Man muss das nicht erst von Google lernen

Zwei Computerbildschirme werden an die Wand projiziert. Auf einem Schirm läuft die Präsentation, auf der anderen Seite wird der Sitzungsverlauf direkt mitprotokolliert.

Wenn Ihr mich fragt: Genau so sollen Meetings gemacht werden. Nicht nur gibt es eine Art Live-Untertitel, die mir beim Verstehen hilft — da haben alle was von. Es gibt ein anständiges Protokoll und ob Ihr’s glaubt oder nicht: Die Sitzung läuft zielgerichteter ab. Probiert es mal aus, müssen ja nicht gleich zwei Beamer sein, zwei Fenster reichen.

In dem FAZ-Portrait der Google-Entwicklungschefin Marissa Mayer allerdings, aus dem das Zitat stammt, wird es als Beispiel ihrer „legendären Sitzungsdisziplin“ angeführt. Dabei sollte es eigentlich die unspektakuläre Norm sein. Wenn Ihr mich fragt.

So müssen sich Schwerhörige nicht so anstrengen, die Qualität der Meetings zu gewährleisten

Advertisements

9 Antworten zu “Man muss das nicht erst von Google lernen

  1. Pingback: Tweets that mention Man muss das nicht erst von Google lernen | Not quite like Beethoven -- Topsy.com

  2. Ach, das ist doch gar nichts Neues oder Besonderes … 2003 hat die FST Halle eine Riesen-Veranstaltung durchgeführt, da war für alle was dabei:
    – Fenster für Vortrag
    – Gebärdensprach-Dolmetscher
    – LBG-Dolmetscher
    – Fenster für Mundbild
    – Fenster für Mitschreibe (durch Schriftsprach-Dolmetscher)
    – und last not least Hörfunk-Anlage / Mikroport-Anlage.

    Volles Programm auf allen Kanälen! Mehr geht nicht. Wenn man da nichts mehr versteht, dem war nicht zu helfen. Ich habe das so genossen, weil es so entspannend war, alles zu verstehen.

    Wenn ihr mich fragt, dann Marissa Meyer das dort bei der FST abgeguckt 😉 Und um es passend à la Uli Hase zu sagen: „Die hörgeschädigten Menschen sind die Vorreiter / Avantgarde einer kommunizierenden Gesellschaft“

    Herzliche Grüße von Ralph

  3. Hehehe, so ist es. 😉
    Ich würde ihnen aber zugestehen, da selbst drauf gekommen zu sein. In den USA und besonders in IT-Kontexten ist das nicht so unüblich. Denn der Witz am Live-und-sichtbar-Protokoll ist ja, dass es im Unterschied zu Dolmetschern auch Flotthörigen was bringt und sich außerdem ganz wunderbar in bestehende Abläufe einfügt. Ja sogar Arbeitszeit spart, weil das Protokoll am Ende der Sitzung bereits verschickt/archiviert werden kann.

  4. Uihjuihjuih, was für ein begabtes Mädchen, diese Google-Frau! Wow. Sieht aus wie 20 und ist clever wie sonstwas. „Mit 18 will sie eigentlich Neurochirurgin werden.“

    Ach, wär sie mal geworden. Vielleicht wär sie in den Bereich Hirn- und Sinnesforschung gegangen und hätte schon mit 28 Jahren einen Weg entdeckt, verlustfreies Musikhören mit Hörnervprothetik möglich zu machen. Oder die Ursache für plötzliche Ertaubung (Hörsturz) und auch Heilungs- oder Prophylaxemethoden entdeckt. Naja, jetzt ist sie bloss bei Google …

  5. Pingback: Veranstaltungen inklusiv – Vorträge Leicht präsentieren | Blind-Text

  6. Pia, ja,, beeindruckender Lebenslauf, in der Tat. „Bloss“ bei Google würde ich nicht sagen, ich kann mir das dort an der Spitze schon sehr sehr spannend vorstellen. Da bewegt man was global Wichtiges. Und entwickelt, wie der Hinweis von Jens nochmal zeigt, auch für „uns“ gar nicht mal so Unwichtiges…

    Jens, danke für den Hinweis. Diese Entwicklungen verfolge ich auch mit Spannung!

  7. „„Bloss“ bei Google würde ich nicht sagen, ich kann mir das dort an der Spitze schon sehr sehr spannend vorstellen. Da bewegt man was global Wichtiges. “

    Nanu, Belehrungs-Beethoven, mir fällt hin und wieder auf, dass du einen Hang zum leicht pastoralen oder redundanten „Welterklären“ zeigst, wo er doch eigentlich recht überflüssig ist. Kann das sein? Oder mache ich einen so beschatteten Eindruck, dass man den Witz nicht kriegt? Echt? Soll ich *Ironie* dranschreiben, wenn Ironie drin ist? Wirklich?
    Nö, ne?

    Aber wir kommen vom Thema ab.

  8. Trotzdem gut, dass Du’s ansprichst. Ich hab da nämlich, genau wie Du vermutest, keine Ironie drin gesehen. Hatte mich zwar ein bißchen gewundert, es aber durchaus für möglich gehalten, dass man medizinische Forschung für wichtiger hält als so eine Suchmaschine (was Google ja damals noch war).
    Ironie zu verfehlen ist aber, um nochmal in den Welterklärungsmodus zu wechseln, auch eine ganz typische Sache in diesem Internetdingens. Passiert. Leicht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s