Die energiepolitische Geisterfahrt der Regierung

Diesen Artikel aus der Wirtschaftswoche finde ich so gut, dass ich auch hier mal darauf hinweisen muss. Dieter Schnaas schreibt:

Und plötzlich ist sie weg, die Energielücke, einfach verschwunden – ganz so als habe es das Loch, in das der Industriestandort Deutschland wegen all‘ der grünen Technikfeinde und Fortschrittsverweigerer zu fallen droht, nie gegeben.

[via]

Advertisements

30 Antworten zu “Die energiepolitische Geisterfahrt der Regierung

  1. Pia Butzky

    Ja, auch bei Abschaltung der sieben jetzt veralteten AKW exportiert Deutschland immer noch reichlich Strom ins Ausland, der hier überschüssig produziert wird. Hier gehen noch lange nicht die Lichter aus.

    Himmel, mich kotzt das alles so wahnsinig an, diese Dummheit. Diese unerträgliche Bequemlichkeit, überall. Ich vermisse so bitter gesunden Menschenverstand, Vernunft und Vorausschau. Es kann doch anspornend und anregend sein, andere clevere Energieformen zu suchen und im Alltag umzusetzen. Denn wozu muss jedes Scheissding im Haushalt mit Strom betrieben werden, während die fetten Menschen sich im Fitnessstudio Bewegung verschaffen? Grotesk. Wenn ich mir vorstelle, für was für einen Nonsensscheiß vom Küchenmixer bis zum automatischen Garagentor Strom verbraucht wird, auf den wir angeblich nicht verzichten können … wer heute noch etwas für die Zukunft erfindet, was nur mit Steckdose funktioniert, ist doch nicht ganz frisch in der Birne. Der ist bei 1960 stehengeblieben.

    Unter anderem kam gestern abend im ZDF ein früherer Manager aus dem Bereich Atomenergie (Name und Position leider nicht verstanden), der vom Hardliner umgeschwenkt ist zum Atomgegner. Seine Begründung: Die Katastrophe in Tschernobyl hat nur deshalb ein vorläufiges Ende gefunden, weil dort Soldaten zwangsrekrutiert wurden, um das Ding zuzuschaufeln. Die wussten noch nicht mal, was auf sie zukommt. So etwas könne man nun nirgendwo mehr befehlen, erst recht nicht in einer Demokratie. Wer also einen GAU riskiert, möchte gern andere Leute, die im Notfall vor Ort sein müssen, schmerzhaft und grausig umkommen lassen, ganz bewusst. Zum Kotzen. Ich möchte, dass jetzt die Atom-Befürworter und Hardliner die Schaufeln in die Hand nehmen und die Meiler in Japan wieder zuschütten. Oder den Wasserschlauch, wenn es denn was hilft.
    Wahrt die Fassung: Butzky.

  2. CharlyBrown

    Mir ist schon oft aufgefallen:
    Unsere Politiker (alle Parteien) sind IMMER zuerst Partei-Politiker.
    An zweiter Stelle steht „im Ausland beliebt machen“.
    (nach Ende der Politkarriere winkt eine Belohnung in Form von
    lukrativen Beraterjobs bei internationalen Konzernen oder sogar
    ein Professor-Job in Princeton)
    Das Wohl des deutschen Wählervolk wird nur in Reden vor Wahlen
    geheuchelt.
    Immerhin macht unsere Frau Merkel sich Sorgen über die deutschen
    Atomkraftwerke.
    In Frankreich und auch in der Schweiz ist Ausstieg aus AKW kein Thema
    bei den Regierungen.
    Frankreichs Sarkozy hat laut Schweizer Tagesschau gesagt, in
    Frankreich werden keine AKW abgeschaltet.
    („Frankreichs AKW sind die besten und sichersten der Welt“)
    Noch was ist mir seit einiger Zeit aufgefallen:
    Im Schweizer Fernsehen (Tagesschau SF1 ab 19:30 Uhr und andere
    Sendungen) kommen manchmal interessante Nachrichten und Info
    die in deutschen Medien garnicht oder nur ganz kurz erwähnt werden.
    Zum Beispiel: Frankreich hat dem Diktator Gaddafi AKW samt Personal
    für über 6 Milliarden Euro verkauft, bzw in der Wüste gebaut!

  3. Auch in den ARTE-Nachrichten um 19.00 kommen täglich unbequeme Nachrichten, z.B. gestern über CDU-interne Parteitage, wo eine CDU-Anhängerin über den Redner unverblümt sagte: „Am Anfang war viel blabla…“, und dabei gemütlich ihre Socken weiterstrickte. In den restlichen deutschen Nachrichten sieht man diese kritische Berichterstattung in den Hauptnachrichten kaum.

