Der schwerhörige Frequent Flyer

Der Finnland-Urlaub hatte schwerhörigentypisch begonnen und er endete ebenso standesgemäß. Am Flughafen Helsinki-Vantaa entspann sich kurz vor Abflug folgender Dialog:

Herr Notquite legt seine Umhängetasche in die Plastikschale, wo sie durchleuchtet werden soll. Eine freundliche Flughafenangestellte (FF) deutet auf die Tasche.

FF: „Do you have a ticket, sir?“

Notquite: „No, no. Don’t worry!“

FF: <blinzelt einmal> „You don’t have a ticket?“

Notquite: <fröhlich> „No, really, it’s not the first time I’m flying.“

FF: „???“

Notquite: „?!!“

FF: „Well, sir–“

Notquite: <bei dem der Groschen pfennigweise fällt> „Ah, of course!“ <sucht hektisch das Ticket in der Tasche> „There you go.“ <grinst liebenswert, hofft er jedenfalls>

So kann’s kommen wenn man sich wie ein Profiflieger vorkommt und seine Boardkarte an der Handgepäckkontrolle gar nicht erst zückt. Und sich außerdem in dem sicheren Wissen sonnt, dass man ja weiß, dass nach „liquids“ im Handgepäck gefragt werden wird. Typisch schwerhörig. Kann ja jedem mal passieren. Oder?

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13 Antworten zu “Der schwerhörige Frequent Flyer

  1. Oh, I feel sorry for my English speaking friends. This is seriously the only blog that makes me laugh out loud at the computer.

  2. ;-)))

    und ich hätte gedacht, sie fragen nach dem laptop …

  3. 😀 Oh man, das hätte ich sein können. Wenn ich fest mit einer bestimmten Frage + dazu gehöriger Antwort rechne, hör ich einfach nicht hin, was die Leute wirklich sagen und spul einfach meinen Text ab 😀

  4. Elizabeth, das freut mich. Danke für die Blumen 🙂

    frauke, das auch, ja. Aber das ist wenigstens besser zu verstehen/abzulesen.

    Hi Hannah, schön, Dich hier zu treffen! Ja, dann muss einen die Welt ganz schön stoßen um zu zeigen, dass sie anders als erwartet ist. Dunkelziffer: Riesigst!

  5. Pia Butzky

    „liquids“ und „tickets“?
    Wo ist da der Unterschied? Hört sich wirklich gleich an. Sowas passiert mir ständig. Meine Lieblingsdiaologstelle ist aber diese hier:

    FF: „???“

    Notquite: „?!!“

    Toll.

  6. Das hört sich nicht nur gleich an, das sieht auch noch gleich aus.
    Ich mag die Stelle auch. 🙂

  7. … da kommt das Lachen nicht nur in den Augen sondern auch im Herzen an. Danke für den Start in den Tag!

  8. Bitteschön, Alexandra. Das freut mich!

  9. Pia Butzky

    Vielfliegender-Beethoven, kannst du mal eben eine kurze Auskunft dazu geben, wie sich deine Hörtechnik bei den Magnetsicherheitsschleusen am Flughafen verhält? Alles im Lot? Oder tut sich da was? Nimmst du sie ab? Zeigst du sie vor? Machst du sie an/aus im Flugzeug?

    Fragen über Fragen …

  10. Nichts. Gar nichts tue ich und gar nichts tut sich da. Habe den SP sowohl zu Fuß durch die Schleuse getragen als auch durchs Band geschickt — nichts. Und im Flugzeug an bzw. nur aus, wenn ich Lust drauf hatte.
    Zur Sicherheit würde ich empfehlen, an der Kontrolle drauf zu deuten und zu fragen, ob Du die Hörgeräte/hearing aids ablegen sollst. Dann sind alle schonmal drauf vorbereitet, falls doch was ausschlägt oder komisch aussieht.

  11. Pia Butzky

    Köszönöm, merci, asante sana, thank you, obrigada, mille grazie, muchas gracias, paljon kiitoksia, dank je wel, många tack … danke.

  12. Bitte. Aber sach bloß, die hast Du aus dem Kopf hingeschrieben….. !

  13. Pingback: Sag mir was Verbotenes — aber so, dass es alle hören! | Not quite like Beethoven

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