„Warum sollte sich ausgerechnet der Schwerhörige schämen?“ — Günther Beckstein über seine Ertaubung und die Arbeit als Politiker

Schwerhörige in hohen Ämtern gibt es ja einige. Bill Clinton zum Beispiel, der mit zwei Hörgeräten Präsident der USA war. Aber das ist nur leichter Hörverlust. Leute, die ertauben und trotzdem weitermachen, sind schon seltener.
Darum bin ich neugierig geworden als im letzten Herbst berichtet wurde, dass der bayerische Landespolitiker Günther Beckstein langsam sein Gehör verloren hatte und nun ein Innenohrimplantat (CI) trägt. Schon 2004 hatte er — als bayerischer Staatsminister des Innern und stellvertretender Ministerpräsident — einen ersten Hörsturz erlitten. Seit damals trägt er auf einem Ohr ein Hörgerät und ein Tinnitus nimmt ihm die Ruhe.

Ich wollte gerne mehr erfahren. Und da der Franke Beckstein ein offener Mensch ist, kam alsbald folgender Email-Austausch zustande…

Herr Beckstein, über Ihr Cochlea Implantat ist viel berichtet worden und auch darüber, wie gut Ihr beruflicher Alltag damit wieder funktioniert. Mich würde interessieren: Wie war es denn vorher, in den etwa drei Jahren, in denen Sie am schlechtesten hörten? Welche Probleme hatten Sie da im Arbeitsalltag und wie haben Sie die gemeistert?

Auf meine Arbeit hatte das kaum je einen Einfluss. Nach meinem Hörsturz im Dezember 2004 war ich ja erst einmal nur so schwerhörig, dass ein Hörgerät noch einen ziemlich guten Ausgleich herstellen konnte. Und Sie dürfen nicht vergessen, dass Sie sich als Staatsminister und als Ministerpräsident in einer privilegierten Situation befinden: Die Sitzungen des bayerischen Landtags werden in einer ausgesprochen günstigen Höratmosphäre abgehalten, ebenso die Sitzungen des Ministerrats und hausinterne Konferenzen oder Besprechungen. Auch Interviews oder Talkrunden oder Parteiversammlungen – für einen mittelgradig Schwerhörigen mit einem guten Hörgerät ist das alles kein großes Problem. Die einzige Ausnahme ist das Bierzelt. Ich habe mir sagen lassen, dass bei dem akustischen Durcheinander im Bierzelt sogar sensible Hörer ihre Schwierigkeiten haben. Für jemanden mit Hörproblemen gibt es da teilweise überhaupt kein Durchkommen mehr.

Wenn ich recht informiert bin, wählten Sie aber ausgerechnet als ersten öffentlichen Auftritt mit CI die Wiesn. Wieso das?

Das war ein Promi-Gespräch, das von einer Münchner Tageszeitung jedes Jahr auf der Wiesn und mit Bierzeltgaudi im Hintergrund veranstaltet wird. Ich bin ganz bewusst zu dieser Veranstaltung gegangen, weil ich gleich den Crash-Test machen wollte, den das CI auch recht ordentlich bestanden hat. Außerdem konnte ich auf dem bayerischen Hochamt von Schick und Schickeria auch gleich zeigen: Das CI ist eine gute Sache, und wenn jemand mit der äußerlich sichtbaren Prothese ein Problem hat, dann ist das garantiert nicht mein Problem.

Gibt es in Ihrem Berufsalltag akustisch schwierige Situationen, in denen Sie auf Anhieb verstehen müssen? Wie bewältigen Sie die?

Ich kann mich nicht an eine einzige Begebenheit erinnern, bei der es nicht möglich gewesen wäre nachzufragen. Und wenn’s nur die dezente Nachfrage beim Sitznachbarn ist. Diese Zeit muss einfach sein. Wenn Sie nicht schwerhörig sind und etwas nicht verstanden haben, weil alle durcheinander reden, dann haken Sie ja auch nach. Warum sollte sich also ausgerechnet der Schwerhörige seiner Nachfrage schämen? Ich jedenfalls hab‘ immer gefragt, und ich habe auch immer eine Antwort bekommen.