    Zum Thema AKW-Abschaltung in Deutschland: Ist nur sinnvoll, wenn Frankreich auch aussteigt. Dort stehen 56 Atomkraftwerksanlagen. Welche Windrichtung in den gemäßigten Breiten, wozu Frankreich und Deutschland zählen, vorherrschen, weiß jedes Kind aus dem Geographieunterricht.

    Wenn Deutschland jetzt alles abschaltet, und dann so tut, als sei 100 %ige Sicherheit gegeben, ist das scheinheilig. Das einzige, was man damit lindert bzw. verhindert, sind Strahlenkrankheiten in der unmittelbaren Umgebung der stillzulegenden AKWs, wie bei Hamburg, mit den vielen, totgeschwiegenen Leukämiekranken…über die nur Greenpeace und andere Aktivisten berichten, die als Spinner abgetan werden…

  4. Pia Butzky

    Wenn Deutschland aus der Atomenergie aussteigt und wirtschaftlich weiter erfolgreich bleibt mit erneuerbaren Energien, wird das bald nachgemacht von den anderen Staaten. Was an unschädlicher Energieerzeugung zukünftig möglich ist, bleibt eine große Spielwiese für Forschung und Erfindung. Da sind bisher noch viele hochintelligente Lösungen unentdeckt, die langfristig eine andere Energienutzung sowohl in der Erzeugung als auch im Gebrauch ermöglichen. Das kann sogar richtig spannend werden und eine erfreuliche Dezentralisierung und technische Vielfalt zur Folge haben, eine Bereicherung des Lebenstils insgesamt. Nach vorne denken. Ist ja sowieso unvermeidlich.

    Uran ist als Abbaurohstoff noch geringer vorhanden als die schwindenden Erdölvorkommen und geht noch früher zur Neige. Wer sich von Atomenergie abhängig macht, bekommt also in wenigen Jahrzehnten ein großes Problem, auch wenn bis dahin kein Unfall passiert. Dann wird es Kriege um die letzten Uranvorkommen geben und schließlich ein Umschwenken auf andere Energieformen. Wer das schon früh beginnt, ist dann wirtschaftlich vorn. Also warum nicht wir?

  5. Der Artikel spricht mir echt aus der Seele. Kaum passiert was schlimmes, ist die Regierung auf einmal der gegenteiligen Meinung. Na, da werden die Wähler jetzt aber beruhigt sein. *brrr* Da schüttelt es mich vor Graus.
    Aber es stimmt, was Felios schreibt: Hilft uns nicht so mega viel, wenn in Frankreich mal ein GAU passiert. Aber immerhin könnten wir zeigen, dass es auch anders, dass es besser geht. Vielleicht würden das dann auch die Franzosen einsehen. Nur was in Deutschland eine glatte Lüge ist („Ohne Atomstrom gehen die Lichter aus.“), trifft in Frankreich zumindest halbwegs zu. Aber dieser blöde Atomstrom verhindert ja im Grunde, dass die erneuerbaren Energien ausgebaut werden.
    Eigentlich bin ich nur noch sprachlos. Und schaue mit Sorge nach Japan.

  6. CharlyBrown

    Ich halte viele (nicht alle) grüne Politiker und „Umweltschützer“ für
    ganz besonders heuchlerisch!
    Kohle wurde als schmutziger „Klimakiller“ systematisch verteufelt.
    Darum konnte die Atom-Lobby relativ leicht den Bau von AKW
    durchsetzen.(„AKW sind sauber und billiger“ wurde gesagt).
    Man hätte seinerzeit anstelle von AKW Kohlekraftwerke bauen können.
    Aber das haben ja grade jene „grün getarnten Heuchler“ verhindert,
    die heute scheinheilig „sofortigen Ausstieg aus Atomkraft“ fordern.
    Ich persönlich würde lieber neben einem „schmutzigen“ Kohlekraftwerk
    gut schlafen als mit Alpträumen neben einem „sauberen“ AKW.
    Natürlich wären auch Kohlekraftwerke keine dauerhafte Lösung.
    Pia hat da schon die machbare Lösung beschrieben.
    Man könnte heute nach und nach von Kohle auf Solar und Wind umsteigen.

  7. Pia Butzky

    Oh, no, Kohlekraftwerke nun wirklich nicht, Grusel!
    Interessant sind richtig neue pfiffige Ideen, die noch im Entwicklungsstadium sind. Man experimentiert zur Zeit damit, natürliche Erdwärme für Dampferzeugung zu nutzen, und hat eine clevere Idee mit Wasserpumpen als erste Versuchsanlage gebaut. Noch ist alles kniffelig und hat seine Tücken, aber das war schon immer so, bevor eine Technik sich etablierte. Ist vielversprechend, eine richtig kluge Idee dahinter und kann nicht krank machen. Lässt hoffen.

