Not quite literarisch

Zum Wochenende hier schnell noch der Hinweis: Drüben bei Fünf Bücher werden die Bücher gesammelt, die man einfach besitzen muss — und wenn man sie besitzt, nicht mehr hergeben will. Welche das für mich sind, durfte ich gestern sagen. Eine Einladung zum Stöbern!

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11 Antworten zu “Not quite literarisch

  1. Mit dem Krabat stimme ich Dir zu! (Also – ich fand Harry Potter mehr als nur nett, aber auch ich finde, daß Krabat zu den besten Büchern gehört, die ich je gelesen habe. Leider hab ich das erst als Erwachsene bekommen, aber besser spät als nie. 😉 )

    Bei mir gehört ansonsten noch „Die Hütte“ von William Paul Young dazu, dann vielleicht noch „Rosehill“ von Susanna Kearsley, „Dead Man Walking“ von Sr. Helen Prejean und….was sag ich jetzt mal, „Sternennächte“ von Judith Clarke, „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint Exupéry, „Mimus“ von Lilli Thal und „Ruf der Dämmerung“ von Riana O´Donnell.

    Ja, ich kann zählen und ich weiß, es sind mehr als 5, aber ich konnte mich da nicht entscheiden. Typische Waage halt. 😉 Hätte auch noch mehr nennen können. Sind allerdings viele aus dem Jugendbuchbereich dabei, weil die meist nicht ganz so dicke Wälzer sind. Bei denen verliere ich oft schnell die Geduld, wenn sie nicht extrem spannend sind.

  2. Ich musste so lachen, als ich deine Beschreibung gelesen habe. Meine Familie hat zwischenzeitlich glaub ich wirklich überlegt, die Schreibmaschine zu verbannen, damit sie nicht mehr irgendwelche Buchstabenkombinationen vorlesen müssen. Hätte aber nicht so viel gebracht, weil ich relativ früh angefangen habe, Buchstaben zu malen, ohne zu wissen, was sie bedeuten. Immer in der Hoffnung was sinnvolles zu produzieren. Ist mir eines Tages sogar geglückt, und so kam es, dass ich lange bevor ich meinen Namen schreiben konnte oder gar lesen konnte, KRAN schreiben konnte… 😀

    Ich mag deine Bücherauswahl, Krabat habe ich verschlungen, auch wenn ich mich echt gegruselt habe…

    Liebe Grüße,
    Jule

  3. Ja, Ottfried Preussler ist ein unerreicht guter Erzähler. Wenn man wieder mal übersättigt ist von der heutigen überanstrengten Plappersprache: Preussler lesen. Der hat mich in jungen Jahren schon zur Feministin gemacht mit „Die kleine Hexe“. Hexe wollte ich werden! Die Mume Rumpumpel: Was für eine mächtige Figur, miesepetrig, diktatorisch und allgegenwärtig. Chefin. So wollte ich sein! Und zaubern und auf dem Besen fliegen konnte die lange vor Harry Potter.

    Noch ein schönes Buch von Preussler: „Der starke Wanja“.
    Geradezu philosophisch weise, denn Einer wird stark durch Zurückgezogenheit. Er entwickelt sich, weil er sich aus allem anderen heraushält (und jahrelang auf dem Ofen schläft). Seine Stärke wächst unentdeckt von den anderen und kann in Ruhe reifen. Eine wunderbares Bild für das Erwachsenwerden und für Selbstvertrauen.

  4. Regenbogen, es gibt ja auch wirklich tolle Jugendbücher. Über 5Bücher erst entdeckte ich zB John Green!

    MsPittili, hihi, ich glaube, bei mir kam „EIS“ raus!

    Pia, hm, da ich die kl Hexe auch geliebt habe, werd ich, glaub ich, mal um den starken Wanja kümmern!