Wie haben Sie es in den unterschiedlichen Phasen Ihrer Schwerhörigkeit mit dem Telefon gehalten, mit Konferenzgesprächen gar? Konnten Sie es vermeiden, zum Hörer greifen zu müssen?

Das Telefonieren war lange kein Problem. Erst 2010, als sich mein Hörvermögen gegenüber dem Hörsturz von 2004 noch einmal massiv verschlechterte, merkte ich, dass ich dabei immer mehr Schwierigkeiten hatte. Das hat mich belastet – zumal ich aus Gründen der Vertraulichkeit immer den Hörer in der Hand habe und keine Freisprechanlage oder ähnliches nutze. Mit dem CI telefoniere ich jetzt sehr gut, auch wenn alles am Anfang ein bisschen blechern klang. Aber daran gewöhnt man sich.

Ist es bei Reden oder öffentlichen Diskussionen für Sie ein Problem, Zwischenrufe und Fragen nicht zu verstehen?

Wenn es einen gewissen Geräuschpegel gibt, ist es tatsächlich nicht ganz einfach zu filtern oder auch Zwischenrufe genau zuzuordnen. Aber das ist meiner Erfahrung nach eher die Ausnahme: Bei einer Rede hören ja eh alle dem Redner zu – wenn er einigermaßen gut ist. Und wenn Sie auf einem Podium sitzen und mit anderen diskutieren, dann bündelt der Moderator in der Regel die Fragen, sodass es selbst dann keine Verständnisprobleme gibt, wenn alle durcheinander reden. Ich bin also letztlich auch hier immer ein privilegierter Hörer gewesen.

Können Sie bei Abendessen und Empfängen oder in Bierzelten Small Talk machen? Gar Netzwerken? Was haben Sie in der Zeit vor dem CI gemacht?

Ich bin von Haus aus das Gegenteil von einem Small Talker. Wissen Sie, was man in Franken sagt, wenn man zum Beispiel in einem Geschäft eine Dienstleistung nicht zur Verfügung stellen kann? Einfach: „Mach mer ned.“ Wer so spricht, ist für den Small Talk auf irgendwelchen Empfängen einfach nicht gemacht. Aber unabhängig davon kann ich nur jedem empfehlen, der sich in einer Small-Talk-Situation befindet und schlecht hört: nachfragen, nachfragen, nachfragen!

Haben Sie je das Problem gehabt, dass andere Ihnen bestimmte Dinge wegen Ihrer Schwerhörigkeit nicht mehr zugetraut haben?

Nachdem meine Hörbehinderung sich erst nach meinem Rückzug vom Ministerpräsidentenamt so massiv verschlechtert hat, kann ich das nicht so genau sagen. Aus der Zeit meines Hörgeräts sind mir jedenfalls keine solchen Angriffe unter der Gürtellinie bekannt. Ich hätte mich auch dagegen verwahrt. Und was wäre auch dabei gewesen, wenn der Innenminister und Ministerpräsident ein CI getragen hätte? Ich kann jeden CI-Träger nur zur Gelassenheit ermutigen – es kommt schließlich nicht darauf an, was man am Kopf dran hat, sondern darauf, was man drin hat!

Herzlichen Dank für das Gespräch, Herr Beckstein!

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32 Antworten zu “„Warum sollte sich ausgerechnet der Schwerhörige schämen?“ — Günther Beckstein über seine Ertaubung und die Arbeit als Politiker

  1. Pingback: Günther Beckstein, ehem. bay. Staatsminister trägt seit 2010 CI | Gehörlose in Baden Württemberg

  2. wiederhoeren

    Vielen Dank für dieses ‚Interview‘. Ich freue mich immer, wenn jemand eine so positive Grundhaltung zu Hörgeräten und CI hat.