    Mehr davon: Biogasanlagen, Wasserkraftwerke, Windparks, Solartechnik, regionale vielseitige Lösungen. KEINE zentralen Großanlagen mehr!

    Im letzten Jahrhundert sind technische Methoden, u.a. auch die Verwertung von Fossilbrennstoffen nicht aus zwingender Notwendigkeit, sondern aus beinahe absichtsfreiem Erfindergeist entstanden (Ausnahme Kernspaltung: Kriegswaffe). Man hat Ölvorkommen zuerst entdeckt und dann erst geschaut, was man damit machen kann, siehe das ganze Plaste und Elastezeug.

    Siehe Elektrizität: Wurde erfunden und zuerst massiv abgelehnt. Das dauerte ein Weilchen, bis die Leute sie überhaupt haben wollten, hatte aber zum Glück die Wale noch eben vor der Ausrottung bewahrt (= Lieferanten für Tranlampen).

    Die sperrige Problematik ist jetzt die, dass wir nicht mehr abwarten, was eher zufällig erfunden wird, sondern dass wir nun etwas brauchen, was exakt in eine Lücke passt, um keine Veränderungen in Transport, Konsum, Herstellung vornehmen zu müssen. Das ist die besondere Starre in der Lebensweise, die es vorher in anderen Entwicklungstufen so nicht gegeben hat. Alle früheren technischen Veränderungen haben die Lebensweise gravierend verändert (nicht nur zum Besseren), aber jetzt pochen alle darauf, dass „es doch aber alles ganz bestimmt genau so bleiben soll wie es ist“. Wie spezialblöd ist das denn?

    Es dauerte immer einige Zeit, bis eine neue Technik sich etablierte (z.B. Flugzeug, Auto) und war anfangs die Spinnerei von Einzelnen, die sich das Genick dabei brachen. Heute werden diese so wichtigen Versuchsjahre mit wertvollen Lernschritten (= scheinbare Misserfolge) gleich als Gegenargument genommen, das könne ja nicht funktionieren. Wie unverschämt. Für junge Techniker, Ingenieure, Physiker und Tüftler ist es doch eine Riesensache, Ideen für Energieerzeugung zu entwickeln, die keine Schäden anrichtet. Da steigt der Puls, da ist doch noch was zu holen.

    Und es wird unsere Lebensweise verändern, hoffentlich, hoffentlich …

  8. CharlyBrown

    Pia, ich meinte nicht, das man jetzt noch Kohlekraftwerke bauen soll,
    sondern das es damals ein Fehler war, Kohlekraftwerke durch AKW
    zu ersetzen.
    Angeregt von Deinen interessanten Ideen fällt mir ein:
    Man hätte ja auch an sauberen Kohlekraftwerken tüfteln können!
    Na ja, hoffen wir, das die Zukunft doch noch so Innovativ wird
    wie Du vorgeschlagen hast.
    Für mich is es eh nicht mehr wichtig, aber meinen Enkeln wünsche
    ich eine schönere Erde als zur Zeit.

  9. Ja, ich denke auch, ein großer Teil des Problems besteht darin, dass „für eine Lücke“ gesucht wird, wie Pia sagt. Damit sich ansonsten möglichst wenig ändert. Aber das geht halt nicht.
    Zumindest scheint die Sache mit den regenerativen Energien den Streit um Stromtransport und die Leitungen mit sich zu bringen und die Dezentralität anscheinend zwingend den Aufbau von „smarten“ Stromnetzen (also Stichwort z.B. smarte Strommesser mitsamt Hackanfälligkeit und Datenschutzproblemen, billiger Waschen in der Nacht/teuer am Tag uund das Zurückspeisen von Strom aus dem Auto ins Netz wenn’s nicht gebraucht wird).

  10. Pia Butzky

    „Für mich is es eh nicht mehr wichtig, aber meinen Enkeln wünsche
    ich eine schönere Erde als zur Zeit.“ Ja, schließe mich an, für alle eine schönere Erde zu jeder Zeit 😉

    Man kann ja aus Erfahrungen lernen. Bei allen düsteren Zukunftsprognosen finde ich die aufkeimenden Änderungen in Lebensweisen sehr motivierend. Das ist ja nicht meine Idee, sondern davon lese ich öfter. Den Ausstieg aus zentraler Energieversorgung haben ein paar kleine Gemeinden schon vorgemacht, weil sie wieder unabhängig zu sein wollten.

    Ein neues interessantes Denken stellt die Frage: „Was funktioniert hier unter diesen regionalen Bedingungen?“ und nicht mehr „Mit welcher zentralen Großproduktionsanlage kann man das Einzugs-/Absatzgebiet noch mehr ausweiten?“ Große Anlagen = große Abhängigkeit = Starre in der Fähigkeit, sich neuen Bedingungen anzupassen, extrem hohe Verletzbarkeit beim Ausfall, übrigens nicht nur bei AKW.

