Alles, was es über Schwerhörige im Beruf zu sagen gibt?

Oh, ich habe es gar nicht getan. Vor kurzem habe ich die Reihe Taub im Job, trotzdem erfolgreich — für Schwerhörige, ihre Kollegen, Chefs und Kunden abgeschlossen und glatt vergessen noch einmal zu fragen: Was haltet Ihr denn zusammengenommen davon?

1.  Lege ein Depot an
2.  Offen sein, es nicht alleine versuchen, Initiative ergreifen
3.  Selbstvermarktung und das erfolgreiche Bewerbungsgespräch
4.   Beeinflusse die Sitzordnungen
5.   Raum und Gegenstände in Teamsitzung, Besprechung und Präsentation
6.   Ergreife das Wort: Gesprächsführung in Teamsitzung und Besprechung
7.   Akustisch Überleben beim Geschäftsessen
8.   Auf Dienstreise
9.   Nicht verzweifeln bei Konferenzgesprächen
10. Wenn’s denn sein muss: Kundenkontakt per Telefon
11. Präsentationen vor Kunden und Auftraggebern
12.  Smalltalk und Netzwerken bei Abendessen, Empfängen und Konferenzen

Was fandet Ihr gut, was nicht? Fehlt Euch was? Ist das zusammen mit der Gebrauchsanweisung für Schwerhörige alles, was es Nützliches über Schwerhörige im Beruf zu sagen gibt?

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7 Antworten zu “Alles, was es über Schwerhörige im Beruf zu sagen gibt?

  1. das ist echt ne schwierige frage, an die ich mich jedenfalls nicht herantraue…
    ich weiss aber dass ich einiges davon live mitgelesen und gemocht habe, zb die Dienstreise und auch die Sitzordnungen.

  2. schwierige frage, smilla? wieso eigentlich? ich habe gestern, als ich es las auch gedacht: schwierig (da sicher nicht oder nicht in erster Linie als fishing for compliments gedacht).

    Also von daher ein Kommentar von mir:
    * Vieles ist außerordenlich treffend, ebenso ausgezeichnet beobachtet wie gut beschrieben
    * ich war an mancher Stelle verblüfft, dass Dinge die ich schon immer und völlig selbst-verständlich tue letztlich dem Ausgleich meiner Schwerhörigkeit geschuldet sind (an mancher Stelle war mir das nicht bewusst)
    * Gerade bei diesem Thema ist der aufklärende Charakter für Nicht-Behinderte sehr gut gelungen
    * Die Tipps, wenn auch nicht immer und überall realisierbar, sind sicher hilfreich, vor allem für nicht-schon immer Schwerhörige
    * und last but not least: gerade diese Serie (glaube ich) hat mir geholfen, doch manchmal Andere (gerade in beruflichen Kontexten, mit dem Horror schlechthin: Telefonkonferenzen auf Englisch!) um Rücksicht zu bitten. Hat übrigens dazu geführt, dass nun alle gegenseitig mehr Rücksicht nehmen. Da fast keine Muttersprachler dabei sind, kam und kommt es nämlich offensichtlich häufig vor, dass es an der gegenseitigen Verständlichkeit mangelt (zumal die akustische Qualität technisch oft mangelhaft ist). Nun bitten auch die anderen viel häufiger um Wiederholung…
    Um noch was Kritisches 😉 zu sagen: An mancher Stelle (Geschäftsessen, Telefon, Smalltalk teilweise) kam vielleicht der doch häufige/normale(?) Frust weil es eben doch nicht klappt ein bisschen kurz

    Aber insgesamt: für mich eines der Top-Themen, wenn nicht sogar das Top-Thema schlechthin 🙂

    *hiernocheineVasebereitstelle*

  3. Pia Butzky

    Möönsch, Warmhalteplatten-Beethoven, sollen wir jetzt mal alle unsere Kommentare dazu zusammenstellen und dich kommentieren lassen, wie sie dir so gefallen und was nicht oder ob da noch was fehlt?

    Planst du einen Ratgeber?

    Wassnlosmitdir, keine neuen Themen mehr? Wieder in Helsinki? Schönes Wetter draussen?
    Verständlich! 😉

  4. Smilla, danke fürs Bescheidsagen, mich freut das, wenn’s Dir Spaß macht. 🙂

    frauke, nein, kein fishing for compliments, obwohl Du mir da gerade ein ziemlich großes verpaßt hast. Dankeschön! Toll, wenn’s was geholfen hat. Übrigens, der normale Frust, ja, ich sehe was Du meinst. Es hat teilweise ein bißchen was von pep talk.

    Hehehe, Pia, schön, dass Du dich so auf neue Einträge freust! Mich interessiert tatsächlich ob jemand, noch was dazu zu sagen hat. Außerdem hat sich diese Serie ja lange hingezogen und es gibt ja auch neue Leser.

  5. ich find’s insgesamt gelungen, denke aber nicht, daß man zu diesem thema alles gesagt haben kann… es wird immer situationen geben, die davon nicht abgedeckt werden. aber als nachschlage-basis finde ich’s toll – jeder, der schwerhörig ist, sollte sich das mal ansehen. ich kenne da nämlich noch so ein paar beispiele, die sich den ganzen tag [absichtlich??!] so ungeschickt wie möglich verhalten, was das korrigieren oder erleichtern der schwerhörigkeit angeht!

  6. Danke, rebhuhn! Wenn’s ein paar von denen erreicht, freu ich mich.

    Ansonsten war das klar eine rhetorische Frage. Und genau das dachte ich ja, dass vielleicht wem noch eine Situation einfällt, die ich vergessen hab, die aber so schwierig oder typisch ist, dass man was dazu sagen könnte oder sollte.

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