Laute Musik Hören ist gesund — mehr noch: Ein Jungbrunnen!

Glaubt Ihr nicht? Ist aber so, lest selbst: Menschen, die Hörprobleme haben, werden immer jünger. Und falls Euch das noch nicht Beweis genug ist: Auch die Hörgeschädigten in den Entwicklungsländern werden immer jünger.

(Aufgefallen ist diese sprachliche Blüte leider nicht mir, sondern dem Kollegen von der Bedarfshaltestelle. Ich fand die Beobachtung aber so gut, ich musste sie einfach weiterführen.)

Advertisements

20 Antworten zu “Laute Musik Hören ist gesund — mehr noch: Ein Jungbrunnen!

  1. Okay, ich geb’s ja zu, ich hätte es wissen können. Ich habe es sogar gewußt, aber trotzdem unterschätzt. Ironie funktioniert im Internet nicht.
    Also nach der nunmehr dritten wütenden E-Mail:

    Die Überschrift dieses Beitrags ist ironisch gemeint. Es geht nur um die Formulierung, die Betroffenen würden „immer jünger“. Lärm und Krach ist nicht gut fürs Gehör. Schädlich! Don’t try it at home!

  2. Ich habe dich sofort verstanden, nachdem ich eine Zehntelsekunde gestutzt habe, weil der Text so allen meinen Erfahrungen widerspricht.
    Aber was macht man als betroffener Fahrgast in der S-Bahn neben so einem „Lärmidioten“? – Man setzt sich auf einen anderen Platz, wo möglichst der Kopfhörer vom Nachbarn leise ist.
    Ich verzweifele manchmal, denn mit HG höre ich offensichtlich für diese Fälle immer noch zu viel.

  3. wie, da kommen wütende emails? da bin ich aber platt…
    alles so eins zu eins zu nehmen…seltsam.
    Erschreckend ist das, da werden immer alle älter, aber die osteoporose setzt schon früh ein.
    Bei mcdoof wird einfach zu wenig milch verkauft!

  4. Regenbogen

    Großer Gott, das hätte ich jetzt aber auch nicht gedacht – und dann noch WÜTENDE E-Mails.
    Wer zieht sich denn da schon wieder Schuhe an, die ihm gar nicht passen…

    „nicht ärgern, nur wundern :-)))“

  5. Clara Himmelhoch — warum machst Du’s dann nicht aus? Das ist doch eine der wenigen Gelegenheiten wo Hörgerätehaben Vorteile hat…

    Smilla und Regenbogen, tja, ich wunderte mich auch. Ihr Argument war, Google findet es und wer weiß wer’s glaube, es sei so schon schwer genug, Leute davon zu überzeugen, dass Lärm schädlich etcpp. Erst dachte ich: Wie doof! Dann: Hm, vielleicht liegt’s doch an mir? Und dann: Ich stell’s mal klar.

    Zu wenig Milch, hihihi. 🙂

  6. Deutsch ist eine Sprache, die immer schwieriger wird, dünkt mich. Ich ärgere mich ja schon lange über Parkplätze, die zunehmen. Und jetzt das! Na, wenigstens kann ich da eine Art Kompensation fürs Taubwerden erwarten.

  7. Pia Butzky

    @ Froggchen, wer ist das denn, der da unter dem o.g. Link von „Frogg Hall“ schreibt? Ihr Gschpusi? Lustig, diese Stilblüte, hätte ich auf den ersten Blick auch nicht bemerkt. (Ist die ganze Froggsche Family so versiert in der Sprache? Respekt!)

    Ich stehe ja, Herr Beethoven, auf der Leitung bei sowas. Blüten, die in einem Text stehen, fallen mir nicht auf. Fabriziere vermutlich auch gern mal selber welche …
    Ihr dürft sie pflücken!

  8. Geht nicht so einfach auszumachen, haben keinen Schalter – müsste ich kompliziert aus den Ohren friemeln, und dann höre ich sonst zu wenig. Außerdem höre ich das auch ohne Geräte noch. – Doch warum sagst du mir nicht, wie ich „den Typ“ dazu bringen kann, die Musik leiser oder auszustellen, der Tipp hätte mir besser gefallen. So ist es doch wieder Resignation des Schwachen vor dem Starken.

  9. Frau frogg, ich würde denken, es ist gar nicht so schwer sondern einfach Nachlässigkeit. Und Schreiben (und Reden, vermutlich auch Denken) in Hülsen.

    Na dann mal los, Pia, bisher hast Du ja mit sowas gespart. Mit Blüten von Dir hab ich noch nicht mal ein mickriges Sträußchen zusammen.

    Frau Himmelhoch, ist das eins von den Geräten wo man das Batteriefach kippen muss? Hatte bisher noch keins, das ich nicht am Ohr ausmachen konnte. Kommt mir irgendwie brutal vor — zum Hören verdammt, solang es drin ist.
    Das Problem mit der lauten Musik haben ja alle, da hab ich auch keine einfache Lösung. Schon mal ansprechen, lächeln und bitten leiser zu stellen probiert? Klar, da fängt man sich Unwillen ein, aber vielleicht klappt’s ja öfter als man denkt.
    Ich sehe Hörgeräte Ausschalten übrigens nicht als Resignation, sondern als Möglichkeit, die niemand sonst hat.

