Nur noch bis 30.4. — Crowdfunding für Max und Eni

Die App »Max und Eni« unterstützt geistig beeinträchtigte, nicht sprechende Kinder und ihre Bezugspersonen beim gemeinsamen Erlernen und Üben von Gebärden. Das ist zumindest die Vision einer sehr engagierten Gruppe an der Uni Konstanz. Schaut doch mal hier rein, dort könnt Ihr sie unterstützen.

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6 Antworten zu “Nur noch bis 30.4. — Crowdfunding für Max und Eni

  1. Es ist laengst schon bekannt, dass die Gebaerdensprache geistigen beeintraechtigen Kindern kommunikativ hilft und nur dadurch in manchen Faellen ermoeglicht. Ob sie hoerend oder taub sind, ist vollkommen immateriell.

    Hoffentlich kommen zusaetzlich taube Personen zu der Staette und kommunizieren mit ihnen und erzaehlen ihnen einige ulkige Geschichtchen, wie ich oft mache.

    Einige Slap-stick Kurz-Szenen koennen vorgespielt werden, und dann gezeigt, wie sie gebaerdensprachlich daregestellt werden. Oder ganz einfache alltaegliche Geschehen, wie aufstehen am Morgen, Einkaufen, usw.

    Wie waere es mit der Veroeffentlichung einer Spendenkonto?

  2. Wie man spendet bzw. sich beteiligt, findet sich alles unter dem Link oben im Beitrag. Bitte klicken.

    Und Du hast recht: Ein Mensch, der dazu noch etwas erzählt, wäre natürlich noch besser!

  3. Diana Schmidt-Pfister

    Ja, eigentlich wäre es fast egal. ob die Kids hörend oder nicht hörend sind. Aber zwei Gegebenheiten sind etwas schwierig: Wenn man Gebärden lautsprachbegleitend verwendet, sollte man sich an die Satzstruktur und Grammatik der Lautsprache halten (ein Aspekt, der leider oft zu Streitereien führt …). Und es gibt leider kaum Lernmaterialien, wo Sound und kognitive Einschränkungen (z.B. keine Lesekenntnisse) mitgedacht wurden. Das wollen wir mit „Max und Eni“ verbessern … Dass sich hörende, nichthörende, kognitiv beeinträchtigte und fitte Kinder zusammenfinden und mit Gebärden Spaß an gemeinsamer Kommunikation finden, wünschen wir uns auch sehr!
    PS: Diese App ist nur ein kleiner Teil eines größeren cross-medialen Angebots, an dem wir arbeiten. Bspw. wird es Filme geben, in denen echte Menschen vorkommen – ja, die sind sehr wichtig.

  4. Diana,
    Sie gebrauchen das englische ‚kids‘, statt ‚Kinder‘ … Hmmm. What gives?

    Ich benutze „lautsprachbegleitend“ nicht, ist ungluecklich, ich wage zu sagen dumm, gewaehlt. Ich gebrauche stattdessen schlicht „gebaerdetes Deutsch“ oder „Gebaerdendeutsch“. So ist es genauer bezeichnet. Man kann Deutsch mit den Haenden machen, ohne irgendeines Laut vom Munde zu machen, sogar mit geschlossenem Mund. Hauptsache, welche Sprache wird gesprochen, Deutsch oder DGS! Egal was aus dem Mund kommt. Es konnte Deutsch sein oder irgendein Kauderwelsch oder bestimmte Mundformen spezifisch der DGS. Wenn Sie viel und oft mit tauben Gebaerdenden umgehen, wissen sie Bescheid, wie unterschiedlich und auch unbestaendig deutsche Woerter auf dem Mund tauber Gebaerdender oder hoerender DGS Muttersprachler erscheinen. Das ist sicherlich kein Problem bei ihrer Arbeit.

    Gebaerdensprache ist 100% visuell (und natuerlich auch manuell). Sie folgt gezwungenermassen eine visuell-raeumliche Grammatik, in der fast vollkommenen fremden Satzordnung von Deutsch. Ich bin sicher, sie werden das sogar bei hoerenden Gebaerdenden finden, die Deutsch kaum oder wenig beherrschen. Aber hoerende, geistig beeintrachtige Kinder hoeren Deutsch trotzdem. Sie werden unweigerlich zweisprachig, wenn sie zusaetzlich Gebaerden lernen, natuerlich unvollkommen in beiden. Das ist ein Seiltanzakrobatik fuer sie, irgendeine Sprache fuer ihre Kinder beizubringen, und dann spezielle App fuer sie zu programmieren. Viel einfacher und schneller ist es, alles menschlich statt maschinell zu machen. Ich sehe halbduzend Erwachsene im Foto. Wenn sie alles taeglich direkt mit den Kindern gebaerden (und sprechen, braucht nicht immer gleichzeitig zu sein), dann sollte kaum Kommunikationsprobleme mit ihren „kids“ bestehen. Wenn ihre Gebaerden noch imperfekt sind, heuern sie schnell taube Personen. Viele taube Personen, wie ich hoere, sind arbeitslos in Deutschland.

    Sie koennen mich heuern. Ich fliege gern nach Deutschland fuer ‚consultations‘. Ich wohne naemlich in den USA.

  5. Diana Schmidt-Pfister

    Hallo Hartmut,
    “Kids“ nutze ich oft, wenn “Kinder und Jugendliche“ mir zu lang vorkommt. Die Jugendlichen wollen nicht unter “Kinder“ subsummiert werden, und deren Eltern wollen das z.T. auch nicht … Bei den geistig beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen 🙂 werden Gebärden oft als therapeutisches Mittel zur Sprachförderung eingesetzt, also man hofft, dass über die visuelle Erinnerungshilfe Lautsprache etwas leichter (oder überhaupt) gelernt wird. Dann ist es eben wichtig, dass die jeweilige Gebärde genau an der Stelle kommt, wenn das dazu passende Wort gesprochen wird … Das grösste Problem ist aber, dass Angehörige und oft auch PädagogInnen und TherapeutInnen von geistig beeinträchtigten Kindern keine Gebärden kennen, oft noch gar nichts mit der Thematik zu tun hatten, wenn sie plötzlich so ein Kind betreuen und fördern sollen, und entsprechend große Hemmungen haben, zu gebärden. Leider funktioniert damit rein menschlich nicht viel (so sehr wünschenswert das wäre!!!). Hier wollen wir mit unserer App nette Anreize schaffen, sich in dieses Thema hineinzubegeben. Keinesfalls erhoffen wir einen „technological fix“! Wenn wir einen Flug aus den USA bezahlen könnten, würde ich Sie gerne einladen und mich auf eine Fortsetzung (mit Gebärden 🙂 dieser interessanten und wichtigen Unterhaltung freuen … Liebe Grüße über den Atlantik, Diana

  6. Interessant dass das englische ‚kid‘ anders in Deutschland. ‚Kids‘ in Englisch heisst einfach „Kinder“. Jugendliche sind nicht mehr kids.

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