    Die Abhängigkeit von ein paar wenigen total überlasteten Personen im Falle von Störungen (siehe u.a. auch Ölleck-Katastrophe von BP) ist der Schwachpunkt. Da stehen Politiker und Bevölkerung hilflos daneben und haben null Ahnung, was vor sich geht, kriegen aber die Schäden ab. Das wird man beantworten müssen mit anderen Strukturen, in denen Schadensbegrenzung und Handlungsfähigkeit integriert ist.

    Kann nur hoffen, hoffen, hoffen, dass die paar Leute in Japan, die jetzt im AKW Katastrophenbewältigung machen, es hinbekommen. Wenn die bei Schlafentzug und Strahlungsschäden ausfallen, was dann? Welche Mannschaft aus Fachleuten will man denn dann mal eben da reinschicken? Ein Alptraum.

  11. Hier wird Massenhysterie in Deutschland betrieben von Rot-Grün und deren Presse……insbesonders von den Grünen. In keinem anderen europäischen Land spielen sich solche hysterischen Szenarien ab, wie hier bei uns.

    „Die westlichen Medien machen die Ausländer hier und ihre Familien in der Heimat ganz paranoid“, sagt Maya Mochizuki. Die japanischen Zeitungen und Fernsehsender setzten dagegen auf sachliche, beruhigende Berichterstattung. Die Japaner bleiben deshalb noch vergleichsweise ruhig.

    Sayonara!

  12. the fräänk

    @hewritesilent:
    War der Beitrag jetzt ernst oder ironisch gemeint? Wenn ironisch, dann: Respekt! Gar nicht gemerkt.

    Dass die japanischen Medien sachlich berichten, ist gut. Und dass die japanische Regierung beruhigend wirken will, auch. Was bleibt ihnen auch anderes übrig? Sie haben sich von Atomkraftwerken abhängig gemacht und müssen nun damit umgehen.

    Das gilt natürlich auch für uns. Spätestens seit Tschernobyl wissen wir, dass es fürchterlich schief gehen kann. Und dass es noch schlimmer kommen kann. Das haben wir in Kauf genommen und sollten uns jetzt nicht aufregen…

    Zuletzt: Welche rot-grüne Presse? Ich wusste gar nicht, dass die eigene Zeitungsverlage und Sender haben? (Ja, ich weiß, FR, aber sonst?)

  13. Pia Butzky

    @hewritesilent:
    Hysterische Szenen in Deutschland? Welche denn? Sachliche Medienberichte haben wir hier doch auch, wenn man nicht gerade Unterschichtenpresse liest. Ein Nationalitätenvergleich (Gute Staaten – schlechte Staaten?) ist völlig geschmacklos bei der Globalisierung von Schäden, ebenso die Leier von den Politik-Feindbildern. Das ist alles zu klein, zu hilflos gedacht.

    Wenn ein großer Teil Japans wegen Verstrahlung nicht mehr bewohnbar sein wird – denn das ist die konkrete Gefahr – kann man nicht auch noch der Bevölkerung fürs Stillhalten lobend den Kopf tätscheln. Ein Zyniker wird vermutlich sagen: „Wozu die Aufregung, das Gebiet ist doch sowieso schon zerstört, da macht eine Kernschmelze im AKW doch jetzt nichts mehr kaputt.“ Aber sogar die vom Tsunami zerstörten Orte kann man wieder aufbauen (bis zum nächsten Beben), bei einer Kernschmelze ist aber auf Jahrtausende nichts mehr zu machen, das Gebiet ist dann quasi weg von der Landkarte. Es folgen schlimme Strahlungsschäden bei den betroffenen Menschen, siehe Russland nach Tschernobyl. Ich hoffe inständig, dass sich der GAU noch verhindern lässt (GAU = größter anzunehmender Unfall, trifft hier zu.)

    Was alles danach an Veränderungen geschehen wird, in Japan und weltweit, wird sich zeigen.

  14. Deutschland exportiert gar nicht so viel Strom, sind meines Wissens nur 10% der Produktion (sorry, suche mir grade nen Ast nach der Quelle ab, jetzt wo ich sie brauche finde ich sie natürlich nicht).

    man darf außerdem nicht vergessen dass im europäischen Stromverbundnetz eine gehörige Portion an Überkapazität aus Sicherheitsgründen bereitgestellt werden muss, aus der Uni habe ich da noch eine Reserve von 20% im Kopf. Von daher ist es in der Tat kein Problem, wenn ein paar deutsche AKWs abschalten (wir deckten bis dahin ca. 20% des Strombedarfs mit Atomstrom). Ist ja auch mit der Abdeckung von Grund-, Mittel- und Spitzenlasten alles gar nicht so einfach. Obwohl, so gar kein kein Problem scheints doch nicht zu sein mit dem Teilausstieg:

    http://www.faz.net/s/Rub469C43057F8C437CACC2DE9ED41B7950/Doc~E91EAE11FD89D46D9993469D63B2373F9~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    @Charly Brown: Kohlekraftwerke sind seitdem es sie gibt beständig sauberer geworden. Zuerst hat man entstaubt, seit Anfang der Neunziger fängt man die Schwefelverbindungen ab, jetzt forscht man schon länger an Möglichkeiten das CO2 abzufangen und irgendwo hinzupacken (meiner Meinung nach eher eine Schnapsidee, aber nun gut).

