Evelyn Glennie: „Du willst Musikhören, probier’s mal mit Dich Ausziehen“

Dame Evelyn Glennie, eine ertaubte und geadelte Percussionistin, erzählt (auf Englisch und untertitelt) wie sie Musik wahrnimmt. Sehr spannend! Ich bin mir nicht ganz sicher ob sie mir symphatisch ist. Vielleicht ist sie ja nur etwas angespannt wegen der Interviewsituation. Auf jeden Fall scheint sie eine sehr intensive  Person zu sein.

Diese entspannte Aufmerksamkeit, von der sie spricht, ist übrigens genau das, was ich beim Hören Üben mit dem Cochlea Implantat machen muss. Zu wenig oder zu viel nebenher — und ich kriege nichts mit. Zu angespannt, zu sehr wollen — und die Wahrnehmung zerfällt in Einzelteile, die keinen Sinn mehr ergeben. Ehrlich gesagt glaube ich: Das gilt für jegliches Lernen!

Dass es was ganz anderes ist, wenn man die Musik selber macht, kann wohl jeder bestätigen, der mal auf irgendeinem Instrument herumdilettiert hat. Und es toll fand bis ein leidender Zuhörer kam und sich über die Katzenmusik beschwert hat. Bei mir war früher das oft genug mit dem Klavier der Fall…

[via taubenschlag meldungen]

Hier habe ich mal überlegt, ob man von Evelyn Glennie lernen kann wie man gut mit Schwerhörigkeit lebt.

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34 Antworten zu “Evelyn Glennie: „Du willst Musikhören, probier’s mal mit Dich Ausziehen“

  1. Pingback: News vom 14. bis 20. März 2010 | Gehörlose in Baden Württemberg

  2. I think she’s wonderful. A while back I read on her website that she believes hearing is another form of ‚touch‘ I had never thought of it that way. I played piano for decades until I could no longer hear the high notes. Inspired by Evelyn Glennie, eventually I took drum lessons–djembe. The drum will never offer the same feeling as the piano, but I enjoy music again. Since I started playing the djembe, my focus is totally different when listening to music.

  3. Habe eine CD von ihr, wo sie trommelt, die gefällt mir gar nicht. Die Konzertausschnitte auf dem Video hingegen schon. Man hat ihr schon 15 Ehrendoktorwürden hinterher geworfen, wie ich bei Wikipedia lese. Ehrlich gesagt würde mich interessieren, wie viel sie eigentlich hört. Kommunikationsverständnisse beim Interview gab es offenbar nicht. Trägt sie Hörgeräte unter ihrer Haubitzenfrisur? Ich finde es doof, dass dieses Thema nicht angesprochen wurde.

  4. PS: Korrektur! Ich meinte oben „Kommunikationsmissverständnisse“.

  5. Soviel ich weiß, trgt sie KEINE Hörgeräte, denn ich habe sie einmal persönlich getroffen.
    Sie kann aber dafür super Lippenablesen.
    Sie verwendet für die Telefonate eine Art „Lippendolmetischer“. Dies konnte man sehr gut in einer Dokumentation über sie lesen.
    Udn die möchte auf das Thrma „Deaf“, „Hearing Aids“ usw. nicht angesprochen werden, da in ihrer meing nach mit diese Themen GL/SH abgestempelt werden. Sie verweist immer auf den Akustiker oder Audiotherapeut! (nicht HNO!)

  6. Kim, hearing as form of being touched, that’s a great way of putting it. I guess for deaf people percussion is the easiest, most natural way to (re)gain music. At least I don’t know of deaf musicians using other instruments…
    I’m glad you found the djembe!

    jueb und NewAtair, würde mich auch interessieren wieviel sie hört. (Mir schien, dass die Interviewer bewußt langsam und deutlich gesprochen haben.) Trotzdem kann ich ihren Standpunkt des nicht-drüber-sprechen-wollens verstehen. Find ich eigentlich gut, man soll sie ja weder als Freak noch mit gleichsam kindlichen Maßstäben messen, sondern als Musikerin!

    Ich habe mal ein bißchen auf ihrer Website mit der grandios kurzen Adresse http://www.evelyn.co.uk rumgestöbert. Die muss sie sich früh gesichert haben. Bin beeindruckt, wie umtriebig sie war und ist. Und ordentlich business sense hat sie auch noch. Wenn ich ein bißchen mehr Zeit hab, werd ich mal lesen was sie so schreibt…

  7. Sie hört nur in den sehr hohen Frequenzen etwas , sonst nichts. Stichwort: diese roten Rasseln.
    Und sie liest alles von den Lippen ab.

