Archiv der Kategorie: Blogempfehlungen

Konnte nicht widerstehen: ♥ für Blogs

Man könnte meinen, ich hätte die Welt die letzten drei Wochen schon genug mit meinen Blogvorlieben belästigt, aber weil heute zum dritten Mal nach Ansage Blogs geherzt werden, will ich noch ein paar Empfehlungen hinterherschieben. Dreie hab ich noch:

proletkult — ervehea nimmt den Look von Filmen auseinander. Im wahrsten Sinne des Wortes. Zum Beispiel Bonnie und Clyde, Clueless oder The Lady from Shanghai. Sehr schön!

Das hermetische Café — Das Motto Neopathetik trifft es eigentlich ziemlich gut. kid 37s Arztbesuche zum Beispiel.  Hierauf hatte ich ja schonmal verlinkt. Ich lese gerne und lerne zum Beispiel wie ich gutaussehend Fahrradfahren kann.

Rene Schaller — Und nochmal ein Männermodeblog. Wen’s angeht, der weiß wieder warum. Was ich dagegen nicht wußte war, welche Einträge ich einzeln herausgreifen sollte. Jedenfalls hole ich mir dort seit über einem halben Jahr inspirierende Bilder und kritische Gedanken über Mode und Stil.

Bitte beachtet auch meine Empfehlungen von gestern, vorletzter Woche und vorvorletzter Woche.

Was für ein Audiot! — Eine Blogempfehlung

Einer der nettesten Nebeneffekte dieser Grimme-Nominierung ist, dass neue Besucher hierherfinden und ich dadurch  auch interessante Blogs kennenlerne. Das neueste Beispiel ist so spannend, dass ich es Euch hier vorstellen möchte.

Auf Ohrenblicke führt Jens die Welt durch die Ohren betrachtet vor. Das heißt vor allem: In Form von Podcasts.  Jens bezeichnet sich selbst zuweilen als Vollaudiot — darunter versteht er jemand, der in Tönen denkt, mit Geräuschen malt und seine Realität aus Klängen zusammenbastelt. Ich habe mich ein bißchen durch Ohrenblicke und das dazugehörige Lieblingshörer-Forum geklickt, ein bißchen reingehört, habe was verstanden oder auch nicht — und bin begeistert von diesem akustischen Blick auf die Welt. Denn die Themen sind eigenwillig, die Podcasts gut gesprochen. Und selbst wo ich nichts verstanden habe, konnte ich fremde oder unerwartete Klänge genießen.

Der neueste Streich ist eine Reportage vom Blindenfußball. Und dank Jens Beschreibung kann ich mir das lebhaft vorstellen:

Die Rasselbälle verlieren Farbe und Form und verwandeln sich in bewegliche Geräusche – die Spieler werden zu Stimmen, die sich in einem akustischen Raum bewegen.

Außerdem, last but definitely not least, ist dieser Bericht ein schönes Beispiel dafür, was im Internetz und in den Einmann-Medien wie Blogs alles möglich ist. Jens ist nämlich vor kurzem über Not quite like Beethoven gestolpert und hat spontan beschlossen, zumindest probeweise Skripte für seine Podcasts anzubieten. Den Blindenfußball-Beitrag gibt’s nun also zum Mitlesen — und zwar hat sich Jens sogar die Mühe gemacht, sein Sounddesign zu beschreiben!

Ich finde das großartig! Klickt mal bitte rüber und schenkt dem Mann ein wenig Aufmerksamkeit (flattr gibt’s auch).

I like diese Blogs, Teil 2

Mit Fortsetzungen ist es ja so eine Sache. Soll man das gleiche noch einmal in grün machen? Oder lieber was neues riskieren? Ich jedenfalls mache, nachdem das letztes Mal bemängelt wurde, diesmal nicht nur in Unterhaltung:

  • Dandy Diary — Mal wieder was aus der Kategorie Modeblogs — wen’s angeht weiß warum 😉 Mir gefällt besonders die Rubrik look du jour. Nicht alles, und anziehen würde ich das nicht. Aber ich mag die Inszenierungen und die feine Ironie.

Auch diese Blogs kommen bald wieder in  meine bisherigen Blogempfehlungen. Bitte schaut Euch die doch auch mal an.


I like diese Blogs

Wenn einem was gefällt, soll man sich mitteilen. Soweit klar. Nach allem was man hört, wird deswegen durch facebooks neuen Like-Button demnächst das Netz umgekrempelt (klick und klick).

