Der Aufhänger

Aufhänger war ich bisher noch nicht. Aber für alles gibt es irgendwann ein erstes Mal. Beim Rheinischen Merkur gibt es gerade ein ganz nettes Stückchen über Hörverlust und Musik zu lesen, in dem Not quite like Beethoven den Aufhänger spielt.

Mir gefällt’s eigentlich ganz gut. Und Euch?

PS: Übrigens wird der Merkur in Bälde eingestellt, also nutzt doch nochmal die Chance und seht Euch auch dies hier an.

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13 Antworten zu “Der Aufhänger

  1. Ja da schau her, der Not quite ist ja schon eine richtige Berühmtheit. Aber wie soll das auch anders sein bei einem Fast-Preis-Gewinner. 😉

    Nee, jetzt ernsthaft, finde ich spontan ganz gut.
    Immerhin wird da auch mal etwas ausführlicher drauf eingegangen, daß Hören(lernen) mit dem CI harte Arbeit ist und der Betroffene keineswegs mit dem Implantat – zack – wieder normal hört. Insofern hebt sich das ganz gut zu den Arztaussagen in den Stimmen von El-Sayed ab.

  2. Kein Link auf deinen Blog? WTF? — Den Fehler habe ich gleich mal per Leserbrief versucht zu beheben.

  3. Welcome to the Deutsche Zeitungswesen, liebe Berlinessa, wo man grundsätzlich nicht verlinkt. Das ändert sich nur gaanz langsam – und hat mit der Einstellung des Blattes sicher gar nichts zu tun.
    Danke für die spontane Aktion!

  4. Pingback: Tweets that mention Der Aufhänger | Not quite like Beethoven -- Topsy.com

  5. Mir gefällt der Artikel ganz gut 🙂
    Das stimmt, das mit den Zeitungen wird sich wohl sobald nicht ändern – schade.
    Aber immerhin kann man auch dort schon via Facebook „liken“. Also gibt es Hoffnung, dass es vielleicht nichtmehr allzulange dauert…

  6. Hätte ich den Artikel geschrieben, hätte ich selbstverständlich verlinkt… 🙂
    Sehr schön jedoch, dass die Zeitung, für die ich 12 Jahren geschrieben habe, bei Notquitelikebeethoven so noch eine kleine Reverenz erfährt. Stellvertretend für alle Mitarbeiter des Rheinischen Merkurs erlaube ich mir zu sagen: Ein große Ehre ist das für uns!

    Herzlichst
    jueb

  7. Ich finde den Einstieg etwas steif. Aber hey: Du hast es geschafft!!! 🙂

  8. Muckefukk, ich denke es wird sich definitiv was tun in den nächsten Jahren.

    Ach, jueb, gern geschehen — aber übertreib doch nicht!

    Text-Burger, ich bezog mich hauptsächlich auf die Darstellung von Hörproblemen und CI. Sprachlich ist nochmal ne andere Sache, da hast Du recht. Nur — was hab ich geschafft?

  9. Nee, das ist nur so eine Floskel! Ich denke, das Thema CI wird breiter diskutiert – auch durch deinen Blog. Ich durfte vor einigen JAhren im Rahmen einer Mitarbeit für den MDR an einem Porträt einer Frau mitwirken, die als Kind ertaubte. Sie hatte sich vehement gegen den Einsatz eines CI (für sich selbst) ausgesprochen. Für mich war das damals ein ganz neues Thema. Hatte ich mir nie einen Kopf drüber gemacht, weil es mir nie begegnet ist. Inzwischen gibt es Nqlb, da kann man nachlesen. Und noch dazu so unterhaltsam 🙂

  10. Apropos: vor vier Tagen war ich beim Friseur. Bevor ich den jungen Mann, der mich zu schneiden beabsichtigte, auf meinen Kopfschmuck aufmerksam machen konnte, war der Sprachprozessor schon vom Haupt geflogen – er hatte zu fachmännisch in meinen Haaren herum gewuschelt. Daraufhin legte ich mir schon die Worte zurecht, ihm zu erklären, um was es sich bei diesem Gerät handelt. Aber er kam mir mit der Frage zu vor: Wo ich denn operiert wurde? In Hannover etwa? Er kannte sich mit dem Thema aus.

    Herzlichst
    jueb

  11. Sorry, aber ich kann nicht so einstimmen in die Lobeshymnen über den Artikel. So grottenschlecht wie das Musikhören mit CI da gemacht wird, ist es nämlich seit langem nicht mehr. CI`ler, die wieder richtig Spaß an Musik haben sind wahrlich nicht mehr so selten, wie Frau Richter schreibt. Kommt aber wohl hauptsächlich von den Aussagen von Prof. Plotz

    Folgenden Leserbrief habe ich eben zum Merkur geschickt, vielleicht leiten sie ihn ja auch weiter.