  8. Gut, ich darf mich korrigieren 🙂 Ich kann verstehen, dass sie in diesem Interview über ihre Kunst und über ihr Musikverständnis sprechen möchte und über nichts anderes – auch nicht über ihre Scheidung 🙂 Allerdings hätte ich es gut gefunden, wenn wenigstens irgendwo im Nachspann gestanden hätte. Evelyn Glennie las von den Lippen ab. So entstand bei mir nämlich der Eindruck, die hört doch – oder eben: man hat ihr vorher die Fragen vorgelegt, in diesem Fall würde ich mich getäuscht fühlen. Auf Wikipedia steht, sie höre nur noch 20 Prozent. Aber mit solchen Angaben konnte ich noch nie etwa anfangen. Denn was heißt das genau?

  9. just like Beethoven

    hueb, Dein kritische Haltung gegebenüber E. Glennie gefällt mir ausgesprochen gut, denn Du hinterfragst ihren Hörstatus zu recht und müßtest zur Antwort erhalten, daß mit dem Wort „deaf“ ein großer Mißbrauch einhergeht. Es mag im Englischen die Vokabel sein, mit der am meisten jongliert wird. Insider wissen heute, daß der Begriff „deaf“ wesentlich weiter gefaßt wird als bei uns im Deutschen. Es gibt davon viele Schattierungen. Das sieht man bereits in Wörterbüchern beim Nachschlagen des „deaf“, wo statt des taub oft nur schwerhörig wiedergegeben ist. Solche Mißdeutungen gab es auch in Deutschland in früheren Zeiten, als Schwerhörige als Taube bezeichnet wurden. So z. B. im Fall des „ertaubten“ Musikkritikers Johann Peter Lyser. Von ihm wurde gesagt, er habe seine Kritiken aufgrund von Beobachtungen der Streicherführung von Orchestermitgliedern schreiben können. Keiner würde auf solche Kritiken etwas geben. Es ist also nichts davon zu halten.

    Wer sich nun genauer mit E. Glennies Hörstatus befaßt wird irgendwann auch mal fündig und erfährt, daß sie nicht vollkommen „gehörlos“ ist, sondern nur zu 80%. Und das ist bei ihrer Musikalität schon eine ganze Menge. Teilnehmer von Forendiskussionen haben schon zugegeben, daß der verbliebene Prozentsatz eine ganze Menge bedeutet und sich von totaler Taubheit abgrenzt wie Tag und Nacht. Man mag sich nur Glennies Videos anschauen mitsamt den Interviews, die sie führt, und wir müßten sagen: So vermag sich keine vollkommen Gehörlose zu geben. Über ihren Hörstatus hüllt sie sich deshalb am liebsten in Schweigen, weil das dem Nimbus der Einzigartigkeit noch mehr entgegenkommt.

    Über Musik in der Taubheit kann ich mir schon ein relativ gutes Urteil erlauben. Denn ich bin mit 15 ertaubt und wollte Musik studieren. Die Musikalität ist jedoch erhalten geblieben und ich kann auch heute noch Klavier spielen. Das wurde möglich durch ein inneres Hören, das sich weiterentwickelt hat und vom Notenlesen her das Entschlüsseln von Melodien zuläßt, die man vorher nicht kannte. Doch ich kenne die Grenzen. Diese werden ganz eindeutig überschritten, was uns so in Filmen gezeigt wird. In Taubheit könnte man noch mit jemand vierhändig spielen, aber nicht mit einer Person, die hinter einem steht, und mit der man nun vorgibt, zu harmonieren. Und immer wird Menschen suggeriert, man könne Melodie auch erfühlen. Das ist albern, weil nur Rhytyhmus erfühlt werden kann, aber keine Melodie. Auch E. Glennie vermag das nicht – es wird nur so vermittelt.

    Die erste Bekanntschaft mit E. Glennie gab es 1985 im ZDF-Gesundheitsmagazin. Ich habe sofort die Aussageabsicht verstanden, die angesprochen werden sollte. Es ging um Kommunikation und weitergreifend seelische Gesundheit. Denn wenn es ein Hörgeschädigter noch fertigbringt, zu musizieren, steht man plötzlich kommunikativ auf einer Stufe. Das hatte ich ja auch schon an mir festgestellt. Die Unaufrichtigkeit im Fall Glennie hingegen hat mir dagegen nicht gefallen.