Zum 1. Mai hier jedenfalls die altmodische Version: Handverlesene Blogempfehlungen.  Autorenzentriert, annotiert und ungestreamt. Davon wird’s hier demnächst wieder mehr geben. Hier die ersten drei:

  • anders anziehen — Smilla schreibt, kurz gesagt, das Blog, auf das ich auch gerne gekommen wäre. Früher bin ich stundenlang durch die Straßen gestrichen, habe Leute beobachtet, ihr Äußeres fotografiert und mich gefragt, was das wohl für welche sind. Nur — ich habe mich selten getraut, sie anzusprechen, habe meine Fotos fast immer gestohlen. Ich verlinke absichtlich keine Einträge, einfach rüberklicken und rumstöbern. Es ist einfach alles interessant.
  • Anke Gröner — Spricht zwar kein Deutsch, hat aber regelmäßig wahnsinnig interessante Graphic- und Buchstaben-Novel-Kritiken (z.B. hier). Außerdem die glaubwürdigste (und unterhaltsamste) Mutation zum Foodblog, die ich je gesehen habe (ab hier, dann nach „Gut Essen“ suchen)! Und ich mag ihren Seriengeschmack.
  • GlamourDick — Glam hat den wahrsten Spruch, den man sich vorstellen kann, zum Motto seines Blogs gemacht (oben rechts bei ihm). Ich bin ein bißchen neidisch. Er ist froh, dass er diese Mitbewohnerin wieder los ist, regt zum Nachdenken und Lebenwollen an — und was er so hinter verschlossenen Türen treibt, hat mir die Lachtränen in die Augen getrieben.

Ich werde diese Hinweise auch bald in meine bisherigen Blogempfehlungen einpflegen. Da es da aber langsam unübersichtlich wird (muss mir mal eine neue Darstellungsweise ausdenken), hier eben schonmal vorab. Übrigens, wie seht Ihr das eigentlich mit dem Like-Button?

Zack, die Blogperle

Smilla von anders anziehen hat mich in ihr Schmuckkästchen gelegt — zusammen mit 12 wohlausgesuchten anderen Perlen. Ich bin entzückt!

An wen ich den damit verbundenen Sunshine-Award weiterverleihe muss ich mir noch überlegen. Das ist so ein Ketten-Preisverleih, ich finde aber, man kann den ruhig akzeptieren. Ich jedenfalls werde ihn einfach zum Anlass nehmen, mal wieder andere Blogs zu empfehlen. Mein Feedreader quillt gerade über.

Smillas Blog möchte ich Euch aber jetzt schon mal ans Herz legen, falls Ihr es noch nicht kennt. Straßenmode, aber etwas anders als man es sonst überall sieht. Mit Auge, Herz und Neugier auf Geschichten. Mir haben letztens besonders dieser, dieser und dieser Eintrag gefallen.

Traumhaft..

…ist Not quite like Beethoven!

Das hat mir schon länger keiner mehr gesagt. ((rotwerd))

Jetzt hat es Jürgen Vielmeier gesagt vom übrigens auch sonst sehr empfehlenswerten Yucca Tree Post. Dankeschön! Und geht auch mal die anderen 124 traumhaften Blogs ankieken. Da gibt’s einiges zu entdecken.

Ein ♥ für Blogs

Neben den bewährten Köstlichkeiten in meinen Blogempfehlungen herz ich diese ausgesuchten Stücke:

zoeedragstripGirlIm KrähennestMC Winkels weBlogTerra Poetica The Diary of Kitty Koma

Gestern gab’s dort Spinnendes, Vermischtes, Angekettetes, Erschreckendes, Auch Ernstes und Genüßliches.

Blogempfehlung: Jürgen Hobrecht Logbuch

Deutschlandweit machte es erst letzte Woche Schlagzeilen, in Lübbenow hatte man sich damit schon jahrelang kuschelig eingerichtet: Eine 13-Jährige wurde neun lange Jahre von den Eltern im Haus gehalten und versteckt. Keine Schule, keine sozialen Kontake, überhaupt keine Außenwelt. Weil sie behindert ist und die Eltern sich für sie schämten. Erst jetzt hat jemand einen Finger gerührt.

Ich möchte bei der Gelegenheit mal auf den noch sehr neuen aber vorzüglichen Blog von Jürgen Hobrecht hinweisen.  Der kommentiert die Meldung aus Lübbenow und kommt zu einem deprimierenden Ergebnis:

Eine Mitarbeiterin des Landesamtes für Soziales, mit der ich heute zufällig telefonierte, erinnerte sich an Fälle aus den sechziger Jahren, wo Behinderte häufiger versteckt wurden. Aber diese Zeiten seien doch endgültig vorbei, meinte sie.  Wirklich?

Ansonsten veröffentlicht Jürgen gerade spannende neue Recherchen zu einem Entführungs- und Mordfall im Sardinien der 1970er Jahre und Unbequemes über den Alltag eines Rollstuhlfahrers. Ich bin gespannt wie es weitergeht. Bitte mal vorbeischauen.