  3. „Und Sie dürfen nicht vergessen, dass man sich als Staatsminister und als Ministerpräsident in einer privilegierten Situation befindet …“

    Ob er wohl mit einer früher eingetretenen Ertaubung so weit gekommen wäre? Und ob er dann als Schwerhöriger nicht auch eher in der Defensive gewesen wäre, viel mehr unter Druck gestanden hätte? Die selbstbewusste Haltung ist ja wirklich nicht schlecht, da kann man sich was abgucken. Aber beim Fußvolk gilt der einfordernde Behinderte als „störrisch“, „ignorant“ und „nicht teamfähig“ – alles tödlich für eine Karriere innerhalb von Gremien, Organisationen, Unternehmen.

    Ich wünschte, ich wäre zum Zeitpunkt meiner Ertaubung auch eine Chefin gewesen. Da hätte ich mir so miese Dinger wie „nicht teamfähig“ als hochgradig Schwerhörige im Beruf nicht antun müssen.

  4. wiederhören, bitteschön! Ich würde vermuten, eine positive Grundhaltung generell zum Leben und den Widrigkeiten, die es einem entgegenwirft, hilft.

    Pia, in der Tat. Der Gedanke, dass es für mich als Schwerhöriger eigentlich am besten wäre, das ganze Hochdienen zu überspringen und gleich irgendwo an der Spitze anzufangen, begleitet mich seit dem Abitur. Hier im Blog hab ich das ja auch schon öfters thematisiert — als Führungsdilemma, Zwang zur Gesprächsführung im Beruf und Riesenproblem bei geselligen Abendessen. Man muss schon unglaublich geschickt, ruhig und hochengagiert sein, um das hinzukriegen. Ermüdend!

  5. Lieber nqlb,

    danke für das hochinteressante Interview. Wirklich eine originelle Idee!

    Auch ich schließe mich dem an, was ihr als Vorredner nennt. Wie ich schon öfters erlebt habe, genießen Promis einen derart hohen Aufmerksamkeits-„Bonus“,, dass ihnen es leicht fällt zu sagen: „nachfragen, nachfragen, nachfragen, …“. Keiner wird ihnen eine Antwort verwehren oder das verdenken. „Denn schließlich hat der es ja so weit hoch geschafft, dumm kann er ja nicht sein“.

    Anders ist das bei gewöhnlichen hörgeschädigten Menschen. Dort guckt man verständnislos. Umgekehrt kann ich auch bestätigen: Je weiter ich fortschreite in meinen beruflichen Bereich, je mehr ich an Souveränität und Respekt gewinne, desto leichter ist es. Da können mir Leute erzählen, was sie wollen.

    Diese positive Grundhaltung zu haben ist eine Sache, sie zu bekommen eine andere. Woher oder wodurch soll man als hörgeschädigter Mensch das entsprechende Selbst-„Bewußtsein“ entwickeln und erfahren? Um sich dann später selbst-„behaupten“ zu können. Es ist wie die Frage: Was war zuerst da, Ei oder Henne?

  6. Ralph, recht hast Du. Ich glaube, dass es stark auf die Eltern ankommt, ob man sowas hat oder nicht. Und davon, dass man Erfolg hat. In irgendeiner Weise, nicht nur Status/Geld etc. Vielleicht ist ja die wahre Lebenskunst, sich Erfolge verschaffen zu können.

    Berlinessa, 😉

  7. Herr Beckstein hat als gut hörender Mensch Karriere gemacht. Er profitiert jetzt von Ansehen, Kontaktgeflechten und Einfluss, die er sich als Hörender erworben hat. Als Hörbehinderter hätte er das nicht geschafft. Wenn er in jungen Jahren einen starken Hörverlust erlitten hätte, wäre es in der Politik (und evtl. auch als Rechtsanwalt) nicht mehr weiter gegangen, auch nicht mit CI. Man sieht, wie sehr sich die Chancen von spät Ertaubten mit stufenweisem Hörverlust unterscheiden von Personen, die von Geburt an stark hörbehindert sind.

    Ob es in Zukunft wohl mal Nachrichten geben wird wie diese: „CI-Träger(in) wird Ministerpräsident(in)“?

