Sehr, sehr gut: „Ich würde gern alles mitbekommen.“

Julia Probst im stern-Videointerview darüber, wie es ist, in Deutschland schwerhörig oder gehörlos zu sein.

„Ich würde gern alles mitbekommen.“ stern.de spricht mit der gehörlosen Bloggerin Julia Probst über Rundfunkgebühren, Barrierefreiheit im Netz und das Engagement der Politik. 

Nur — wieso lag das so lang in der Schublade? Ist von September 2011….


7 Antworten zu “Sehr, sehr gut: „Ich würde gern alles mitbekommen.“

  1. Hm, ja.Interessant, und natürlich verstehe ich ihr Anliegen sehr gut.
    Aber ich stimme ihr natürlich nicht zu, insbesondere bei den Rundfunkgebühren. Die Lösung ist da in meinen Augen nicht weiteres Draufsatteln, sondern die vollständige Abschaffung dieser bodenlosen Unverschämtheit.

  2. Hallo Muriel, nett Dich mal wieder zu sehen.🙂
    Über die Frage ob man ÖR-Rundfunk überhaupt braucht, haben wir uns ja auch schon mal unterhalten. Welcher Meinung man darüber auch ist, ich denke, wenn man schon welchen hat, dann muss der auch Untertitel haben, barrierefrei sein. Wenn man schon ÖR-Rundfunk hat, dann sollte man auch konsequent sein und nicht an den falschen Stellen wieder nach der Logik von Nachfrage/Angebot operieren (Stichworte Werbung, Programmangebot und eben auch UT). Darum habe ich ja auch mal gesagt, ich begrüße es, dass jetzt auch Sinnesbehinderte zahlen müssen.

  3. Hallo Muriel, nett Dich mal wieder zu sehen.

    Was meinst du, wie schlimm das für mich war?
    Immer wieder deine Posts zu sehen, und immer weider festzustellen: Nee, hab ich nix zu beizutragen. Und dazu immer die Angst, du könntest denken, ich hätte dich vergessen.
    Ein Albtraum. Da greift man nach jedem Strohhalm.

    Wenn man schon ÖR-Rundfunk hat, dann sollte man auch konsequent sein und nicht an den falschen Stellen wieder nach der Logik von Nachfrage/Angebot operieren

    So uneingeschränkt kann ich dem nicht zustimmen. Wie soll das gehen? Es gibt Menschen, die weder sehen noch hören können. Natürlich könnte man die ÖR-Inhalte auch für die zugänglich machen, wenn man nur bereit ist, das Geld dafür auszugeben. Und dann könnte man sämtlich ÖR-Sendungen noch in allen existierenden Sprachen untertiteln lassen, weil ja nicht jeder Deutsch oder Englisch kann.
    Ich will damit gar nicht unbedingt sagen, dass ich dagegen wäre, dass ÖR-Sender auch für Gehörlose offen sein sollen, wenn es sie nun einmal gibt. Ich will mit den Beispielen nur zeigen, dass auch ein öffentlich-rechtlicher Sender ein vernünftiges Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag einhalten sollte. Ich würde sogar sagen, gerade ein öffentlich-rechtlicher Sender, weil er nicht mit eigenem Geld arbeitet, sondern mit Geld, das er anderen Leuten abgezwungen hat.

  4. Eigentlich habe ich das Zitat blöd ausgesucht. Dem Satz, den ich wiedergegeben habe, kann ich natürlich schon zustimmen. Naja. Du weißt schon.

  5. Ich weiß schon, glaube ich.🙂
    (Nebenbei nur: Das mit den „allen existierenden Sprachen“ oder auch „jede einzelne existierende Minderheit“, kommt ja immer mal wieder in der Diskussion um Behinderungen, halte ich allerdings für ein ziemlich sinnfreies Totschlagsargument.)

  6. In gewisser Weise ist es das sicher. Hier soll es aber illustrieren, dass wir auf die Abwägung zwischen dem Aufwand und der Anzahl derer, die davon profitieren, nicht einfach verzichten können. Wahrscheinlich siehst du das genauso, aber ich finde, es klang in deinem Kommentar anders.

  7. Ich seh’s wohl prinzipiell genauso, ja. Also dass Abwägungen immer auch vorkommen und vorgenommen werden müssen. Auch, selbstverständlich, Kompromisse aufgrund von Knappheiten. Aber man darf eben nicht zu weit hinten im Prozess bzw. zu reaktiv anfangen nüber sowas nachzudenken. Dann sieht es immer alles knapper aus als es sein müsste. Besser gleich zu Beginn bzw. konzeptuell mitdenken. (Mal so abstrakt gesagt.)

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