Buchtipp: „Hearing Stories“ — besonders für Akustikerinnen und Akustiker!

Meinem Akustiker habe ich das Buch schon ans Herz gelegt, diese Fundgrube von Textstücken, Interviews und Aussprüchen zu allem, was man hören kann oder eben nicht. Mit Hearing Stories. Geschichten, Gespräche und Gedichte über das Hören haben Rainer Hüls und Martin Schaarschmidt eine kleine Schatzkiste geschaffen, randvoll mit interessanten Infos über Sprache und wie Sprechweisen wahrgenommen werden, Fangesänge, Wiegenlieder und Begräbnismusik, das Hinhören und aufmerksame Zuhören, Klangkunst, das bewußte Geräusche-Machen, Aufnahmetechnik — und den Lärm, der die Ohren betäubt. Schließlich auch darüber, wie Musiker und Schauspieler mit Schwerhörigkeit umgehen

Spannend zum Beispiel auch, wie sehr die Wahrnehmung von etwas als Krach und schädlich von den eigenen Vorlieben abhängt:

Ich habe aus nächster Nähe Bombeneinschläge gehört, ich habe neben einer feuernden Flak-Batterie gestanden, mir ist der Lärm riesiger Düsenmaschinen vertraut — aber das hier war schlimmer! Seit gestern habe ich ‚Steine‘ in den Ohren! Ich höre schlecht!
Heinz Kluge-Lübke, BILD-Reporter nach einem Konzert der Rolling Stones 1965

Aber alles hat zwei Seiten:

Es ist so furchtbar still. Mir fehlt der Krach!
Erich Kästner, Lyrische Hausapotheke

Also, wer eloquent übers Hören parlieren will, dem lege ich das Buch ans Herz.

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