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Die Geschichte hinter Obamas Spitznamen in Gebärdensprache

Der Automann, die Birne, Ben Wisch und Häuptling Silberzunge. Das blonde Fallbeil und die Schmidt-Schnauze. Ich bewundere ja Kreativität beim Spitznamenfinden für Politiker — genau wie beim Fluchen übrigens. Sagt ja auch viel über den Sprecher aus. Bei der CDU zum Beispiel scheint man im Augenblick wieder mal zur Kleinfamilie zurückzukehren: Merkel — erst das Mädchen, jetzt die Mutti.

Die wahren Könige der Spitznamensfinder sind vielleicht die Gebärdensprachler. Denn zwar können Eigennamen auch per Fingeralphabet buchstabiert werden — flüssiger und eleganter sind aber die Namenszeichen, spezielle Gebärden für konkrete Personen. Darum hat fast jeder eine.

Dass Angela Merkel durch die Andeutung heruntergezogener Mundwinkel bezeichnet wird, ist ja recht bekannt. Augenscheinlich passend, aber mäßig kreativ, finde ich.

Wieviel Kreativität aber hinter dem „Spitznamen“ für Barack Obama steht, kann man gut in diesem Video sehen. Unbedingt angucken! (Falls wer kein Englisch kann: Man sieht sie ab 2.24). In dem Video kann man auch gut sehen wie Gebärdensprache funktioniert. Nämlich im vierdimensionalen Raum — ganz anders als Lautsprache.

Wer sich noch weiter interessiert, der lese mal hier hinein (leider nur Englisch).  Da werden Varianten von Obamas Namenszeichen diskutiert. Sowas muss sich ja erstmal jemand ausdenken. Und dann müssen es andere erfahren. Und irgendwas muss sich durchsetzen. Und es geht auch viel um die Frage was angemessen, was verletzend und was politisch inkorrekt ist. Sehr spannend!

Übrigens, gibt es eine etablierte Gebärde für Helene Jarmer, die neue österreichische Nationalratsabgeordnete?