😉
    Kochen nach Gehör, interessant. Also auch als Hörende wende ich meine Pfannkuchen nicht nach den Geräuschen, sondern danach ob sie sich lösen und schön braun sind. Aber bei zB Gemüsepfanne gebe ich erst einige Zwiebelstücke ins Öl und höre dann wann es anfängt zu zischen und dann kann der Rest rein. 😉

  11. Andrea, ich tue nur sehr selten Milch rein, bin also nicht so der Experte. Aber habe den Eindruck, dass Sahne noch schönere Wölkchen macht.

    Nikana, nein, das war ein Flowery Assam. Sehr schön! Ich bin gespannt was Du berichtest und vor allem was Du verkostest.

    Berlinessa, Sprachverstehen ist nochmal was anderes. Und ich muss gestehen: Ich hab das Spiel schon als Kind gehasst. Darfst mir aber gern was flüstern, bald…

    Eule, danke 🙂 So eine kleine Zwiebelvorhut kommt bei mir auch manchmal als Kundschafter zum Einsatz. Ich habe gerade überlegt, bei ganz dünnen Hamburgern könnte ich vielleicht hören, wann ich sie wenden muss…

  12. Pia Butzky

    … du schreibst dann aber auch noch was zum angeleiteten CI-Hörenüben – nach dem Tee, gelle, Teetassen-Beethoven? Oder kommst du davon und darfst ganz für dich selbst die Hörwelt erkunden? Wir Niedrighorizontigen unter den CI-Trägern müssen nämlich öde Sprachübungen machen, ganz ohne Kluntjesknistern und Silberlöffel, stattdessen mit Zweisilbern, Zahlenverständnis und Worterkennen im Störschall. Drängle drängle: Musst du auch? Musst du nicht? Was sagst du dazu? Quengelig: Die Butzky.

  13. Pia Butzky

    … zum feinen Knistern noch eben dies: Mir ist mal an einem lauschig-entspannten Abend in der Badewanne aufgefallen, dass ich das leise Platzen der Schaumblasen hören könnte, so fein war mein neues CI eingestellt. Ein zufriedenes Lächeln, und im nächsten Moment *KREISCH* war ich raus aus der Wanne. Wassergeräusche hören – das ist wie eine unbeaufsichtigte Tasche am Flughafen. Nix wie weg, höchste Alarmstufe.

    Eine Bekannte war mal vom Duschgeräusch fasziniert, aber nur ganz kurz: Im nächsten Moment war ihr CI abgesoffen. Es hätte sich aber toll angehört, das Plätschern, sagt sie.

  14. Pia, übers Hören Üben schreibe ich morgen. Ansonsten, Panik in der Badewanne kommt mir ein wenig unangebracht vor. Oder hast Du etwa ein Jacuzzi? Oder bist ne Schwerstplantscherin? 🙂

  15. Beim Kochen nach Gehör befinde ich mich meist 1-2 Zimmer entfernt von der Küche, aus schierer Faulheit, meistens vor TV oder Rechner. 😉
    Hilfreiche Geräusche sind natürlich die „Blubbs“ aus dickflüssigen Soßen -> Temperatur runter und mal umrühren; die Brutzelgeräuschveränderung, wenn die Maillard-Reaktion getan hat, was sie tun sollte -> Fleisch wenden. 😉 Klappernde Topfdeckel, seltsame Zischgeräusche aus dem Backofen (dein Auflauf kocht über) oder von der Herdplatte (niemals Deckel auf aufkochendes Nudelwasser mit Nudeln drin wenn man nicht nebendran steht und guckt! ;)).