    Stelle mir gerade vor, der Ex-Präsident Bush hätte damals ein CI getragen, als ihm die Nachricht vom 9/11 ins Ohr geflüstert wurde. Man hätte es ihm lauter und mit Blickkontakt sagen müssen, alle im Raum hätten es mitgehört. Er hätte als CI-Träger vermutlich nicht ganz so lange gebraucht, die Nachricht vom Anschlag zu verstehen und zu verarbeiten, aber ein zweites langsames Wiederholen wäre wohl nötig gewesen. Die anwesenden TV-Leute im Raum hätten es also akustisch schneller erfasst als er. Wir wissen ja, wie laaange Bush als Hörender gebraucht hat, auf die Nachricht zu ragieren, aber als Hörbehinderter wäre das immer so gewesen, in jeder Situation. Und Tuscheln geht schon mal gar nicht (bzw. ein Politiker mit CI müsste immer eine Empfängeranlage tragen, in dessen Mikro seine Mitarbeiter „heimlich“ reinsprechen.)

  8. „Ob es in Zukunft wohl mal Nachrichten geben wird wie diese: „CI-Träger(in) wird Ministerpräsident(in)“?“

    Ob sie geben wird, ist ja nun ziemlich schwer zu sagen. Ob CI-Träger Politiker und dann noch Ministerpräsidenten werden, hängt ja nun nicht nur am Schlechthören — wie ist die Ratio Bevölkerung zu hochrangige Politiker? Ich glaube aber schon, dass es sie geben könnte. Warum auch nicht?

    Nette Vorstellung, das mit Bush. 🙂 Hätte er ein CI gehabt und dazu noch etwas Grips in der Birne, dann hätte er seinen Mitarbeitern sicher verboten, ihm öffentlich was zu flüstern. Ich jedenfalls mache das so. Ich bin aber auch nicht Bush.

  9. Sehr schönes Interview, und Beckstein schien mir, wie ich ihn vor vielen, vielen Jahren einmal interviewen durfte (da hörte er offensichtlich noch gut und das Thema war „innere Sicherheit“), ein sehr netter, fast möchte ich sagen aufrichtiger Mensch zu sein – über seine politischen Ansichten – upps – geht es hier ja nicht 🙂 Ich freue mich jedenfalls sehr, dass das CI nicht nur gesellschaftlich Fuß fasst, sondern auch immer häufiger kleine Erfolgsmeldungen zu hören sind. So erzählte mir mein CI-Ingenieur, dass sie in der Charité vor einiger Zeit einen aktiven Berufsschauspieler operiert haben…. Nein, die Vroni Ferres war es nicht… 🙂
    Herzlichst
    jueb

  10. Da machst Du es aber spannend, jueb! Das wäre dann auch so ein Fall, der aus der Flotthörigkeit zum CI gekommen ist?

  11. Sorry! Da habe ich leichtfertig Spannung erzeugt, ohne für die Auflösung sorgen zu können. Man nannte mir den Namen des Schauspielers nicht.

  12. Vielen Dank für das sehr interessante Interview!

  13. Nachtrag:
    Genau: „Und Sie dürfen nicht vergessen, dass man sich als Staatsminister und als Ministerpräsident in einer privilegierten Situation befindet …“

    Ich schliesse mich an alle realistisch gemachten Aussagen und ich glaube auch, dass einem Hörgeschädigten dieser Weg von Herrn Beckstein mit allen Mitteln verhindert worden wäre.
    Glück auf für diejenigen, die eben in einer privilegierten Situation sind.
    Wird auch Zeit, dass ein bisschen mehr Hörgeschädigte in so eine Situation kommen, finde ich…

  14. Tja, wenn man die Wahl hat also: Erst was werden, dann ertauben.

  15. Pingback: Aus unserem Netzwerk – 1. Quartal 2011 » Blogpatenschaften

  16. Ist nicht in der Lindenstraße jetzt jemand mit CI zu sehen? Ich weiß aber nicht, ob es sich um ein echtes CI handelt oder ob das nur eine Atrappe für eine Rolle ist.