    Meine ganz persönliche Meinung als Umweltingenieurin : Solange wir nicht bereit sind unseren Lebensstandard massiv zu ändern wird (denn unser Energieverbrauch steigt von Jahr zu Jahr!) Energieerzeugung ohne Umweltschäden nicht möglich sein. Was davon nun schädlicher ist, darüber kann man sehr lange streiten (Ökobilanzen leben von Gewichtungsfaktoren, da kann man fröhlich rumrechnen bis man gar nichts mehr weiß :-)). Nachteile gibts immer (versucht mal eine WKA oder eine Biogasanlage genehmigt zu kriegen, da steigen einem mittlerweile auch Anwohner und Umweltschützer überall aufs Dach).
    Den jetzigen Teilausstieg halte ich für eine nicht zielführende Kurzschlusshandlung (und der Strom an der Strombörse ist auch wohl schon massiv teurer geworden http://www.faz.net/s/Rub469C43057F8C437CACC2DE9ED41B7950/Doc~ECA89D97D62F64C6F9E0893BD31E6FF37~ATpl~Ecommon~Scontent.html)

    Ich frage mich auch ob die Mehrheit bereit sein wird, höhere Preise und eventuell nicht ganz so zuverlässiges Stromnetz zu akzeptieren.

    so, steinigt mich 🙂

  15. Pia Butzky

    @ Uschi
    Die Strom-Exportmenge in Deutschland habe ich kürzlich auch irgendwo gelesen, aber nur die Relationen in etwa gemerkt: bisher ca. 20% Export und bei jetziger AKW-Abschaltung bleiben immer noch ca. 7% Export, soweit ich richtig erinnere. Es muss aber keinesfalls Strom importiert werden, wie das immer gern behauptet wird, darum ging es in dem Artikel.

    Mal eben die Frage: Worauf wartet man denn bei der sogenannten „Brückenlösung“? Auf eine noch mal ganz neue Energietechnik, die uns in den nächsten Jahren hoffentlich noch einfällt? Oder auf eine bessere Synchronisierung der Netzeinspeisung oder wie man das nennt? Oder noch 10 – 12 Windparks mehr bauen? Photovoltaikanlage mindestens für jedes Wohnhaus? Was ist konkret nötig, um aus der Kernkraft auszusteigen?

    Die AKW-Befürworter („Brückentechnologie“) wollen ja irgendwie irgendwann auch aussteigen, also worauf genau warten sie? Was man nach hinten schiebt, ist ja dadurch nicht gelöst. Also muss so oder so etwas alternativ getan werden, um den Ausstieg zu schaffen. Da würde ich auch als AKW-Befürworter nicht auf die Bremse treten, das wäre doch so oder so ziemlich dumm. Aber ich bin ja kein Befürworter. (Zittere weiterhin mit, dass nichts Schlimmes mehr passiert in Japan … das nächste Beben wird gerade vorhergesagt … )

  16. @Pia: Was das Argument der Brückentechnologie angeht: Ja, zum einen hofft man darauf Erneuerbare Energien weiter ausbauen zu können, Windkraft Off-Shore Parks hätten da ein Potential von ca. 9 GW (die deutschen AKWs haben alles zusammen so ca. 20GW). Im Inland ist Windkraft in Deutschland mehr oder weniger ausgeschöpft, fast überall wo es sich windmäßig lohnt steht schon was. Photovoltaik ist eher ein unsicherer Pfeiler hierzulande (die installierte Leistung ist ca. 17 GW, aber was tatsächlich eingespeist wird schwankt natürlich, hier kann man immer schön sehen wieviel es grade ist:
    http://www.sma.de/de/news-infos/pv-leistung-in-deutschland.html
    grade z.B. 4 GW)

    Biomasse bietet zwar riesiges Potential (20% der europäischen Ackerflächen liegen brach), ist aber auch mit massiven Umwelteingriffen verbunden, angesichts des jetzigen Protestes gegen E10 sehe ich das schwierig, auch wenn es meiner Meinung nach ein sinnvoller Weg wäre.