    Wer not quites Quellenangaben folgt wird auch auf Shirley Salmon stoßen, die E. Glennie schon interviewt hat. Mit ihr gab es schon einen Mailaustausch, in dem sie manches, was ich hier dargelegt habe, bestätigt. Ich gebe teilweise etwas daraus wieder:

    Liebe Frau Salmon,

    ich danke Ihnen vielmals für Ihr Zuhören am Sonntag und die Reaktion darauf. Wie gesagt hätte ich die beiden Stücke unter Umständen manchmal noch mit etwas mehr Gespür vortragen können, doch ist das eine Sache des
    Raumgefühls, die gar nicht so leicht erklärt werden kann. So oder so hatte ich den Eindruck, daß Sie Gefallen daran gefunden haben. Darüber
    freue ich mich aufrichtig. Ihr Buch ist am Sonnabend bei mir angekommen und ich danke Ihnen sehr dafür. Ich hatte schon angedeutet, daß in meiner Reaktion darauf auch mit Kritik zu rechnen sei. Ich habe sie an Stellen entdeckt, die ich schon im Voraus als kritikwürdig vorausahnen konnte. So wird der Status
    von E. Glennie unisono als „gehörlos“ eingestuft. Damit bin ich nicht einverstanden. An ihrem großartigen Können gibt es keinen Zweifel, doch
    die Definition des Wortes aus dem Englischen läßt viel gelten: taub, schwerhörig oder aber auch resthörig. Wer genaueren Informationen
    nachgeht, wird feststellen, daß E. G. zu 80% taub ist. Da bleiben 20% Restgehör, mit dem sich bei ihrem Talent ungeheuer viel anfängen läßt.
    Es ist unzutreffend, dann von Gehörlosigkeit zu sprechen. E. G. ist Star genug, um Darstellungen zu liefern, die kritiklos übernommen werden.
    Weil ich selbst mich aber viel mehr in die Materie reinversetzen kann, möchte ich mich ganz klar davon abgrenzen.

    Nicht viel anders ist die Zustandsbeschreibung von Paul Whittaker. Hier wird meine Auffassung sogar noch mehr unterstrichen: „Als ich mit dem
    Klavierspiel begann, konnte ich akustisch noch partiell Noten bis zu zwei Oktaven bis zum mittleren C ohne Hörhilfen wahrnehmen. Heute kann ich ohne diese Unterstützung keine einzige Note „hören“, wohingegen ich mit Hörhilfen bis zu zwei Oktaven über dem mittleren C „hören“ kann. Gehen wir davon aus, ist die
    Definition „gehörlos“, wie sie angegeben
    wird, völlig unangebracht. Hier hätte das Buch viel mehr unterscheiden müssen und stattdessen lieber von „Hörschädigung“ sprechen sollen.
    Fehlen genaue Sichtweisen, hat das letzten Endes falsche Interpretationen zur Folge. Der Tastsinn wird von Glennie zu sehr bemüht. Viel wichtiger hingegen ist das sphärische Hören in Tonarten, das Wissen, wie ein Stück vorauseilt. Mit einem solchen Wissen kann man es auch spielen. Das ist in Wirklichkeit die tragende Säule. Lobend müßte ich erwähnen, was über die Kommunikation gesagt wird. Dort, wo möglicherweise alles andere versagt, erfolgt der Hinweis auf die Musik als bindende
    Brückenfunktion. Das lasse ich gern gelten.

    „Ich danke Ihnen sehr für Ihre Kommentare über den Begriff „gehörlos“ – ich denke, ich habe vielleicht Einiges übersehen, z. B. wenn andere Autoren gleich E Glennie als „gehörlos“ bezeichnen. Sie meidet solche Bezeichnungen und will nur als Musikerin gesehen werden. In der Übersetzung von Paul Whittaker (die nicht von mir ist) wurde einfach „deaf“ als „gehörlos“ übersetzt – es gibt, wie Sie wissen, aber auf Englisch verschiedene Graden von „deaf“ wie z. B. mild deafness, profound deafness etc. Es sind für mich wichtige Hinweise und ich werde in der englischen Version, die in den nächsten Monaten fertig sein soll, versuchen, eine richtige und einheitliche Terminologie durchgehend zu verwenden. Probleme sehe ich eventuell m Aufsatz von Bang (aus dem Jahr 1984). Ich habe mich erkundigt, wie die Terminologie in USA und England ist – werde aber sicher die englische nehmen, da das ganze Buch in „Britisch English “ sein wird.

    Ich muss für heute Schluss machen und danke Ihnen nochmals für das Vorspielen. Es war sehr beeindruckend und hätte länger sein können!“

  10. just like Beethoven

    Korrektur 2. Absatz: … eine ganze Menge, mit der man profitieren kann.

