Danke für die Tiefschläge, Kollege!

Leider muss ich oft grinsen, wenn Kollegen mich mies behandeln — was diese meist nur noch mehr reizt. Aber es ist doch so:  Wenn Dich Kollegen mies behandeln, tun sie’s meist deswegen, weil sie Dich als Bedrohung empfinden.

Gut! Das heißt, wir spielen in der gleichen Liga. Keine falsche Schonung als „Behinderter“.

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18 Antworten zu “Danke für die Tiefschläge, Kollege!

  1. Es gibt da eine Simpsons-Folge, in der Sich Bart über seine Klassenlehrerin aufregt. Er meint, sie wäre nur deshalb so eine Kratzbürste, weil sie einfach allen den Tag vermiesen will – weil sie vor allem sich selbt nicht mag. Da liegt viel Wahrheit drin… Leute, die selbstsicher und zufrieden sind, kritisiern, aber machen niemanden runter.

    Trotzdem noch einen schönen Arbeitstag und ein dickes Fell wünscht Dir Anja

  2. Liest sich für mich wie ein Revierkampf, sind das immer männliche Kollegen? Ist ja gut, wenn Du solchen Rangeleien was Positives abgewinnen kannst… 😉

    @Anja: Ich glaube nicht, dass es Leute gibt, die *immer* selbstsicher und zufrieden sind. Ist ja auch menschlich, mal gemein, ungerecht, ausfallend usw. zu sein, alles andere wäre mir unheimlich. Aber auf Arbeit ist das was anderes, und wenn es ein Dauerzustand ist, stimmt wohl wirklich was nicht, da hast du recht.

  3. Ist es nicht ständig ein Geben und Nehmen?
    Wenn es nicht ausartet haben so kleine Nickelichkeiten doch auch etwas positives. Und ich arbeite persönlich lieber mit Männern zusammen, da sagt man einmal laut Arschloch untereinander, geht sich ne halbe Stunde aus dem Weg und danach ist es meist gut. Ausser man hat echt so richtig fiese Kollegen. Dann kann es wirklich richtig belastend werden. Hoffentlich ist das nicht so bei Dir.

  4. Regenbogen

    Hm….
    Ich weiß nicht.
    Hab auch schon Leute gekannt, die strotzen nur so vor Selbstbewußtsein, mußten aber trotzdem immer andere runtermachen (vor allem hintenrum).
    Vielleicht bezogen sie ihr Selbstbewußtsein ja auch daraus, daß sie – allein schon für sich selber – betonten, wie Scheiße die dieses oder jenes machten und wie toll sie selbst doch waren?

  5. Pia Butzky

    Das nenne ich Gleichberechtigung:
    Wenn man trotz Behinderung im Gerangel steckt, weil alle anderen das auch tun. Finde ich auch gut, besser als Kopftätscheln.

    Ganz schlecht ist, wenn die Behinderung für Mobbing ausgenutzt wird. Da gibt es aber Gegenwehr, nicht zu knapp. Da nehme ich auch keine Rücksicht auf Männlein oder Weiblein. Wer mobbt, kriegt Ärger.

    Männer können übrigens durchaus feige und intrigant sein, die kleinen Stichler. Und Frauen habe ich schon mehrfach als gradlinig, ausgeglichen und ehrlich erlebt. „Typisch Mann“ oder „typisch Frau“ ist je nach Person recht unterschiedlich.

  6. 🙂 genau so ist es

  7. Ists Gerangel oder ists Mobbing? Ich finde, das ist ein grosser Unterschied – und ich hoffe, dass es ersteres war!

    Sonst wünsche ich ebenfalls ein dickes Fell und jemand, der nötigenfalls hilft.

  8. Danke für die guten Wünsche!

    Warum genau sie es machen wäre sicher nochmal gesondert und im Einzelfall zu erörtern. Ebenso die Frage möglicher Gegenmaßnahmen. („Wer mobbt, kriegt Ärger!“ find ick jut 🙂 ) Wobei ich, Frau Frogg, die Grenze manchmal äußerst schwer zu ziehen finde.

    Mir ist bloß aufgefallen, dass es sich gut anfühlt, normal behandelt zu werden und nicht ständig als außer Konkurrenz oder wie ein rohes Ei. Weil rohen Eiern traut man letztlich auch nix zu.
    Das heißt übrigens lange nicht, dass ich das ständig haben muss oder mir dann nicht ein produktiveres Umfeld suchen würde.

  9. Pia Butzky

    Schau mir in die Augen, Kleiner.

    Das Prinzip „mal ein offenes Wort unter uns“ hat hohe Chancen, foulende Gegenspieler wieder ruhig zu stellen. Das gibt einem das Steuer in die Hand, man kann die Situation regulieren, wenn man klar macht: „Ich möchte andere Spielregeln.“ In Kombination mit „Ich schlage Ihnen / dir vor, es soundso zu handhaben …“ macht das beim Gegenüber die Ohren auf.