    Das Problem ist einfach der stetig steigene Energieverbrauch und der Widerstand an allen Ecken, wenn man das eindämmen will (ich sag nur Energiesparlampen. Auch Gesetzesinitativen zur Gebäudedämmung die richtig richtig viel einsparen können werden von Mieterverbänden schon im Vorfeld in der Luft zerrissen, da Mieterhöhungen befürchtet werden, etc. etc.). Man muss auf jeden Fall so ehrlich sein um sich einzugestehen dass wir den jetzigen Energiebedarf in Deutschland nicht durch Erneuerbare Energien decken können.

    Worauf die AKW-Befürworter „warten“: Nun ja, viele „warten“ in dem Sinne ja gar nicht, sondern sind meistens nur dafür, dass man die hier schon bereits gebauten AKWs so lange nutzt wie es möglich ist, da man sie nunmal schon hat (und so ein AKW ist ja auch nicht grade billig ;-)) und sie zuverlässig und günstig Strom bereitstellen. Für das Stromnetz ist Atomstrom eben auch vorteilhaft weil die Leistung gleichmäßig und zuverlässig kommt. Erneuerbare stellen die Betreiber da schon vor große Herausforderungen (die sind zwar beherrschbar, kosten aber Geld, weil dafür ins Stromnetz investiert werden muss).
    Das Uran reicht eh nur noch für 60 Jahre, deswegen ist Atomkraft zwangsläufig eine Brückentechnologie, egal ob man danach eine energetische Alternative findet oder dann anfangen muss Energie zu rationieren. Ganz optimistische hoffen ja auf die Kernfusion, das wäre natürlich spitze, dann bräuchten wir uns keine Sorgen mehr um Energie zu machen, aber die Erforschung dieser Möglichkeit steht mit dem ITER Projekt halt noch ganz am Anfang.

  17. Die Beispiele Energiesparlampe, E10 und ganz besonders Gebäudedämmung (weil das im Gegensatz zu den anderen Beispielen mal sehr klar eine sinnvolle Sache ist) stimmen mich schon sehr nachdenklich, ob wir (als alle) es schaffen, auf der Nachfrageseite umzusteuern. Vielleicht sind Änderungen auf der Erzeugerseite doch noch immerhin ein klein bißchen aussichtsreicher.

    Vielen Dank allerseits für die anregenden Beiträge!

  18. @not quite: je nun, aber auch die Erzeuger können die geforderten (irrsinnigen!) Mengen an Energie nicht einfach aus der Luft zaubern 😉

    man muss sich klarmachen: Es gibt so gut wie nichts ohne Haken. Bei den Energiesparlampen muss auf die korrekte Entsorgung geachtet werden, bei E10 darauf dass er am besten nur aus Europa kommt – wobei ich bei dem ganzen Aufschrei wegen Urwaldzerstörung usw. ja witzig finde, dass sich die Leute beim Sprit da viel mehr drüber aufregen als bei der Sojaproduktion für europäisches Geflügel. Die richtet nämlich wirklich viel Schaden an, weswegen mir das Umweltargument bei E10 mir vorgeschoben erscheint. Glaube die meisten Leute sind eher dagegen weil die Motorleistung geringer ist, aber das macht sich als Argument nicht so gut ;-).

  19. Pia Butzky

    Ob man auch in der produzierenden Industrie neue Wege findet, weniger Energie zu benötigen? Die modernen Produktionsweisen und Produkte sind ja deshalb überhaupt erst erfunden worden, weil die Steckdose schon da war, mal salopp gesprochen. Umgekehrt wäre es eine echte „Herausforderung“ für die Zukunft, Energieverbrauch bei der Herstellung zu reduzieren. „Herausforderung“ meint hier ausnahmsweise mal nicht „Schwierigkeiten ohne Ende“, sondern „kann intelligente und originelle Einfälle ergeben“.

    Auf richtig lange Sicht gedacht, also länger als 100 Jahre, sind Mässigung und Balance die Ausrichtungen, in die es gehen wird. Das wird heute noch negativ mit „Verzicht“ interpretiert, weil Massenproduktion und Massenverbrauch als Fortschritt gelten (siehe die enthusiatischen 1950er und 1960er Jahre), aber diese Wertung ist relativ. Sie kann sich ändern. Hofft zumindest Butzky.

  20. Uschi, nee nee, zusammenwirken müssen die Seiten schon, das stimmt. Nebenfrage zu E10, vielleicht kennst Du ja die Antwort: Frißt der Mehrverbrauch, den man damit hat, eigentlich die günstigen Effekte wieder auf? Ich meine, wenn ich jetzt pro 100km 12l E10 statt 10l „normales“ Benzin brauche?

    Pia, ich hoffe mit. Besonders auch, dass das ganze global passiert und nicht nur in Europa oder nur den Industrieländern, weil sonst bringt’s ja nicht so viel.