  11. just like Beethoven

    …. „aus“ der man profitieren kann -:)

  12. Sehr interessant! Es bestärkt mich in meinen Vorbehalten. (Und nicht nur wegen der Schmuckkollektion) Hier werden Mythen in die Welt gesetzt. Vor einigen Jahren habe ich begonnen, Klavier spielen zu lernen und zu singen. Beides habe ich wegen meiner zunehmenden Hörverschlechterung aufgegeben, dabei habe ich es gerne gemacht…. Mal schauen, ob ich es wieder aufnehmen werde…

  13. New Atair, nur in den hohen Frequenzen? Das ist nicht so häufig. Kann ich mir seit CI ein bißchen vorstellen, dass es auch gerade dadurch (und nicht nur durch das CI) schwer wird, Tonhöhen zu unterscheiden.

    jueb, „getäuscht fühlen“ – da spricht der Interviewexperte. 😉 Im Übrigen, Klavierspielen mit frischem CI kann ich nur empfehlen. Ist ne lustige Erfahrung — und zum Hören Lernen hilft’s bestimmt auch. Hab leider kein Klavier hier, sonst würd ich das häufiger tun.

    just like B., danke für den ausfürhlichen Beitrag! Ich stimme zu: deaf, taub und gehörlos sind in der Tat Worte, die allzu breit und unbestimmt gebraucht werden. Als ich das Blog hier begonnen habe, war ja auch eine der ersten Amtshandlungen, das erstmal zu definieren. Bei Dame Glennie wäre dann vielleicht hochgradig schwerhörig oder an Taubheit grenzend schwerhörig die bessere Bezeichnung. Interessant ist dann vielleicht, dass sie auch im Taubenschlag als „taub“ bezeichnet wird. Vielleicht eine Nachlässigkeit, vielleicht auch bewußt zur Stärkung einer Botschaft wie „Taube/Gehörlose können alles außer hören“ genutzt.
    Ich denke auch, es ist kein Zufall, dass Dame Glennie Percussionistin ist: vorwiegend Rhythmus, kaum melodische Elemente.

    Übrigens tut es mir sehr leid, dass ich Euch hier keine Möglichkeit bieten kann, eigene Kommentare zu editieren. Das wäre schon gut…

  14. Das Thema beschäftigt mich! Und ich muss mich abermals korrigieren. Selbstverständlich wäre bei einem Interview Frau Gleenies hochkarätige (?) Schwerhörigkeit ein wichtiges Thema, dem ein seriöser Journalist nicht ausweichen sollte. Hochkarätige Schwerhörigkeit ist eine offensichtliche Beeinträchtigung in der Arbeit als Komponistin und (live auftretender) Musikerin. Deshalb sind Fragen wie: Was hören Sie? Wie hören Sie? Welchen Raum nimmt „inneres“ Hören bei Ihnen ein? mehr als erhellend. Oder auch eine Bezugnahme auf Beethoven, ein ertaubter (?) Musiker, der ebenfalls komponiert. Und herausragendes, bis dato nicht Gehörtes zum Erhören bringt? Oder die Frage: wie Frau Gleenie zum CI steht. Wäre es nicht möglich, dass ein CI ihr musikalisches Spektrum erweitert, Frau Gleenie? Usw. usf. Dame Gleenie hätte im Rahmen eines solchen Interviews stets die Möglichkeit den angeschnittenen Aspekt ihrer Schwerhörigkeit zu relativieren und ihr einen (in ihrem Sinne) untergeordneten Stellenwert zuzuordnen.
    Eine Anmerkung noch: Patrick Hennings, der zweite Interviewer ist selbst „an Taubheit grenzend schwerhörig“. Aber das alles ist natürlich hier kein Thema. Man tut hier so, als sei Kommunizieren gar kein Problem.

  15. Sagen wir so, wenn ich mit ihr ein Interview machen würde, würde ich das auch anders machen und andere Fragen stellen. So in die Richtung wie Du sie hier skizzierst.

    Aber ich muss sagen, dass ich das ganze gar nicht als „vollwertiges“ persönliches Interview wahrgenommen habe, sondern nur als Antworten-auf-ein-paar-ganz-bestimmte-Fragen-haben-Wollen. Aus welchen Gründen auch immer. Soundbytes, nur einem speziellen Interesse folgend (oder auch an der Oberfläche verharrend, keine Nachfragen, kein Gespräch etc).
    Außerdem: Betroffene sind ja öfters mal die schlechteren Journalisten…

  16. Da stimme ich dir zu – auch ich bin mir nicht ganz sicher, ob sie mir sympathisch ist. Ich habe schon sehr früh über sie erfahren – als ich dann erfuhr, dass sie alles, was mit „Deafs“ zu tun hat, kategorisch abwehrt, hatte ich hier das Gefühl bekommen, dass sie ihre Hörschädigung paradoxerweise als besonderes Merkmal vorhält und gleichzeitig die anderen „Deafs“ von sich abhält… Nun gut, das ist ihre Einstellung…

  17. Ich habe mal nachgelesen, was sie selber zum Thema Hören und Musik sagt:

    Wenn Zuhörer im Konzert sich nur fragen wie eine Schwerhörige Musik machen kann, dann habe ich als Musikerin versagt. Darum erwähne ich meine Hörschädigung in meiner Selbstdarstellung nicht. Leider ist sie jedoch immer für eine Schlagzeile gut. Die Presse greift das Thema von selbst auf und von den hunderten Artikeln beschreiben nur eine Handvoll meine Schwerhörigkeit korrekt. Mehr als 90% stellen es so dar, dass man eigentlich denken muss, es sei unmöglich, dass ich Musik mache. [zusammenfassende Übersetzung NqlB]

    Das ist also Pressekritik, ermüdete Pressekritik. Und die Einstellung als Musikerin und zur Selbstdarstellung finde ich gut. (Darum meine ich ja auch, dass man zB in Bewerbungsschreiben die Behinderung grundsätzlich nicht erwähnen sollte.)

