Sag mal, wo hast Du die letzten drei Jahre gewohnt?


[via fuckyeahsubtitles]

Ich liebe Filme. Und Serien. Aber ich bin kein Freund davon, das Internet mit Videos und Streams vollzustopfen. Ehrlich, ich bin mit Text ganz zufrieden. Und das hat nicht nur damit zu tun, dass ich mit der Tonspur öfters Probleme habe.

Es hat damit zu tun, dass ich gerne Herr über meine eigene Zeit bin und die Dinge in meinem Rhythmus mache. Dass ich entscheide, wie wichtig ich etwas finde und wie viel Aufmerksamkeit ich ihm dementsprechend widmen möchte. Ein Text hat keine Eigenzeit, ich kann ihn in Windeseile überfliegen, vielleicht schnell die Zwischenüberschriften ansehen, Teile überspringen, das Ende lesen. Das mag ich.

Videos dagegen, und ihrer Geschwindigkeit, muss ich mich ausliefern. Sie dauern so lange wie sie dauern und mindestens den Anfang muss ich in ihrem Tempo und ihrer Dauer gucken. Nur das Fernsehprogramm ist noch schlimmer: Da findet das alles noch zu vorbestimmter Zeit statt. Nennt mich eigenwillig, aber — das mag ich oft nicht. Da muss ich schon sehr interessiert sein.

Warum ich das alles schreibe? Eigentlich ist es mir nur eingefallen weil ich überlegt habe, warum mir fuckyeahsubtitles so gefällt  — obwohl die Kombination Bild und eingeblendeter Text doch erstmal ästhetisch nicht so wahnsinnig prall ist. Übrigens, der Dialog oben wird noch besser: „Einige der Nachbarn waren ziemlich seltsam.“

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13 Antworten zu “Sag mal, wo hast Du die letzten drei Jahre gewohnt?

  1. …und Filme kann man sich nicht an die Wand hängen!;)

    Ja, lange hat die Bloggerin nichts mehr gepostet aber so langsam kommt wieder Untertitel-Nachschub, das freut mich auch.:)

  2. Kann man schon. 🙂 Nur zumindest für mich erwiesen sich die Videoinstallationen in der eigenen Wohnung doch als eher störend.

  3. hi, du hast ja jetzt ein implantat so wie ich das mitbekommen habe. wie ist da für dich das tv sehen/hören? gibts dafür irgndwelche zusatzhilfen?

    ich bin nämlich seit 2 monaten selbst zu 90% taub und trage jetzt ein 70db verstärkendes hörgerät (beide seiten). steh also noch in den startlöchern und habe auch am 2.dezember nach den 6 wochen probetragen ein gespräch in der fachklinik zwecks implantat.
    währe dir sehr dankbar über ne antwort =)

    gruß

  4. Mit geht es genauso. Wenn mich Rhythmus und Tempo eines Films nicht versaß in der richtigen verfassung treffen oder ich mich darauf einlasse, dann langweilen sie mich schnell. Deshalb sehe ich mir 90% der geposteten Videos nicht an. Einen Fernseher hab ich seit Jahren nicht mehr und DVDs sehe ich nur mit Freunden.
    Dafür „fresse“ ich Bücher.

  5. Diese absurden worte hat meine iPad autokorrektur verschuldet…

  6. von100auf0, Zusatzhilfen gibt’s für CI die gleichen wie für Hörgeräte: direkte oder induktive Anschlüsse (also quasi Kopfhörer ins Gerät) und vor allem: Untertitel. Inzwischen, also nach knapp nem Jahr versteh ich aber auch ziemlich viel ganz ohne Zusatzgeräte, also ich mach einfach an und gucke. Laß Dich gut beraten bei Deinem Termin!

    kittykoma, genauso ist’s, die Bücher leisten ja auch ziemlich wenig Widerstand. 🙂

  7. Wie grossartig einfach das Bild mit dem Untertitel ist, und bei den Worten dazu kann ich nur zustimmen!

  8. Danke für den Tipp, fuckyeahsubtitles kannte ich noch gar nicht!
    Ungeduld, Ungeduld, die Zeit selbst bestimmen wollen, das allerdings ziemlich gut.

  9. Oh, Veronika, das freut mich aber, dich mal wieder zu sehen! 🙂

    tina, bitteschön. Aber, Ungeduld, das hört sich so negativ an 😉

  10. Ich meinte natürlich Erwartungsfreude und Nichterwartenkönnen. ;.-)

  11. Pingback: TWIN PEAKS – COFFEE, CHERRY PIE & LOTS OF PLAID « proletkult

  12. Pingback: Vom Traum, ein Untertiteler zu werden | Not quite like Beethoven

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