Zivilbulle

Zu den Segnungen des elektrischen Ohrs gehört ein enormer Gewinn an Nachdruck bei Streitigkeiten auf der Straße. Jedenfalls kombiniert mit der entsprechenden Frisur, die den Knopf am Kopf sichtbar macht. Und den der Uhrzeit nach Mitternacht entsprechenden Augenringen.

Ist das alles gewährleistet, dann verkürzen sich die Auseinandersetzungen mit den schmierigen Gästen meines Lieblingsnachtclubs deutlich. Auf meine höflichen Fragen folgt nicht wie sonst erstmal ein Schwall von „Wart mal, bin beschäftigt!“ s und „Ey, was hassu?“ s, durch den man erstmal durch muss.
Sondern ein klares: „Oh, sofort. Mach ich sonst nie! Müssen Sie gar nicht melden! Bin schon weg!

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11 Antworten zu “Zivilbulle

  1. Haha, diesen Zusatznutzen hatten die Erfinder dieser segensreichen Apparatur sicher nicht auf dem Schirm.

    Aufgrund meines seinerzeit sehr korrekten Kleidungsstils (man denke an Special Agent Dale Cooper aus „Twin Peaks“) wurde ich im meinem gerne frequentierten Punker- und Darkwaver-Schuppen übrigens auch öfters für einen Cop oder so was gehalten. Ich habe mich auch nicht übermäßig beeilt, diesem Eindruck wirksam entgegenzutreten.

  2. Solange ich auf ner Demo, in irgendeinem russischen Restaurant oder einem besetzten Haus nicht verprügelt werde, ist alles okay.

  3. sag mal, nqlb, fehlt da unter Umstaenden ein „nicht“?
    Ansonsten: praktischer Nebeneffekt, oder fuehrt das auch zu peinlichen Situationen abseits vom verpruegelt werden?

  4. In der Tat, fehlt(e). 🙂 Dankeschön.

    Peinlich eigentlich nicht, nein. Kann ich mir auch nicht vorstellen. Ich musste mich nur dran gewöhnen dass, man’s so sieht — und auch heute ist mir manchmal unwohl, wenn ich wo rumstehe (Supermarktkasse, U-Bahn) und von der Seite guckt jemand ständig drauf.

    Wie das generell mit den Blicken der anderen ist, hab ich hier schonmal angerissen.

  5. What a perfect „Don’t fuck with me“ look. If I’m ever in a tight negotiation, may I hire you to stand behind me with this facial expression?

  6. „… unwohl, wenn ich wo rumstehe (Supermarktkasse, U-Bahn) und von der Seite guckt jemand ständig drauf. “

    Fang plötzlich laut an zu sprechen: „Morgen? Passt nicht so gut, aber nächste Woche geht. Matthias auch? Frag ihn mal. OK ruf mich an, wenn es klappt. (Pause, dann deutlich lauter) Bin gerade in der U-Bahn. IN. DER. UUU-BAHN. UUUUU-BAHN. Ja, bis dann.“ Am besten starrst du dem Gegenüber dabei direkt ohne ein Blinzeln ins Gesicht.

    Seit es die moderne Hörtechnik jeder Art gibt, fallen die Verrückten mit ihren Selbstgesprächen gar nicht mehr auf. Der integrative Nebeneffekt.

    Oder nachts vorm Club, wenn einer mal nicht so vorbildlich reagiert wie der von neulich: „Trägt eine schwarze Hose. Tattoo auf dem linken Arm. OK, ich gebe ihn jetzt an euch ab, Delta 14 übernimmt.“
    🙂

  7. Elizabeth, what are you talking about? Facial expression? I wake up with that look and never lose it. 😉

    Pia, der Gegen-E.T. Nicht nach Hause telefonieren, sondern von dort angerufen werden. Dachte auch immer, ich könnte irgendwie dieses Blinklicht am CI noch zum Blinken bringen, damit man sieht, wann sie mich anrufen.

  8. Cooles Bild!

  9. The eyebrows are what really brings the look home. I kept trying to remember what this photo reminds me of, and at last it came to me: the Leviathan from The Sword and the Stone. Check out @ 15 http://www.youtube.com/watch?v=ZusewkpFTew

  10. I really am the monster in the moat. Can’t believe it!

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