    Außerdem behauptet sie dort, dass sie — nach langem Training — einiges an Tonhöhe darüber wahrnehmen kann, wo am Körper sie sie spürt: tiefe Frequenzen–>Beine und Füße; hohe Töne–>Kopf, Hals, Brust. Interessant!

  18. Oh, das ist gut, wie du es übersetzt hast. Danke

    Apropos Tonhöhe, kann ich selber bestätigen, da ich auch mit Musik lebe – als Bauchtänzerin -, da entwickelte auch ich mit der Zeit wirklich dieses Feingefühl für die Frequenzen der Musik.

  19. just like Beethoven

    not quite, die Bezeichnung „hochgradig schwerhörig“ bzw. „an Taubheit grenzend schwerhörig“ wäre tatsächlich angebrachter und würde wenigstens teilweise das Ausmaß falscher Denkweisen herabsetzen. Auch mir gefällt es nicht, wenn im Taubenschlag ständig von „taub“ gesprochen wird, anstatt zu relativieren. Doch soll dadurch wahrscheinlich eine Vorbildwirkung ausgehen, mit der bei genauerem Hinsehen ein Großteil gar nicht einverstanden wäre.

    Es gab in meinem Leben einmal ein Erlebnis während eines Radurlaubs in der Toskana. wo ich mir mit meinem mickrigen CI Glennies Hören annähernd vorstellen konnte. Und zwar in Pisa auf einem Marktplatz inmitten trommelnder Neger. Ein großer Trommeldurchmesser ergab einen tiefen Ton, ein kleiner einen hohen. Da konnte ich mich sozusagen in die Materie hineinversetzen. Bei einem Djembekurs später unter Hörenden war das nicht mehr der Fall, obwohl ich keine Schwierigkeiten beim Kurs hatte. Aber mehr als Krach ist da nicht zustandegekommen.

    Bei Glennies Trommeln sollten wir schon einen gewissen Wohlklang voraussetzen. Sonst würde sie nämlich gar nicht musizieren. Das Problem besteht darin, daß ihr Hören noch so gut ist, um sich vorstellen zu können, wie es sein muß, ganz taub zu sein. Nun hast Du also doch eine Seite gefunden, wo sie ihr Hören als „profound deaf“ bezeichnet. Und das macht den großen Unterschied aus. Mir fällt dazu ein, was mir früher mal jemand sagte: „I am profoundly deaf from birth. I can hear beautiful music, the birdsong and the dogs barking in the middle of night“. Das sagt doch schon viel aus über die akustische Wahrnehmung. Und da Dame Glennie nicht von Geburt an taub ist, sondern normal gehört hat, ist sie noch zusätzlich im Vorteil. Die Körperempfindungen würde ich nicht überbewerten, denn sie sind eher spielerisches Beiwerk. Ich glaube sogar, Beethoven hätte sich darüber sehr lustig gemacht. Wichtig war für ihn das Vermögen, selbst noch in der Taubheit einen so großen Schaffensprozeß in Gang zu setzen – mit den entscheidenden Vorgaben. „Im Kleinen“ kann ich es nachvollziehen, denn was geschieht, ist in erster Linie ein Vorgang, der sich im Kopf abspielt. Wenn ich etwas spiele, höre ich innerlich nicht nur ein „Stimmchen“ vorauseilen, sondern es ist eher ein „Chor“ oder „Klangkörper“.

    Ich habe eine kleine Abhandlung gefunden, die ich mal vor Jahren geschrieben habe:

    „Man muß einmal gehört haben und auch nach dem Hörverlust noch einen großen Drang nach Musik und Melodie in sich verspüren. Es war für mich nur schwer hinzunehmen, daß das musische Kapitel nun restlos aus meinem Leben verbannt sein sollte. Eine Schlüsselstellung nimmt das Lied „Kein schöner Land“ ein, denn es hat die Entwicklung eingeleitet. Als Volkslied ist es sehr bekannt; trotzdem war es mir irgendwie entgangen, obwohl ich die meisten Volkslieder gut kenne. Mit der Sucht nach Melodie kam es plötzlich durch ständiges Ansehen der Noten zur Ventilfunktion. Ein Prozeß, den man wissenschaftlich Synästhesie nennt – das Verschmelzen mehrerer Sinnesbereiche zu einem. Ein Zeitmaß kann ich dafür heute nicht mehr angeben. Hörte man sich früher das Stück an, mußten jetzt Noten viel genauer seziert werden. So kam es in der Stille allmählich zur Fähigkeit des Tonartenhörens durch die Vorgabe allein durch Noten. Ein Lied oder ein Stück in einer vorgegebenen Tonart steht nicht durchgehend in dieser. Dieses Wechseln muß ich unbedingt wissen. Nehmen wir z. B. die österreichische Hymne, die Mozart als letzte Komposition wenige Wochen vor seinem Tode geschaffen hat. Steht sie in D-Dur, so wechselt die Melodie bei der Textzeile „Land der Hämmer zukunftsreich“ nach A-Dur, um dann wieder nach D-Dur zurückzugehen. Die Tongeschlechter werden in Dur (hart) und Moll (weich) benannt. Was aber ist hart und was weich? Russische Volkslieder haben ein vielfaches Mollgepräge. Dann aber heißt es von manchen Stücken: ein „grauenvolles Moll“ setzte ein. Der Eindruck ist nicht immer gleich. Die meisten Weihnachtslieder stehen in Dur, also in der harten Tonart; unser Gefühl dafür ist aber weich. Synästhesie kann durchaus ein Erlebnis sein. Da sehe ich in einem Zirkus Ponynummern, und spontan erinnere ich mich an die Melodie der Immenhoffilme: „So ein Pony, das kann alles“. Zu Hause gelingt es mir dann tatsächlich, diese Melodie auf dem Klavier zu improvisieren. Aber auch das Gegenteil kann eintreten. Daß nämlich vom Notenbild ein bildhaftes Erscheinen hervortritt. „Hobellied“ lese ich da. Als es später verarbeitet war, stand es son vor mir, so wie es einst Peter Alexander im Fernsehen gesungen hatte: „Da nehm ich meinen Hobel, und hobel alles glatt“. Interpretationsaufführungen können ganz verschieden ausfallen. Das „Ännchen von Tharau“ wird von Rene Kollo langsamer gesungen als etwa das gleiche Lied mit Richard Clayderman und den Schöneberger Sängerknaben. Bei mancher Melodie läßt sich vergleichsweise auch feststellen, was als Vorlage gedient hat. Die Melodie des Schlagers „Kleine Annabell, mußt nicht traurig sein“ geht zurück auf das russische Lied „Klinge Glöckchen mit silbernem Klang“. Auf den Pop-Song „Its now or never“ gibt es auch einen deutschen Text: „Ich komme wieder in einem Jahr“. So könnte man in der Beschreibung fortfahren. Das alles kann ich nur sagen, weil mich die Notensprache im Laufe der Zeit dazu befähigt hat. Vieles hängt vom Schwierigkeitsgrad ab, und immer kenne ich eben auch meine Grenzen. Trotzdem hätte ich am Anfang nie gedacht, daß sich mir in der Taubheit noch so viel erschließen würde…“

  20. Bitteschön, Judith. 🙂 Das mit dem Bauchtanzen klingt ja spannend!

    Just like B., Umlegen auf Notenlesen und Musik(erinnerung) im Kopf ist natürlich auch eine Möglichkeit. Und es scheint ja so als habe Dame Glennie das was für Dich „Beiwerk“ ist zu ihrem Hauptteil gemacht. Wie gesagt, ich denke es ist kein Zufall, dass sie Percussionistin und nicht Pianistin ist. Da kann ich mir schon vorstellen, dass sie ihre Fühlsensibilität enorm verfeinert hat.

  21. just like Beethoven

    Nun ja, non quite, Klavier spielen kann Dame Glennie eigentlich auch. Wenn ich das, was ich „Beiwerk“ nenne, nicht zu sehr betonen würde, sieht es nämlich so aus, als würde sie die Musik – also die Melodie – erfühlen können. Diese Darstellungen sind schon im Übermaß erfolgt. Und jetzt weißt Du ja eigentlich mehr darüber, wie die Dinge tatsächlich liegen. Das Beiwerk mit den „bloßen Füßen“ beim Spiel usw. ist vor allem gut für die Show. Was Dame Glennie darüber sagt ist von einer anderen übernommen worden. Den Namen verkneife ich mir mal.

  22. Nun ja, an den meisten Musikschulen, die ich kenne muss, wer Percussion studiert,auch Klavier lernen. Ist ja auch ein Schlaginstrument. Außerdem, spielen kann sie ja was sie will. Ich meinte, dass sie sich nicht primär als Pianistin hervortut und auftritt.