  10. CharlyBrown

    Das Ironie, bzw Scherz, von manchen Leuten nicht
    verstanden wird habe ich vor einigen Jahren erlebt.
    Hatte damals folgende „Story“ geschrieben:
    In einer Disco mit lauter Musik ist eine Gruppe
    Gehörloser.
    Ein Hörender fragt verwundert:
    „warum sind die hier, die haben doch nichts von der Musik?“
    Antwort:“Die Gehörlosen haben in der Zeitung
    gelesen, man kann in Disco schwerhörig werden“.

    Das hatten einige Leute als geschmacklos bzw verharmlosen von Hörbehinderung kritisiert.
    Und Vertreter der Gehörlosenkultur belehrten
    mich, das Gehörlose nicht schwerhörig werden
    wollen weil Schwerhörige angeblich mehr
    psychische Problem haben usw.

  11. Regenbogen

    Ach du meine Güte.
    Also, ein bißchen auch über sich selbst lachen können schadet doch weiß Gott nicht.

    (Ich fühl mich ja von Jürgen Beckers Lied „Ich bin so froh, daß ich nicht evangelisch bin“ auch nicht beleidigt. 😉 – und bevor das jetzt auch mißverstanden wird: Wenn man den Text hört, richtet sich das ganze mehr gegen den Katholizismus „einfach beichten, und zack, ist alles erledigt“.)

    Tja, zumindest die Gl, die sich ein CI einsetzen lassen, wollen aber wohl doch schwerhörig werden – denn das ist es doch, oder? Man wird mit CI nicht hörend, sondern schwerhörig…

    Und ich glaube (huch, jetzt nehme ich die ganze Sache selber ernst 😉 ), psychische Probleme haben einige Extremvertreter der Gehörlosen selber.
    Manches (nicht jedes!) zur Schau getragene Selbstbewußtsein versteckt, vermute ich mal, auch Minderwertigkeitskomplexe in einer Art Trotzreaktion…und soll vielleicht auch die eigene Verletzbarkeit schützen. Sowas kenn ich ja im Prinzip auch; meine Kodderschnauze täuscht auch oft über so manche Empfindlichkeiten hinweg.

  12. Ich gestehe, ich habe gelacht, Charly Brown 🙂

    Regenbogen, ich finde, schwerhörend ist auch hörend.

  13. Regenbogen

    Ja, okay, dann nimm ein anderes Wort….
    hatte das nur mal genau so gelesen.
    CI-ler haben jedenfalls andere Höreindrücke als „Normal“hörende. (Normal explizit in Anführungszeichen.)

  14. Genau, ich nehm ein anderes, zutreffenderes Wort. Hatten ja hier in den Kommentaren schon ein paar nette Kandidaten.

  15. @Frau Butzky: Philemon Frogg ist mein alter Nick. Damals war ich fasziniert vom Gedanken der Androgyie, weshalb ich einen männlichen Nick wählte. Früher führte ich ausserdem mit mir selber imaginäre Selbstgespräche, weshalb ich von mir in der dritten Person schrieb. Frogg Hall war (und ist) der Name unserer Wohnung. Mein „Gschpänli“, wie man hierzulande sagt, war früher der Tiger. Jetzt heisst er Herr T. Wir werden alle reifer und irgendwie normaler 😉

  16. CharlyBrown

    Heute in der örtlichen Sonntagzeitung gelesen:

    Nur etwa 40% der Jugendlichen haben ein völlig intaktes Gehör!
    Von den anderen 60% sind viele Lärmschwerhörig
    ohne es zu merken.
    Hauptgrund: dauerndes lautes Musikhören über
    Walkmans, Ipods usw.
    Ein Drittel der Jugendlichen wird wahrscheinlich
    mit 50 Jahren (oder früher) ein Hörgerät brauchen.

    Aktien von Hörgeräteherstellern können langfristig eine gute Anlage sein!

  17. Not quite like Beethoven

    Wirklich erschreckende Zahlen. Und Sonova zumindest scheint ja wirklich gut unterwegs zu sein, so als Aktienanlage…

  18. Pingback: Praktikantenmärchen Teil I: Hamburg, here I come. « Lifemusic

  19. Additional note:
    Musiker sind noch eine Risikogruppe für Schwerhörigkeit, auch „professionelle“, nicht nur boygroups mit kreischenden Fans.
    Ein Symphonieorchester schafft es locker über die von der EU festgesetzten Grenzen der „Verordnung zum schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch Vibration und Lärm“(Wow!): Durchschnittsbelastung 80 – 85 dB, Spitzenbelastung bis exakt 137 dB
    Wegen Überschreitung dieser Werte sind schon mal Aufführungen abgebrochen worden…
    Mittlerweile verschanzen sich die Instrumentalisten vor dem Krach ihrer Kollegen im Orchestergraben mit Plexiglassscheiben…
    Und bald soll für jedes Instrument, das aufgrund seiner Bauweise in der Lage ist, 60 dB zu überschreiten, eine Art Waffenschein eingeführt werden…

    (OK, das letzte war Quark)

    *Oh lord, protect us from the noise!

  20. Ja, so ein Symphonieorchester ist nicht von schlechten Eltern. Ich glaube, viele Musiker da tragen auch Ohrstöpsel, oder? Waffenschein, hehehe. 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s