„Taube Nuss“ im März und April: Lesungen in Stade, Flensburg, Nürtingen und Heidelberg

Taube Nuss Buchcover

„Im Märzen der Bauer…“ — und auch ich bin wieder unterwegs und lese Euch was vor:

STADE
3. März 2017, 18 Uhr — im Rahmen der auch sonst sehr interessanten Veranstaltung zum „Welttag des Hörens“ im Schwedenspeicher Stade. Daneben gibt es auch eine Ausstellung über die Geschichte der Hörhilfen und eine Darbietung des Heiligenstadter Testaments.

FLENSBURG
18. März 2017, 19.30 Uhr — im Haus Pniel der DIAKO. Das ist nur 400m vom Meer entfernt.

NÜRTINGEN
25. März 2017, 18.30 Uhr — im Rathaus Nürtingen. Da gibt es an dem Tag Vorträge und Workshops zum Thema „Hören Verstehen Dazugehören“ und am Ende komme dann noch ich.  : )

HEIDELBERG
1. April 2017, 10.30 Uhr — Hör-Sprachenzentrum, und danach gibt es ganz gemütlich Kaffee und Kuchen.  (Details hier.)

Kommt Ihr vorbei? Würde mich freuen.

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10 Antworten zu “„Taube Nuss“ im März und April: Lesungen in Stade, Flensburg, Nürtingen und Heidelberg

  1. Bloss Lesungen! Keine Kommentare zu gegenwaertigen Situationen. Nichts ueber die Issues in den Beziehungen zwischen der Taubseinsgemeinschaft und der Hoerenden. Lethargie?

  2. Nein, nur mit anderen Dingen beschäftigt. Da kommt das Schreiben leider zu kurz.

  3. Maria Möritz

    Was kann ich tun, damit Sie nach München kommen?

  4. Danke für das Interesse. Wenn Sie einen Veranstaltungsort und ausreichend andere Interessierte haben, ich bin für Einladungen offen. Sie können mir an hallo@notquitelikebeethoven.de schreiben.

  5. Hallo – vielleicht solltest du die Überschrift „Heidelberg/Neckargmünd“ korrigieren – wenn ich es richtig verstehe in dem Flyer, findet diese Lesung am Standort in der Quinckestraße in Heidelberg statt. Das Hör-Sprachzentrum heißt halt so… 😉
    Viele Grüße und viel Erfolg

  6. OK, danke, habe ich mal gemacht. Kenne mich da nicht so aus in der Gegend….

  7. Hallo lieber Alexander Görsdorf,
    ich konnte leider nicht nach Nürtingen zur Lesung kommen, darum habe ich mir Ihr Buch gekauft. Ich bin auch seit 15 Jahren Hörgeräteträgerín und kann mich in vielen Dingen wiederkennen 🙂 Vielen Dank und weiter so, ich muss jetzt weiterlesen :9 Viele Grüße Ninette

  8. Oh, das freut mich aber zu hören. VIelen Dank für die nette Nachricht.

  9. Hallo Alexander,
    selber auch schlecht hörend bin ich erst neulich auf Dein Buch gestoßen…
    Bevor ich es gelesen habe, hatte ich fest vor, mein Leben zu beenden, sowie ich das Stadium „es geht nicht mehr ohne CI“ erreichen würde.
    Als mein mit mir befreundeter HNO mir gegenüber die Möglichkeit einer Implantation als mittelfristig anstehende Perspektive ins Gespräch bringen wollte habe ich seine Praxis verlassen und den Arzt gewechselt.

    Seit der Lektüre Deines Buchs hat sich da doch etwas Wesentliches geändert.
    Bevor ich Dich „kannte“, habe ich nur sehr wenig Kontakt mit attraktiven und erfolgreichen Menschen mit Hörschädigung gehabt. Einer war ein Professor, der in einem Turnier in meinem flight gespielt hat. Als er mitten auf dem Fairway mich während des Gesprächs um Entschuldigung bat und vor meinen Augen die Batterien wechselte war ich wie starr vor ungläubiger Bewunderung und wie gelähmt von Scham. Genau so!! Was ist denn dabei? Habe ich mir seither 1000 mal gesagt. Aber die Menschen, denen gegenüber ich mich ganz locker und offen und selbstbewusst „oute“ werden nur langsam mehr. Wobei ich gerade in der letzten Zeit sensationelle Fortschritte mache.
    Zum besseren Verständnis meiner Situation muss ich vielleicht sagen, dass meine Mutter mir Ihre Schwerhörigkeit vererbt hat und ihren schamhaften Umgang damitvorgelebt hat. Mein Vater wollte bis zu seinem Tod nicht wahrhaben, dass ich ebenfalls mit diesem Manko behaftet bin – und mir ungewollt mitgegeben, dass es etwas ist, was meinen Wert als Mensch dezimiert, in Frage stellt.

    Es hat mich unglaublich viel Kraft gekostet zu verstecken und zu kompensieren. Von immer mehr habe ich mich zurückgezogen, weil ich dachte, es „so“ nicht mehr zu können:
    Unwichtiges wie Wassersport, aber auch mein Job im Marketing oder Unternehmungen mit Freunden in akustisch schwieriger Umgebung…
    ich habe versucht mir die Begegnung mit einer Freundin vor vielen Jahren als Vorbild zu nehmen: sie hatte Krebs und sich VOR der ersten Chemo den Kopf kahl rasiert. „Ich bin der Chef im Ring, nicht der Krebs!“ War ihre Devise. Sie bestimmt, was ihr möglich ist und sie lässt sich nicht von einer Krankheit mehr als erforderlich beschränken. Sau cool fand ich das, vorbildlich, eigentlich sowas von logisch.

    Irgendwann vor nicht allzulanger Zeit habe ich mir dann doch endlich hdO-Geräte zugelegt. Und mir geht es wie Dir: ich habe keine Angst mehr vor Kleinkindern! Ich verstehe wieder im Restaurant! Und mittlerweile trage ich sogar ab und zu Pferdeschwanz.

    Aber mein Mut begrenzt sich auf ein mir wohlgesonnenes oder mir gleichgültiges Umfeld: im Business oder unter neuen, coolen Menschen bei denen ich nicht herausragen möchte wie die testimonials aus der who is perfect Werbung früher („Möbel mit kleinen Macken“) lasse ich den schützenden Vorhang aus langen Haaren sorgsam herunter….

    Das alles klingt, als ob ich nicht nur schlecht höre… richtig bescheuert, oder? Wenn ich das so schreibe fällt mir das auch selber auf! Aber manchmal dauert es halt, um Fehler auszumerzen, die von den Eltern in der Kindheit gemacht wurden…in meinem Fall ein diesbezüglicher tiefsitzender Komplex!

    Also an alle Eltern, die diesen Blog lesen: tut das Eueren Kindern nicht an! Keine falsche Scham, das ist das schlimmste, was Ihr eueren Kindern mitgeben könnt!

    Ich habe noch ein paar Fragen an Dich, Alexander, oder eben auch an Euch alle da draußen… aber das ein andermal.

    Gute Nacht, hier ist jetzt Schlafenszeit!

  10. Danke, dass Du das hier teilst. Ich finde nämlich, dass Du einen wichtigen Punkt ansprichst. Falsche Scham Anerziehen, das habe ich auch verschiedentlich mitbekommen (auch bei mir), ist wirklich übel. Und gleichzeitig vergleichsweise einfach zu vermeiden, glaube ich.

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