    Ich finde es nicht so gut, dunkle Andeutungen zu machen. Wenn schon, dann bitte gleich mitsagen, vom wem übernommen wurde und warum das hier wichtig, gut oder schlecht ist. Das mit den Füßen ist ja nun recht banal, darauf können ja durchaus mehrere kommen ohne dass einer beim andern abgekupfert hätte. Und ein Patent darauf hat Dame Glennie ja auch nicht angemeldet. Oder etwa doch?

  23. CharlyBrown

    Seit meiner Kindheit (bin mit acht Jahren durch Hirnhautentzündung ertaubt ohne Restgehör)
    habe ich immer wieder erlebt, das manche Schwerhörige sich als gehörlos bezeichnen.
    Manche dieser schwerhörigen Gehörlosen können mit Hörgerät (versteckt unter langen Haaren) Sprache verstehen, behaupten aber mit Lippenlesen alles zu verstehen.
    Diese angeblich tauben Gehörlosen sonnen sich dann in Bewunderung der Hörenden.
    Als ich vor einigen Jahren gewagt habe, zu sagen, das Evelyn Glenni nicht taub ist
    sondern nur schwerhörig, bekam ich viel schimpfe.
    Als ich in einem Forum der Gehörlosen das Thema „schwerhörige Gehörlose“
    zur Diskussion stellte, bekam ich auch schimpfe und die Belehrung:
    „Der Hörstatus ist unwichtig, wichtig ist nur die Solidarität mit der Gebärdensprache…“
    Aber jeder Insider weis genau:
    Im Alltag und Beruf macht es einen grossen Unterschied, ob man taub ist
    oder nur schwerhörig.

    Im Prinzip finde ich es gut, das Dame Glenni nicht über ihren Hörstatus reden will.
    Sie will als Musikerin angesehen werden, nicht als „Deaf“.
    Anderseits nutzt sie ihren Status als „gehörlos“ ohne den sie wahrscheinlich nur
    Eine von vielen guten Perkussionisten wäre.

    Das Evelyn Glenni barfuss auf der Bühne steht um die Musik über die Vibration
    des Bühnenboden besser zu fühlen, ist nicht nur Show.
    Alle von Geburt oder Kindheit Gehörlose, fühlen den Rhythmus lauter Musik
    (und anderen starken Lärm) über den Boden, besonders gut bei Holzboden
    mit Hohlraum darunter.

  24. Ich habe da kaum persönliche Erfahrung, finde es aber ziemlich schäbig, so unter falscher Flagge zu segeln. Verstecktes Hörgerät?!! Oje.

    Aber sicher hat Dame Glennie auch von ihrem Hörstatus profitiert, selbst wenn man es will läßt sich sowas ja nicht ganz abstellen. Ein bißchen so wie auch eine gewisse Schönheit vieles erleichtert.
    Ich denke, sie hat es verstanden, ihr Schlechthören nicht nur zu kompensieren, sondern aus einer Schwäche eine Stärke zu machen.

  25. innovashun

    .. ist jemandem von euch aufgefallen, dass der mann der evelyn in dem video interviewt ebenfalls schwerhörig ist..?

  26. nein, das ist mir nicht aufgefallen, ich dachte nur, boah, der hat aber ein deutliches Mundbild 🙂

  27. Meinst Du das hat was miteinander zu tun? Oder eher mit Dame Glennies Anforderungen? Könnte mir beides vorstellen…

  28. just like Beethoven

    Charly Brown, Deine Meinung zur Sache hattest Du anderswo schon mal stehen. Das wußte ich, konnte die Seite aber leider nicht mehr finden. Was Du zur Sprache bringst, ist „goldrichtig“, und Du mußt deshalb auch nichts zurücknehmen. Die Angriffe, die damals erfolgt sind, müssen schon deshalb Verwunderung auslösen, weil dort geschrieben steht, der Hörstatus sei nicht wichtig, nur die Solidarität mit der Gebärdensprache. Dann hätten sich Deine Kritiker erst mal kundig machen sollen. Sie müßten dann nämlich erfahren, daß Dame Glennie überhaupt keine Befürworterin der Gebärdensprache ist…

    Deine früheren Darstellungen vor dem CI sprechen von der Erschöpfung, die man als Ertaubter („ohne jegliche Hörreste“) ausgesetzt ist, wenn man Jahrzehnte damit zubringen muß. Diese Erschöpfung hätte auch vor Dame Glennie nicht haltgemacht, wenn sie wirklich damit leben müßte. Die Erschöpfung würde auch diejenigen ereilen, die gern auf den Glennie-Zug springen, und eine unseriöse Gemengelage von Hören, Absehen und Verstehen durcheinanderbringen. Werden solche Behauptungen vorgebracht und überzogene Heiterkeit zur Schau gestellt, ist das der Beweis, daß der Hörstatus nicht einer vollkommenen Ertaubung entspricht, sondern eben doch eher Schwerhörigkeit vorliegt.