    Ich finde die Diskussion hier gerade sehr spannend. Mein Sohn ist hochgradig schwerhörig/an Taubheit grenzend auf die Welt gekommen. Und ich habe mich schon häufiger gefragt, ob es wohl von Vorteil ist, wenn man von klein auf mit CI aufwächst. Weil man quasi besser lernt die Schwächen des Systems zu kompensieren? Zudem kann ich mir vorstellen, dass ein Hörverlust im späteren Leben immer ein drastischer Einschnitt ist. Eine Umstellung und ein Verlust. Doch bei jemanden, der noch nie gehört hat, kann man doch nicht von Verlust sprechen.

    Das ganze ist wohl schwerlich mit ja oder nein zu beantworten, da es ja immer auf die Situation des einzelnen ankommt. Nichts desto trotz hoffe ich, dass sich unser Sohn mit CI gut in der lauten Welt zurecht finden wird.

  17. CharlyBrown

    Tastybytes, die Gaby Zenker in der Lindenstrasse wird von einer
    hörenden Schauspielerin gespielt (ihr CI ist eine Atrappe).
    Ihre Ertaubung wurde vor einigen Jahren realistisch dargestellt.
    (In der Serie war sie ca ein Jahr taub und hat erst nach langem
    zögern für CI entschieden).
    Zur Zeit ist es aber nach meiner Meinung etwas unrealistisch,
    wie die Gaby Zenker ganz normal hört.
    Na ja, in den kurzen Episodenfilmen wäre es vermutlich störend,
    wenn die Gaby Zenker ab und zu sagen würde:“Hä? was hast Du gesagt“ oder „nochmal bitte, ich versteh nicht“.

    Stimmt, von Geburt (oder frühem Kindesalter) taub aufwachsen
    bedeutet kein Verlustgefühl.
    Anderseits haben erwachsene Ertaubte keine Probleme mit
    sprechen lernen und mühsamen Weg durch die Schulen usw.

  18. Tastybytes, es kommt, denke ich, immer drauf an, was man draus macht. Und es hat auf jeden Fall auch ein paar Vorteile (bzw. kann sie haben) der Art, wie Du sie im Kopf hast. Wichtig ist, soweit ich das selbst und von anderen mitbekommen habe, dass Du Deinem Sohn (nach Bedarf) beistehst. Und dass Du ein Auge auf die Sprach/Hörentwicklung hast, also gucken ob er gut mitkommt. Spätestens falls nicht vielleicht über zusätzlich Gebärdensprache nachdenken. Kontakt zu anderen CI-Trägern wäre vielleicht auch was (für ihn, damit er nicht immer der einzige ist). Alles Gute für ihn!

  19. Danke nqlb. Gebärden verwenden wir momentan schon ein paar. Das wollen wir aber noch weiter ausbauen. Schaden kann es schließlich nicht.
    Jetzt müssen wir erstmal durch die die CI Op.
    Und wir werden nicht nur ein Auge auf ihn haben ;-).

  20. In dem Interview wurde hauptsächlich auf den Verlust organischer Art des Hörvermögens eingegangen sowie die Neuentdeckung über das CI (beidseitig??).

    Was ist mit der verbalen Ausdrucksweise in den jeweiligen Phasen gewesen?

    *bin neugierig*

  21. Nein, einseitig. Über die „verbale Ausdrucksweise“ kann ich Dir nichts sagen, da musst Du Beckstein selber fragen.
    Ich bin auch nicht sicher was du genau meinst. Falls es die Aussprache ist, könnte sein, dass die mit der Ertaubung etwas schlechter und mit CI wieder etwas besser geworden ist. Das kommt oft vor. Muss aber nicht sein.

  22. Hallöle Beethoven :),
    vielen Dank für Deine Rückantwort.

    Sehr geehrter Herr Beckstein,
    falls Sie hier reinschauen bitte ich höflichst um Rückmeldung.
    Wie haben Sie es empfunden als Sie ab dem Jahre 2004 stetig Ihr Hörvermögen verloren haben? Welche Auswirkungen hatte es auf Ihre verbale Ausdrucksform? Und welche Effekte hat die Gerätschaft mittlerweile auf die Lautsprache?