    Dir nqlb wünsche ich Durchhaltevermögen und etwas Geduld auf Deinem weiteren Weg zur Musik. Es lohnt sich auf jeden Fall. (Auf „181.fm – The Eagle“ lief gerade Knockin‘ On Heaven’s Door von G’nR‘)

    Gruß, maltjoker

    *****************************************************
    Liebe Frau Richter,

    leider wird durch Ihren Artikel ein falsches Bild vom Hören mit dem CI vermittelt. Als CI-Träger der seit 12 Jahren mit CI versorgt ist, möchte ich das nicht so stehen lassen. Ich war vor meiner Ertaubung 1997 Musikliebhaber und Sänger in diversen Chören.
    Ein differentiertes Musikhören ist mit dem CI durchaus möglich. Woher Herr Prof. Plotz seine Aussagen über das Musikempfinden mit CI nimmt ist mir unverständlich. Das Hörzentrum Oldenburg arbeitet doch eng mit der MHH zusammen, wo man über ein großes Patientenkollektiv verfügt. Ich bin an der MHH seit 7 Jahren ehrenamtlicher Berater für Hörgeschädigte und habe in dieser Zeit eine Menge Leute gesprochen, die Musik schätzen und genießen können.

    Ich selbst höre gerade als ich diese Zeilen schreibe Internetradio in Hintergrund und kann ohne große Schwierigkeiten die Lieder erkennen und Guns ’n‘ Roses von Nirvana, den Stones oder Fleetwood Mac unterscheiden. Ich gehe auf Konzerte und kaufe neue CDs, wie ich auch wieder singe. Gerade habe ich anfangen, mir Gitarre beizubringen.

    Sicherlich ist es einiges an Arbeit ehe man das Hören mit dem CI so trainiert hat, dass es wieder Spaß macht Musik zu hören. Aber es ist durchaus möglich und wahrlich nicht nur in Ausnahmefällen. In England am Mary Hare Institut, einer Internats-Schule für stark-hörgeschädigte Kinder, lernt jeder Schüler ein Instrument. Einige komponieren und spielen ihre Lieder in Bands. Ich kann Herrn Prof. Plotz gern auf Wunsch eine CD solcher Schulbands zusenden.

    Die heutige Technik ist in Zusammenarbeit mit unserem anpassungsfähigen Gehirn und etwas gutem Willen zu viel mehr fähig als Herr Prof. Plotz hier beschreibt.

    Gern können Sie meine Mail an Herrn Prof. Plotz weiterleiten, vielleicht hat er bisher einfach noch nicht die richtigen CI-Träger getroffen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Ralf J.

    CI rechts 1998, links 2005

  12. Hi Maltjoker,

    dein Posting und deine E-Mail an den RM ermutigen mich. Seit Februar CI-Träger, wollte ich im Dezember mein zweites CI machen lassen, schrecke aber vermutlich dann doch davor zurück. Das hat psychologische Gründe, schätze ich mal. Aber nicht nur. Ein anderer ist: ich höre mit dem CI nicht so gut Musik, und ich fürchte, mir würden nach der zweiten OP die tiefen Töne fehlen, die das HG liefert. Aber deinem Posting entnehme ich, dass hier wohl noch etwas Geduld mit dem CI haben muss.

    LG
    jueb

  13. Text-Burger, dit freut mich.

    jueb, wenn ich mir mal überlege wie viele CIs ich auf der Straße sehe, wundert’s mich nicht, dass Deins nicht das erste war, das dem Friseur in die Hände fiel.

    maltjoker, vielen Dank für deinen Kommentar! Das stimmt schon, in dem Artikel kommt es ein wenig rüber als hätte man gar keine Freude daran. Das ist auch bei mir nicht so. Insofern: Gut, dass Du geschrieben hast.
    Würde aber noch hinzufügen: Weil aber die individuellen Ergebnisse bei CI-Trägern so unterschiedlich sind finde ich so „tiefergelegte“ Artikel eigentlich ganz gut (oder jedenfalls besser als wenn dort stünde: Musik? Null Problemo!). Ist doch besser man wird angenehm überrascht als dauerhaft enttäuscht, oder?
    Und ich denke, man sollte auch unterscheiden ob man Musik selbermacht, bekannte Musik hört oder unbekannte. Die beiden ersteren Fälle sind nämlich deutlich einfacher „zu genießen“ als letzteres (weil man da weiß was kommt).

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