    not quite, segelt Charly Brown wirklich unter falscher Flagge? Beweisen kann es keiner, und ob sich nun alle zu ihrem Hörgerät bekennen, bleibe dahingestellt. Wo dieses Verstecken allein schon in der Werbung doch so gern propagiert wird…

    Es geht aber viel mehr darum, die vielen „Münchhausen-Berichte“ genauer unter die Lupe zu nehmen, die sich an der Sensation orientieren. Je bunter solche Seiten hier im Internet wuchern, umso fragwürdiger sind sie. Das ist bei der Glennie so wie bei der Neef. Leider nimmt es der kritiklose Leser viel zu oft für bare Münze.

    Vom Mythos Absehen schrieb bereits die Linguistikerin, deren Link man kürzlich hier lesen konnte. Damit wollte ich zum Nachdenken anregen, daß „Absehen“ nicht über einen Leisten gehauen werden, weil häufiger als angenommen nur dieses Pseudoabsehen zur Anwendung kommt. Und nicht lang drauf spricht NewAltair gleich wieder davon, daß Dame Glennie „perfekt absehen“ kann.

    Ach ja, über die eigene Darstellung der Dame Glennie wollte ich noch etwas sagen. In einem inzwischen eingegangen Forum hatte sich dazu eine Leserin damals treffend geäußert. „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß“. Und genau nach diesem Muster geht Dame Glennie liebend gern vor.

  29. just like Beethoven

    Korrektur: „der man als Ertaubter…“ (2. Absatz)
    „nicht über einen Leisten gehauen werden kann,… (vorletzter Absatz)

  30. Regenbogen

    @just like Beethoven:
    Also, ich hatte nqlb´s „unter falscher Flagge segeln“ auf Evelyn Glennie bezogen…..nicht auf CharlyBrown???

  31. Danke, Regenbogen. Mit „unter falscher Flagge segeln“ meinte ich diejenigen Schwerhörigen, von denen Charly Brown sprach. Die sich als Gehörlos ausgeben und dabei womöglich sogar ein Hörgerät unter langen Haaren verstecken. Ich kenne solche nicht, das kommt mir aber sehr schäbig vor.

    Herr just, was mit „wasch mir den pelz aber..“ gemeint ist, verstehe ich nicht ganz.

  32. just like Beethoven

    Regenbogen und not quite, Ihr habt die Äußerung richtiggestellt, so wie sie gemeint war. Dann habe ich das nur falsch aufgefaßt. Aber es gibt auch manchmal Dinge, wo einem das im Nachinhein sehr leicht fällt und man sich sagt: „Schön, daß es dieser Standpunkt gewesen ist. Das hier ist das beste Beispiel.

  33. Dieser Beitrag ist ja schon historisch, aber ich möchte ihn nochmal ausgraben, um auf diesen TED-Talk mit E. Glennie hinzuweisen:

    Untertitel in verschiedenen Sprachen sind vorhanden.

    (Ich hoffe, den Link gab es noch nicht, ich habe die Glennie-Beiträge in diesem Blog gelesen, möglicherweise aber nicht alle Kommentare.)

    Ansonsten bin ich von die Feindseligkeit der Dame Glennie gegenüber etwas überrascht. Ich bin vor einigen Jahren durch durch das TED-Video oben auf sie aufmerksam geworden und war schlicht schon durch die Intensität, mit der sie ihr Anliegen vermittelt, völlig eingenommen. Später habe ich dann auch „Touch the sound“ gesehen, was den (positiven) Eindruck noch um ein vielfaches Verstärkt hat. Ist das nur der übliche Neid, was ich aus der Kritik rauslese? Missgunst? Darf man als „deaf“-Mensch nur Erfolg haben, wenn man das geheime Anforderungsprofil der Community erfüllt? „deaf“-Zertifiziert, sozusagen? Sehr merkwürdig. Oder liegt es daran, dass sie sich nicht mit typischen („erlaubten“?) „deaf“-Tätigkeiten befasst? (Wobei man vielleicht auch jemanden, der Begriffe wie „trommelnder Neger“ verwendet, nicht ernst nehmen darf.)

    Wie auch immer. Wer E. Glennie mag, wird sich vielleicht über den TED-Talk freuen.

  34. Danke für das Video, das kannte ich auch noch nicht. Sehr schön! Ich kann Dir auch nicht sagen,woran es genau liegt, dass sie so polarisiert, dieses Bündel von Aspekten, die Du erwähnst spielt sicher mit rein. Ich finde auch unabhängig davon ob man sie mag, es ist eine eindrucksvolle Person und es lohnt sich, sich mit ihr und ihrer Art auseinanderzusetzen.

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