    Vorab besten Dank

    *Sie können gerne auch unter einem Pseudonym Ihre Erfahrungswerte übermitteln*

  23. Es wäre schön, wenn es auch in ähnlichem Umfang eine Berichterstattung über den Hörsturz von Prominenten geben würde und diese Krankheitsform damit viel deutlicher in das Bewußtsein der Menschen kommt. Hier und in ähnlichen Artikeln wird hauptsächlich über die Behebung des Schadens berichtet, der Ansatz an der Vermeidung der Schwerhörigkeit durch Hörsturz ist meist keine Zeile wert.
    Über die Vermeidung von Herz- Kreislauferkrankungen steht mittlerweile in jeder Wurfsendung (Wochenzeitungen) o.ä. so viel, dass die Risikofaktoren und das Krankheitsbild auch dem beiläufig lesenden Ottonormalverbraucher ausreichend bekannt sind. Der Hörsturz und seine Vorgeschichte (erste Warnhinweise usw.) sind nur wenigen in der Gesellschaft – meist Angehörige von Betroffenen – bekannt. Viele der aufgetretenen Hörstürze wären bei einer gezielten Info-Kampagne vermeidbar. Wenn man ersteinmal beim Ohrenarzt seine Infusion bekommt und man sich wundert, wie viele um einen herum ebenfalls am Tropf hängen, fängt das Kopfschütteln an. Herr Beckstein sollte seine Popularität nicht nur dazu nutzen Schwerhörigen Mut zu machen, sondern ebenso deutlich in der Öffentlichkeit die Fehlentwicklung in seinem Leben aufzeigen, die zu dieser Situation geführt hat und dieses „Fehlverhalten“ in Frage stellen. Auch wenn gewisse Lebenssituationen ein Auspowern nahelegen, gilt doch: „Schaut her, das kann passieren, wenn ihr euch so verhaltet und euch zu wichtig nehmt. Hört auf eure inneren Warnsignale.“

  24. Danke für den Kommentar! Ich finde, der verdient eine eigene Diskussion, Moment bitte…

  25. Pingback: Viel besser wäre doch: Schwerhörigkeit vermeiden | Not quite like Beethoven

  26. Lieber Gott, schmeiß Hirn vom Himmel.

    „Viele der aufgetretenen Hörstürze wären bei einer gezielten Info-Kampagne vermeidbar.“

    Genau! Wo doch in jeder „Funkuhr“ und „Bild der Frau“ steht, dass man mit Kupferarmband und Gingkotabletten zu 97,90 eur die Packung den Hörsturz vermeiden kann. Info-Kampagne *lach*

  27. Hallo Leute,

    also ich habe auch ein CI. außerdem bin ich ein ziemlich guter trompeter trotz CI. Musikhören ist mit CI kein Problem für mich jedenfalls nicht. Ich hab auch keinen vergleich weil ich es nicht anders kenne.
    Ich kann ganz normal sprechen. Man würde es bei mir nicht merken wenn man das CI nicht sieht.

  28. Hallo Simi4, freut mich, dass es bei Dir so gut läuft mit dem CI. Und gut, dass Du das Thema Musik ansprichst, da fällt mir ein, ich wollte dazu noch was schreiben. Kurz Geduld bitte, würde mich freuen, wenn Du dich dann nochmal melden würdest.

  29. Hallo beethoven,
    also bei mir klingt Musik völlig normal. Ich kenne Aussagen von anderen CI-Nutzern, die Musik als blechern und metallisch empfinden. Bei mir ist das nicht so. Ich weiß nicht ob es an den Einstellungen liegt.

  30. Es liegt sicher auch daran, ob die Einstellungen gut sind. Ich glaube, es ist wie bei Hörgeräten: Es werden einfach zu viele Leute mit schlechten Einstellungen nach Hause geschickt.
    Aber ich glaube auch, dass es was mit dem Vergleich zu tun hat. Wenn man den hat (und im Kopf tatsächlich parat hat), dann nimmt man’s einfach ganz anders wahr als wenn man ihn nie oder sehr lange nicht mehr hatte.
    Wie gesagt, zum Thema Musik will ich nachher noch was posten… 🙂

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