    Lieblingsgeräusche beim Kochen sind aber meistens kleine, feinere. Karamell auseinanderknacken, Pfannkuchenwenden mit Hochwerfen und zufriedene Schmatzer wenn die richtige Seite auf den Pfannenboden trifft, das Geräusch von Buttermesser auf knusprigem Weißbrot, Baiser beim Draufbeißen… Ich könnte ewig weiter machen. 😉

  16. Oh, das erinnert mich an etwas, worüber ich schon vor einer Weile schreiben wollte: Ich liebe das Geräusch, das entsteht, wenn man Lindt-Schokolade durchbricht. Dieses satte Knacken, gepaart mit dem wunderbaren Schokoladenduft, der in diesem Moment aufsteigt … Alleine schon dafür könnte ich nahezu täglich meinen Lieblingsschokoladenkuchen backen. Wenn der nur nicht so viele Kalorien hätte!

  17. Pia Butzky

    Panik in der Badewanne, verehrter Trockenshampoo-Beethoven, ist dann angesagt, wenn man drin liegt und – etwas hört!
    Dann hat man nämlich VERGESSEN, DAS CI ABZUNEHMEN.

    Und da ist sehr wohl die sofortige Flucht aus dem Wasser angesagt. Du musst das nicht ausprobieren, glaube mir´s einfach: CI in Wasser, das geht nicht gut.

  18. evi, haha, das ist ja wunderbar inspirierend! Besonders das „1-2 Zimmer weg“ beeindruckt mich. Ich werde gleich heute mal das zufriedene „Pflupp“ beim Pfannkuchenlanden austesten!

    Nikana, das mag ich auch. Du könntest ja die Schokolade gleich essen, das hat bestimmt weniger Kalorien als so’n ganzer Kuchen…

    Pia, also solang stille Wasser sind und ich nicht tauchen gehe, wieso soll ich da das CI ablegen? In meiner Badewanne bin ICH Kapitän.

  19. Das mit den Kalorien stimmt auf jeden Fall, zumal ich von 70%-Schokolade immer nur ganz wenig essen kann. Aber ich liebe es einfach, diesen Kuchen zu backen, das ist durch und durch ein Erlebnis für alle Sinne. Die Geräusche bei der Zubereitung, vor allem das Knacken der Schokolade, dann der unfassbare Duft, der beim schmelzen der Schokolade aufsteigt, der Anblick des cremigen Teigs beim verrühren der Zutaten, der Duft aus dem Ofen … Ich bin ungelogen schon vom Duft dermaßen satt, dass ich glücklicherweise direkt nach dem Backen immer nur ein kleines Stücken schaffe – das muss dann aber auch sein, weil der noch leicht warm am besten schmeckt.

    Ich muss aufhören, darüber zu schreiben, sonst stehe ich gleich wieder in der Küche und lege los. 😉

    Was die Wanne angeht: Ich würde mich auch nicht mit CI ins Wasser trauen, erstens bade ich immer viel zu heiß und habe somit jede Menge Dampf im Raum, und zweitens bin *etwas* schusselig … Nee, zu gefährlich. 😉

  20. Na danke, Nikana, jetzt hab ich vom Lesen Appetit bekommen! Ich halte mich ersatzweise an industriell gefertigte Leckerein.

    Außerdem kann ich inzwischen berichten, dass das satte Pfluppsen landender Pfannkuchen mit CI leider nicht ganz so dolle klingt. Bei der Sattheit muss leider das Hörgerät nachhelfen.

  21. Regenbogen

    Oh, sowas liest man ja ziemlich selten, daß es (zumindest außerhalb Ostfrieslands) noch weitere Teetrinker gibt im Kaffeetrinkerland…
    Aber mit Kluntjes und Wulkje, das hat doch was Gemütliches. 😉
    Und das Knistern gehört da einfach dazu. 😉

  22. Vor allem: Nochmal schnell bevor es Sommer wird. Da trinke ich nämlich lieber grünen Tee ohne Zucker. Da knistert dann nix. Und jetzt erzähle mir bitte niemand, man könne den Teeblättern beim sich Entfalten zuhören…

  23. Regenbogen

    Nein, man kann nur das Gras wachsen hören. „gg“

  24. Okay, dann hab ich ja meine nächste Mission. Falls Ihr im Sommer auf einmal nichts mehr von mir hört — ich bin dann draußen beim Gras!

  25. Regenbogen

    Aber bitte nicht reinbeißen. ;-)))

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