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Boxen nach Gehör

Das ist ja interessant! Ich habe ja immer unter Abwesenheit von Geräuschen geboxt (=ohne Hörzeugs). Hatte eigentlich nie den Eindruck, dass mir dabei was entgeht (außer wenn der Coach was sagt, natürlich). Würde gern wissen, was ihm so alles auffällt übers Gehör….

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Heiße Öfen, harte Schläge und Untertitel

Gestern nacht war schon ne krude Mischung. Heiße Öfen klingt ja irgendwie altmodisch. Aber was die New Yorker Fiery Furnaces mir da in Ohren und Beine geschickt haben war toll! Das muss ich hier empfehlen: Progressiver Indie-Rock mit Leadsängerin und ganz wunderbaren Rhythmus- und Tempowechseln. Hier und hier Kostproben.

Nur warum man gleichzeitig links an der Wand im TV einen alten Boxkampf gucken sollte (wie immer vorbildlich mit Untertiteln) , hab ich nicht verstanden. Idee der Band war’s jedenfalls nicht. Aber der Kampf war auch sehr spannend: Ali vs. Wepner! Ich mag ja Boxen.

Mit Untertiteln hab ich ihn leider nicht gefunden, doch wenn ihr unten beide Videos gleichzeitig klickt, habt Ihr in etwa meinen gestrigen Abend vor Euch.

Im rechten Auge:

The Fiery Furnaces @Middle East -- Foto: Not quite like Beethoven, all rights reserved

Im linken Auge:

In beiden Ohren:

in dieser Phase nicht nur, wie man nach den Selbstbeschreibungen von Konsensuskonferenzen erwarten kann, die Laienteilnehmer in das Oberthema der Veranstaltung eingeführt sowie die speziellen Themen und Teilnehmer des Expertengesprächs identifiziert und festgelegt wurden.

Flitter und Tand – aber nett war’s

Wo ich gerade vom Boxen sprach, ich freue mich gerade über das hier:

Foto: Not quite like Beethoven

Übrigens hat Joe Frazier, bekannt vor allem durch seinen Sieg über Muhammad Ali und den Thrilla in Manila, auch ein Hörgerät. Und hoffentlich ein bißchen Geld dafür bekommen, das zu sagen. Das kann er nämlich gebrauchen.

Auszeit von der Schwerhörigkeit: Ich empfehle Boxen

Wunderbares Kontrastprogramm! 7 gute Gründe dafür:

  1. Hören spielt keine Rolle. Schläge sieht man — im Ansatz oder gar nicht.
  2. Es gibt nix mißzuverstehen. Ne trockene Gerade läßt keinen Zweifel. Geradezu Urlaub von der Schwerhörigkeit.
  3. Ausgleich für verloren gegangene Schlagfertigkeit. (Wenn das halbe Gehirn damit beschäftigt ist, aus Bruchstücken von Gehörtem einen Satz zusammenzusetzen, fällt’s schwer, nicht auf dem Mund gefallen zu sein. Und beim Boxen mußt Du spontan agieren.)
  4. Schon mal Frust mit Sandsack abreagiert? Super!
  5. Gibt Selbstvertrauen. Gut gegen verlorenes.
  6. Moral: Auch nach dem Hauen Freunde bleiben. Und manchmal erst dadurch werden.
  7. Macht gute Figur. Kann nie schaden.

Gut, es ist eher ne Männersache. Aber viele andere Kampfsportarten gehen auch. Allen die jetzt mit komischen Nasen, blauen Augen, Schmerzen und Langzeitschäden kommen, sei zweierlei gesagt: Es gibt Schutzausrüstung — damit können sogar Leute in kundennahen Berufen sorglos boxen. Und es schallt meist so aus dem Wald heraus, wie man hineinruft. Wenn das nicht so ist, sollte man den Club wechseln, dann ist es nämlich der, der schlecht ist. Noch besser als Boxen ist übrigens Thaiboxen!