    Woher ist das weiß? Abgeguckt. Habe ich bei einem Kollegen gesehen, der eine bewundernswerte Ausgeglichenheit hatte. Der ist jedem kleinen Pieks nachgegangen und hat es ärgerfrei angesprochen, mit feiner Sprache, ohne Häme. Hat mich zutiefst beeindruckt.

    Ebenso eine frühere Vorgesetzte: Die hat schon kleine Dinge und Meckereien klärenswert gefunden, um ein gutes Klima zu erhalten. Offenheit, das war mir damals neu und fand ich gut.

  10. Ist auch meine Erfahrung, dass das so ganz gut klappt. Denke auch, dass wenn’s mit Ausgeglichenheit und Sachorientierung nicht klappt, das kein gutes berufliches Umfeld ist. Dann sollte man sich vielleicht überlegen, warum man da ist.

  11. Lächeln ist immer gut,ich schaffs leider nicht immer……
    Aber wenn,dann gehts mir besser und den anderen eher nicht
    Deshalb „Stur Lächeln und Winken!“-
    siehe „Madagaskar Pinguine“

  12. Regenbogen

    @Pia Butzky:
    Klappt aber nur mit einigermaßen vernünftigen und zugänglichen Kollegen.

    Es gibt auch absolut kritikresistente, die Dir aus einem Gesprächs- und Klärungsversuch auch noch einen Strick drehen.

    Ich hoffe, Beethovens Kollegen sind nicht so.

  13. Frank, ich denke, es kommt darauf an gut einzuschätzen, wann Lächeln angebracht ist und wann nicht. Manchmal macht es die Leute auch unnötig nervös oder man schießt sich selbst damit ins Bein, weil man zu allem immer wie blöd grinst.

    Regenbogen, scheitern kann man natürlich immer. Aber ich denke, es kommt auf das Auftreten an.

  14. Regenbogen

    Nicht nur.
    Es gibt Leute, die putzen jegliche Kritik, egal wie man sie äußert, einfach vom Tisch.

    Und danach wird´s höchstens noch schlimmer.

  15. So Leute gibt’s, klar. Die Frage ist aber wie man mit ihnen umgeht. Dass es danach höchstens noch schlimmer wird, jedenfalls, kann ich so pauschal nicht bestätigen.

  16. Pia Butzky

    Der Vollständigkeit halber muss man aber auch erwähnen, dass vereinzelt (sehr vereinzelt!) Leute mit Behinderung sich grad dann dahinter verstecken, wenn es um ganz anderweitige Kritik geht. Vereinzelt (!) habe ich mal Wehleidige erlebt, die sich mit Jammerton auf ihre Behinderung zurückzogen, wenn es um ganz andere Kritikpunkte wie Nachlässigkeit oder vermeidbare Fehler bei der Arbeit ging. Ulkig, was dann alles als Behinderung gelten kann: Frau sein, Ausländer sein (Eltern mit Migrationshintergrund haben), Frau mit Migrationshintergrund sein …

    Wenn man eine körperliche Behinderung hat, ist es manchmal gar nicht so einfach, das im Streit immer sauber zu trennen. Aber offener Streit ist ja auch noch was anderes als die kleine fiese Wadenbeisserei unter Kollegen.

    Wie man eine richtig fetzige, kräftemessende Auseinandersetzung schafft, ohne die Hörbehinderung taktisch vorzuschieben und ohne sie ganz auszuklammern (auch wichtig), das ist was für Fortgeschrittene, denke ich. Man muss ja selbst auch der Versuchung widerstehen, einen Treffer von außen mit „Unfair, bloss weil ich behindert bin … “ abzuwehren. Und mal ehrlich: Wer ist da immer sauber geblieben und hat nicht schon mal damit kokettiert?

  17. Regenbogen

    @Not quite:
    Nicht pauschal, nein – pauschalieren kann man bei Menschen nie, das sind schließlich Individuen.

    Ist aber ein Fakt, daß es solche Leute GIBT.

    Ich kenne Leute, die man gut kritisieren kann und die es auch verstehen, ihre eigene Kritik konstruktiv anzubringen, so daß man damit gut umgehen kann.

    Ich kenne Leute, die zwar jeden anranzen, egal ob sie nun im Recht sind oder nicht, wenn sie gerade zu Hause Probleme mit ihrem Süßen haben oder warum auch immer schlechte Laune.
    Wenn man mit denen spricht, blocken sie zwar ein bißchen, aber irgendwann kommt – zumindest manchmal – dann doch ne Entschuldigung.

    Und es gibt welche, denen kann man nicht beikommen.
    Jedenfalls nicht, wenn sie glauben, in der „Hackordnung“ (die andere mit besserem Charakter gar nicht nötig haben) über einem zu stehen.

  18. Pia, ich wäre versucht, zu sagen: ich. Was aber natürlich nicht heißen soll, dass ich die Schwehörigkeit nicht schon mal instrumentalisiert hätte. In diesem Kontext aber („der hat mich nur deshalb angegriffen, gemobbt, die Aufgabe oder die Ehrung nicht gegeben weil…“, „ich hab’s so schwer, alle hacken auf mir rum“) nicht.

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