Vom Traum, ein Untertiteler zu werden

So Stellenanzeigen wie dieses Praktikum bei  Titelbild habe ich nun schon öfter gesehen. Wollte ich mal darauf hinweisen. Ich weiß nicht, ob man wirklich davon träumen kann, zu untertiteln — den Ausdruck habe ich mir übrigens nicht ausgedacht, der ist aus der Stellenanzeige. Ich finde aber, man kann daran sehen, dass es eine sehr spannende und anspruchsvolle Sache sein kann, dieses audiovisuelle Übersetzen.

Übrigens, eins der Standardargumente gegen Untertitel ist ja, dass sie „optisch stören“. Wie ästhetisch die Kombination Bild/Untertitel sein kann, habe ich in diesen beiden Beiträgen (klick und klick) mal versucht zu zeigen. Ein bißchen wie graphic novels….

14 Antworten zu “Vom Traum, ein Untertiteler zu werden

  1. Sehr gelungene Beispiele! Dass Untertitel von dem einen oder der anderen als störend empfunden werden, kann ich ja zunächst mal stehen lassen. Das, was eigentlich stört, sind allerdings nicht die Untertitel, sondern dass das 08/15-Auge solche nicht gewohnt ist. Wären alle Filme, Clips etc. mit Untertiteln versehen, wär’s kein Thema mehr.

  2. Das wäre das eine. Das andere wäre, denke ich, dass die Bilder entsprechend komponiert sein müssten, also etwas „Fleisch“ dort haben, wo später die Untertitel sitzen.

  3. CharlyBrown

    Wen die UT stören muß sie doch nicht aktivieren?!
    Auf DVD kann man sie an oder aus wählen und im TV werden sie
    über Videotext aktiviert.
    Nur bei Fußballsport stört es mich manchmal, das die UT
    im spannenden Moment ablenken, bzw das Geschehen verdecken.
    Das Schweizer Fernsehen ist da besser, bei Fussball kommen die
    UT oben im Bild und nicht wie im Deutschen Fernsehen unten wo
    der Ball läuft.

  4. Das Stören-Argument kommt immer, wenn Menschen mit und ohne Hörproblemen auf denselben Bildschirm starren. Wobei dafür gibt’s ja bald diese Untertitel-Brillen.
    Schlau, diese Schweizer…🙂

  5. CharlyBrown

    nqlb, stimmt, das hatte ich glatt vergessen, obwohl vor ca 25 Jahren
    selbst erlebt beim Besuch der hörenden Schwiegermutter.

  6. 25 Jahre? Na, da wollen wir mal nicht so sein, Charly Brown, das ist ja nun doch recht lang😉

  7. Untertitel haben mich nie gestört. Womöglich gibt es Menschen, die sich gerne an kleinen Details aufhalten und so diese Untertitel irgendwann zu ernst nehmen. Es ist eine Frage, wie sehr man sich stört und da stimme ich den Kommentaren auch zu: Es ist eine Frage der Einstellung bzw. Gewöhnung.

    Ich habe Untertitel immer gebraucht, da ich Filme auf Englisch schaute und ich so wesentlich besser verstehen konnte, was gesprochen wird.

  8. Auch wer seine Filmguck-Lehrzeit auf Filmfestivals hatte, wird sich nicht groß stören an Untertiteln. So war es jedenfalls bei mir und einem Großteil meiner Freunde.

  9. hewritesilent

    Jobs als Untertitler und auch für Zuschauer kann lustig sein, nur leider hat eine Gruppe humorlose Gehörloser (ich dachte, die Briten ist bekannt für schrägen britischer Humor, doch sehr weit gefehlt) hat den britischen öffentlich-rechtlichen Sender BBC aufgrund seiner teilweise “aberwitzigen” Untertiteler bitter kritisiert.

    Sieh hier: http://www.taubenschlag.de/meldung/6856

  10. Eigentlich eine lustige Sache, ein paar von den falschen UT jedenfalls!🙂 Aber ich versteh natürlich auch wie man davon genervt sein kann. Ab und zu mal ist lustig, v.a. wenn’s als falsch erkennbar ist. Aber ständig….

  11. Hier in Belgien sind manche Filme in zwei Sprachen (niederländisch und französisch) untertitelt und das fördert in erster Linie Mehrsprachigkeit – wer niederländisch nur wenig spricht, kann es „mittickern“ lassen und lernt darüber

  12. Das ist ja auch nett! Ich fand schon immer, dass es beim Sprachenlernen hilft, wenn man es quasi beim Sprechen auch noch schriftlich vor sich sieht, also normale UT hat. Aber dass man zusätzlich noch eine weitere Sprache „mitbekommen“ kann ist ja toll.
    Wie sieht denn dann der Platz aus, ist das nicht zuweilen sehr viel Text auf dem Bild?

  13. Die Untertitel stören mich nicht, ich bin daran gewöhnt… weil ich viele Filmen auf english und japanisch schaue (mit Untertiteln um besser zu verstehen).
    Aber hier in der Schweiz gibt es manchmal im Kino bei fremdsprachigen Filmen Untertiteln in 2 oder 3 Sprachen (Nationalsprachen) und das ist manchmal mir einbisschen zu viel. Nicht nur dass es doch Platz nimmt aber weil ich dann immer vergleiche zwischen deutsch und französisch (und mit was gesprochen wird, wenn es english ist), überlege (mehr oder weniger unbewusst) ob es gut übersetzt wurde… und irgendwie habe ich am Ende Kopfschmerzen…

  14. Ich muss ehrlich sagen, mehrere Reihen Untertitel würden mich auch irritieren und mir vermutlich Kopfschmerzen machen. Sie haben, zumindest für mich, ja auch was bestimmendes, zwingen mich zum Hingucken. Da kann ich mir vorstellen, dass ich dann auch zwischen den zwei Untertitelsprachen vergleichen würde und der eigentliche Film ins Hintertreffen gerät…

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