Der Ticker am Kopf

Das müsste doch ziemlich bald möglich sein, oder? Das Signal aus Hörgeräten oder Sprachprozessoren durch ein Speech-to-Text-Programm jagen und einen einigermaßen brauchbaren Text zu erhalten. Der, wenn er schon nicht als  Live-Untertitel taugt, dann zumindest als bei Bedarf automatisch erstellte Mitschrift zum Nachlesen. (Man könnte sie ja vor dem Ausdrucken noch einmal am Rechner überarbeiten.)

Damit wären die schwerhörigen Kinder die Coolsten! Oder sie hätten zumindest die Macht, sich vieler Leute Gunst zu erkaufen.

Oder gleich einen Ticker an die Geräte anschließen! Ich stelle mir das gerade vor, wie man mit völlig unbewegter Miene nach Beendigung des Gesprächs einen Knopf drückt, dann hört man ein Geräusch wie bei einem alten Nadeldrucker und schließlich greift man sich an den Hinterkopf und reißt mit einem satten Rrratsch! so eine Art Kassenzettel ab.  Hihihi…

12 Antworten zu “Der Ticker am Kopf

  1. Das wär’s doch …

  2. Schick. Aber ehrlich gesagt: Ich würde lieber die eh vorhandene Hardware besser nutzen als zusätzlich mir noch etwas aufzusetzen. Stehe schon jetzt nicht darauf, was hinter den Ohren UND vor den Augen zu haben…
    Du?

  3. So weit ist also die Science Fiction nicht mehr weg – siehe „Daemon“ von Suarez

  4. @NqlB Also ich hätte lieber so ein Ding vor den Augen als diese Würmer hinter/in den Ohren. Aber wahrscheinlich führt das auch nur zu einer anderen Form von Überreizung.😉

  5. Ui, Stefan, danke für den Hinweis. Das sieht ja HOCHspannend aus! Ich meine, technisch müsste dann meine kleine Vision doch ohne Probleme möglich sein, oder?

    Fafnir, kenn ich leider immer noch nicht, das Buch. Möchte ich sehr gern mal lesen!

    Jens, naja, wenn’s entweder/oder wäre statt zusätzlich, würde ich vielleicht auch die Brille vorziehen…🙂

  6. In der Media sind Ton und die gesprochen Sprache tonangebend.Sie sind herrisch und gewahren dem Vision nur eine Statistenrolle. Ich beobachte immer, wie Hoerende wenig mit den Augen das Geschehn verfolgen. Ihre Augen sind meistens weg vom TV-Screen und sie werfen ihm nur einen kurzen Blick ab und zu. Television ist ein kompletter Misnomer. Richtiger genannt soll es heissen: Tele-BlahBlah.

    Bei allem Wortschwall und unaufhoerlichem Gerede habe ich groesste Muehe, alles im UT zu lesen. Manchmal ist das Gerede unnoetig, wenn die Information bildlich oder filmisch schon gegeben ist. Woertliche Wiederholung, was auf dem Screen zeigt, ist vollkomen ueberfluessig.

    Die TV Industrie muss halt von uns lernen, ab und zu den Mund zu halten und das Bild seine sprichwoertliche 1000 Worte sprechen zu lassen.

  7. Also ich sehe es so: Ja, viele hören Fernsehen als Radio. Klar, wer einen Sinn mehr hat, ist meist weniger auf einen einzelnen konzentriert. Und übrigens ist es auch unter Hörenden schlechter filmischer Stil, wenn der Ton das Bild nur kopiert bzw. eigentlich überflüssig ist (was nicht heißen soll, dass es in der Praxis nicht allzu oft vorkäme)

  8. Oft ist das Bild uninteressant, wenn es nur zeigt, dass ein Krimi-Investigator einem anderen etwas berichtet, waehrend sie in einem Sportswagen fahren. Dieses Bild ist gar nicht 1000 Worte wert, sondern nur fuenf: Fahren in einem Sportsauto, und Herr Müller und Herr Schmitt, sprechen miteinander. WIe Herr A und B sprechen wird schach im Bild gezeigt, vielmehr durch Ton. Die hoerenden Fernsehzuschauers Augen bleiben weg vom Bildschirm bei dieser Szene. Dies zeigt auch ein schlechter filmischer Stil. Statt des verbalen Berichtens, koenne das Gespraech durch eine Aktionsszene ersetzt werden. Ideal fuers Lesen von UT, denn das Bild ist interessant, und man verleirt nicht an Information.

    Aber wenn im Bild eine interessante Szene abspielt und gleichzeitig gesprochen wird, wird es schwierig UT zu lesen, weil von der Handlung abgelenkt wird.

  9. Wird es besser, wenn ein Sprecherkennungsprozessor am Hoergeraet immerwaehrend Text zu einer Brille leitet? Bei jedem, was der Sprechprozessor vernimmt? Das waere Qual im Leben einer tauben Person! Die Augen wuerden ueberlastet sein und uebersieht, was wichtig vor sich geht. Die Stille waere doch ein Segen in diesem Fall!

  10. Also beim Sprechen auch die Sprechenden zu zeigen finde ich grundsätzlich gar keinen schlechten Stil. Im Gegenteil, ist doch interessant, wie gesprochen wird.

    Immer und unentwegt wollte sicher niemand. Aber zuschaltbar wie Untertitel, womöglich noch von einer Sprache in die andere? (Und natürlich gezielt nur ausgewählte Personen?) Das stelle ich mir reizvoll vor.

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