Gebrauchsanweisung für Schwerhörige #6: Fühl Dich frei

Wie macht man’s Schwerhörigen leichter und das Gespräch erfolgreich?  11 Regeln von denen auch Andere profitieren.

Regel Nummer 6: Fühl Dich frei…

…und zum Dank gebe ich Dir jemanden, der buchstäblich an Deinen Lippen hängt. Ist das ein Angebot?

Es geht ums gut Vortragen und Präsentieren. Gar nicht so einfach. Ich verstehe wenn man unsicher ist. Leider klammern sich zu viele an voll aufgeschriebenen und ausgedruckten Text. Oder drehen sich um und lesen vor, was auf die Leinwand projiziert wird. Ich versteh einfach GAR nichts mehr wenn das passiert. Foto: Uwe Steinbrich / PIXELIO

Darum: Nimm Karteikarten zum Spicken. Und ansonsten: Fühl Dich frei! Trau Dich! Augenkontakt zum Publikum, nicht zum Text — egal wo er steht. Ich bin extra gekommen um zuzuhören und gebe Dir jede Sekunde meiner Aufmerksamkeit. Weil sonst wird’s ja nichts mit dem Verstehen. Wenn’s privat ist, hätte ich auch was anderes machen können. Hab ich aber nicht. Ich bin wegen Dir da! Wenn’s beruflich ist, ist es sowieso eine Zumutung, derart autistisch vorzutragen.

Wer gar nicht ohne Textvorlage kann: Bitte wenigstens eine anständige Powerpoint-Präsentation dazu, wo ich mitlesen kann. Anständig heißt: Nicht nur mit schönen bunten Bildchen illustrieren, sondern den Gang des Vortrags und Kernaussagen zeigen. Davon profitieren übrigens alle Beteiligten — sogar der Sprecher selbst. Not quite like Beethoven sagt: Danke! Meine Aufmerksamkeit ist Dir gewiß.

Zur Übersicht: 11 Regeln für besseres Reden mit Schwerhörigen

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