  21. @not_quite: Ich würde sagen: Nein. Meinen Infos zufolge hat man durch E10 einen Mehrverbrauch von maximal 5% (bei meinem Auto konnte ich z.B. überhaupt keinen Mehrverbrauch feststellen). Wenn ich jetzt mal vom den Gedankenansatz ausgehe dass E10 ja „klimaneutral“ ist, glaube ich nicht daran dass alle Positiveffekte dann weg sind. Aber da müsste man mal genau mit einer Ökobilanz nachrechnen (habe ich leider nicht die Tools für).

    @Pia: Man darf ja nicht vergessen dass Energie für die Industrie auch Geld kostet, von daher bemüht man sich auch dort einzusparen. Nur kriegt man als Verbraucher ja nicht mit ob ein Maschinenteilehersteller auf einmal 10% weniger Energie für ein Produkt verbraucht (z.B. weil er auf den Bändern die Prozesse, die mit Druckluft arbeiten durch andere Mechanismen ersetzt). Das heißt aber nicht dass dort nicht auch ein Umdenken stattfindet.

  22. Pia Butzky

    Genau, Uschi. Was Kosten einspart, ist attraktiv und wird gemacht. Geld ist ein ganz einfaches Steuerungsmittel, mit dem man viel schneller was erreicht als mit Überzeugungsarbeit. Darauf baue ich auch viel mehr als auf Vernunft oder Verantwortungsgefühl. (Meine ich nicht moralisierend, ist egal, Hauptsache es klappt.)

    Als Radfahrerin habe ich sowieso ein ganz anderes Verhältnis zu den Dingen, die eine Bequemlichkeitssucht erzeugen. Mit dem Fahrrad mache ich mittlerweile alles: Wegstrecken bis zu 90 min Fahrzeit, Transporte mit kleinem Anhänger, Urlaube und Ausflüge, tägliche Besorgungen. Das war eine Offenbarung vor 12 Jahren, als ich mit chronisch kalten Füßen an Bahnhaltestellen verödete oder verfröstelt im Auto saß, und mich Freunde bloss mal so für eine Tour durch die Großstadt auf ein Leihrad setzen.

    Konnte mich gar nicht mehr einkriegen vor Freude, wie gut man vorwärts kommt, wie anders sich die Stadt, die Welt darstellt, wenn man sie nicht mehr in einer Kapsel erleben muss. Die Energie kommt aus einem selbst, sogar wenn man müde oder unlustig ist, ist man nach wenigen Minuten schön warm durchblutet, „es brummt“ und man fühlt sich lebendig. Im Gewitterregen klatschnass werden ist zum Lachen (echt wahr), aber als Autofahrer hat man jahrelang vor einer Stippe Regen Angst gehabt. Wie lächerlich.

    Wenn Butzky die Welt bestimmen dürfte: Alle müssten Rad fahren. ;D Hoffentlich kommen die Chinesen auch bald wieder drauf zurück. Die Fehler, die die alten Industrienationen gemacht haben, machen die nachfolgenden natürlich auch. Die lernen auch erst um, wenn es richtig weh tut.

  23. Wer weiß — vielleicht sind sie ja auch (etwas) schlauer. Ich hoffe es jedenfalls.

  24. Pia Butzky

    Ein Alptraum, was da in Japan geschieht.
    Katastrophe ohne Ende. Wenn es nicht so furchtbar bitter wäre, eignet es sich fast als Lehrstück darüber, was es WIRKLICH bedeutet, Atomkraft nicht zu beherrschen. Das muss doch auch dem letzten von Geltungssucht zerfressenen Politiker auffallen: Im Ernstfall ist man auf ein paar Arbeiter angewiesen, die so lange irgendwie mit Schaufeln oder Wasserspritze wurschteln, bis sie tot umfallen. Entweder man holt dann Ersatz (naaa, wer möchte denn gern?) oder man rennt weg. Wegrennen heisst aber Strahlungsschäden rund um die Erde, atomare Verseuchung in Nahrung, Wasser, Wolken, Luft …

    Mir stehen immer noch die Haare zu Berge. Für jeden Killefitz gibt es unabhängige Kontrollinstanzen oder Rettungseingreiftruppen, eine Sonderkommission für Irgendwas oder Internationale Spezialistenteams. Aber für AKWs gibt es das nicht, als ob die so privat sind wie die Primeln in einem Bottroper Vorgarten. Unfassbar.

    Bin erschüttert, je länger der Alptraum andauert.

  25. Ein schreckliches Lehrstück, genau. Vor allem, es passiert ja eigentlich nichts, was man nicht vorher schon über Atomkraft gewußt und befürchtet hätte — aber abgewiegelt wurde, wenn man’s befürchtete.