  5. Der starke Wanja muss natürlich noch ein paar Heldentaten begehen, damit er die Prinzessin bekommt, ist ja klar. Einmal muss er der gerissenen Hexe Babajaga ein Pferd abluchsen. Die Babajaga ist eine bekannte russische Märchenfigur. In einem schönen alten (tschechischen oder sowjetischen?) Film, wohnt sie in einem Holzhaus, das auf Hühnerbeinen laufen kann. Sehr gut gemachte Tricktechnik und sehr lustig, aber die Handlung mixt mehrere Märchenerzählungen, soweit ich erinnere.

    (Buchtitel „Die Abenteuer des starken Wanja“, Otfried Preußler)

  6. @Pia:
    Überhaupt, auch Krabat ist durchaus – im Vergleich mit anderen Märchen und Sagen – sehr emanzipiert.
    Meist ist doch die weibliche Person ein hilfloses Etwas, das vom starken Mann gerettet werden muß (Dornröschen und so).

    Bei Krabat z.B. ist es aber die Kantorka, die mit ihrem Mut und ihrer Bereitschaft, auch mit ihrem Leben für ihre Liebe einzustehen, Krabat erlöst.

  7. Quark. Bei Krabat sind es nur die Männer, die die Welt (und Handlung) wuppen, während das eine einzige kleine Mädchen im Buch edel und gut und verliebt (!) zu sein hat. Sonst tut die doch nix. Anders die Hexen: Unabhängig, mächtig (oder zumindest so hinterhältig, dass sie den Gang der Dinge beeinflussen), ganz eigene Individuen in Charakter und Form, vielseitig und kreativ, zielstrebig. Die sind eben nicht auf der Welt, bloss um einen Mann toll zu finden, wie die blöden rosa Prinzessinnen. (Kennst du eine, kennst du alle.)

    Aber Hexen! Allein schon die Abkehr vom Schönheitswahn, das ist doch pure Revolution bei den Frauen. Das ist absolut unabhängiges Leben, Freiheit und Selbstständigkeit. Und dann noch die Nummer mit dem Besen … das machen die schon seit Jahrhunderten im Märchen.

  8. „lach“
    Frau Butzky, ich hab nichts gegen Hexen, find ich auch gut (…..auch wenn´s zum Teil bestimmt welche sind, die Dir nicht so gefallen – Hermine Granger zum Beispiel).

    Aber das mit der Kantorka sehe ich ein bißchen anders. Ich denke auch, sein Leben für das des anderen einzusetzen, geht über ein bißchen zuckerbegußte Verliebtheit um einiges hinaus.
    Klar, der böse Müller ist ein Mann und Krabat auch, aber ohne die Kantorka hätte er keine Chance gehabt.
    Mut und Stärke müssen nicht zwangsläufig mit großem Getöse daherkommen – so Pippi-Langstrumpf-mäßig.
    Obwohl ich auch die klasse fand…..(übrigens auch Ronja Räubertochter. Sagt Dir die mehr zu?)

    Aber das ist natürlich alles Geschmackssache.
    Wobei ich Dir zustimme, daß die Barbies und Prinzessin Lillifees mir auch eher auf den Senkel gehen. 😉 Und das sind ja die rosafarbenen, ne?

  9. PS
    Was findest Du verkehrt daran, edel und gut zu sein? 😉
    (Ich glaub übrigens eher, die Kerle bei Krabat GLAUBEN, sie wuppen die Welt im Alleingang. Und dann kommt da so ein, wie Du es sagst, kleines Mädchen……und bricht selbst so einen bösartigen Zauber.)

  10. Hi, ich muss gestehen, dass ich persönlich Krabat nichts abgewinnen konnte. Ich weiß nicht genau.. vielleicht ist es auch gerade meine momentane Verfassung. Wie auch immer, finde deine Seite ansonsten sehr informativ. Schade, dass ich die erst jetzt durch Zufall finden konnte.
    Freue mich schon auf die nächsten Beiträge.
    LG

  11. Tja, nicht jedes Buch paßt zu jedem. Ansonsten: Freut mich! Übrigens habe ich ja inzwischen das Gefühl, dass es eigentlich Zufälle sind, die für wichtigsten Dinge verantwortlich sind.

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