  26. CharlyBrown

    Zum Thema hab ich etwas interessantes gefunden:
    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=211910
    Soweit ich das verstanden habe geht ein kompletter Ausstieg aus AKW
    nur mit Kohle und Gas.
    Wind und Solar können auf absehbare Zeit nicht den Strombedarf decken.
    Vieleicht kann Fachfrau Uschi was dazu sagen, ob die Ansicht im obigen Link
    fachlich korrekt ist?

  27. Pia Butzky

    (Das merkwürdige Forum ohne Impressum scheint ein etwas wildes Sammelsurium zu sein. Fragwürdig.) Der RWE-Manager in dem zitierten Welt-Online-Artikel ist definitiv für den Ausstieg zugunsten von Windenergie, braucht aber mehr Zeit für den Aufbau stärkerer Leitungsnetze. Das ist alles.

    http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article13057203/RWE-Manager-warnt-vor-Blackout-in-Sueddeutschland.html

    Aber dass es machbare technische Dinge zu lösen gibt wie Leitungsnetzbau steht doch in keinem Verhältnis zu unbeherrschbarer Kernschmelze in Reaktor in dichtbesiedeltem Gebiet. Wo ist das Problem? Das Rad wäre noch nicht erfunden, wenn die Jungs früher gedacht hätten: „Das ist jetzt aber echt schwierig, die Ecken wegzuschlagen. Ob wir nicht doch besser bei den Quadern bleiben?“ 😉

  28. CharlyBrown

    Pia, so schnell wie möglich die AKW ablösen, wollen alle vernünftigen Menschen.
    Unklar ist, ob Wind und Solar und Wasserkraft in absehbarer Zeit soweit sind um den Strombedarf zu decken.
    Ich denke, mit Kohle und Gas kann man die AKW schneller ablösen.
    Kohle und Gas ist nach meiner Meinung das kleinere Übel anstatt AKW.
    Die Kohle- und Gas-Kraftwerke muss man natürlich nach und nach auch durch
    Wind und Solar und ähnlich ablösen.
    Das Getriller und Geschrei von linksgrünen Demonstranten „Alle AKW sofort abschalten“, halte ich für heuchlerische politische Show.
    Nach der Demo gehen manche dieser Pseudo-Umweltschützer heim
    und feiern Party im beheizten Whirlpool mit Festbeleuchtung und Megawatt-Musikanlagen etc.

  29. Pia Butzky

    Na, es wird nur immer gemault, der Strom werde dann aber teurer, wenn generell auf alternative Energien umgestellt wird (Offshore-Windparks) – eben wegen neuem Leitungsnetz. Dazu denke ich schon seit Jahrzehnten, dass Strom viel zu billig ist, weil so wahnsinnig viel verschwendet wird – bis hin zu dem absurden Beleuchtungsirrsinn im Advent oder Rummelbuden-Laserstrahler oder Werbegeflirre die ganze Nacht durch. Was teurer wird, wird auch umsichtiger verwendet. Gut so. Bei Überfluss entsteht so entsetzlich viel Scheiß, den man nicht braucht. Und mancher Verzicht kann auch erholsam sein und das Lebensgefühl verbessern.

    Auch in Produktion und Industrie ist man gewohnt mit Stromüberfluss zu planen, aber da ist noch viel drin an Umdenken und energiesparenden Produktionsweisen. Zum Beispiel könnte man stromfressende Apparate versuchsweise mal mit Menschen ersetzen, die bloss Brötchen und Kaffee brauchen und schon springen sie an … 😉

  30. Es ist das ewige hin und her. Alle schreien nach einer verbesserung für die Umwelt – keiner ist bereit ein Stückchen von seinem Luxus wieder aufzugeben.

    Erst kan die Energie im Überfluss – dann haben sich alle daran gewöhnt – und jetzt hätten wir gerne umweltbewußte Energie. Diese gibts noch nicht im Überfluss – und was passiert? Oh neiiiin!!!! Dann muss ich ja ein paar meiner verschwenderischen Gewohnheiten einschränken! Das darf nicht sein! Das wäre ja ein Rückschritt!

    Schönstes Beispiel sind immer die Typen die alleine in einem Q7 zur Arbeit fahren und sich dort dann in der Mittagspause über Umweltschutz unterhalten. 4 Tonnen Blech für 500 Gramm Hirn.

    CO2 und Klima – oh nein!!! Radfahren? Da werd ich ja nass wenns regnet!

    In der dritten Welt verhungern die Menschen und wir tanken Sprit aus Getreide…

    So viele Lebensmittel werden weggeworfen – aber ich will um 21:30 beim Real noch die volle Auswahl im Regal…

    Umweltschutz ist nicht umsonst – aber mit Geld kann man ihn nicht bezahlen – nur mit Verzicht. Solange wir diesen Preis nicht bereit sind zu zahlen wird sich nichts verändern.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s