Auszeit von der Schwerhörigkeit: Ich empfehle Boxen

Wunderbares Kontrastprogramm! 7 gute Gründe dafür:

  1. Hören spielt keine Rolle. Schläge sieht man — im Ansatz oder gar nicht.
  2. Es gibt nix mißzuverstehen. Ne trockene Gerade läßt keinen Zweifel. Geradezu Urlaub von der Schwerhörigkeit.
  3. Ausgleich für verloren gegangene Schlagfertigkeit. (Wenn das halbe Gehirn damit beschäftigt ist, aus Bruchstücken von Gehörtem einen Satz zusammenzusetzen, fällt’s schwer, nicht auf dem Mund gefallen zu sein. Und beim Boxen mußt Du spontan agieren.)
  4. Schon mal Frust mit Sandsack abreagiert? Super!
  5. Gibt Selbstvertrauen. Gut gegen verlorenes.
  6. Moral: Auch nach dem Hauen Freunde bleiben. Und manchmal erst dadurch werden.
  7. Macht gute Figur. Kann nie schaden.

Gut, es ist eher ne Männersache. Aber viele andere Kampfsportarten gehen auch. Allen die jetzt mit komischen Nasen, blauen Augen, Schmerzen und Langzeitschäden kommen, sei zweierlei gesagt: Es gibt Schutzausrüstung — damit können sogar Leute in kundennahen Berufen sorglos boxen. Und es schallt meist so aus dem Wald heraus, wie man hineinruft. Wenn das nicht so ist, sollte man den Club wechseln, dann ist es nämlich der, der schlecht ist. Noch besser als Boxen ist übrigens Thaiboxen!

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11 Antworten zu “Auszeit von der Schwerhörigkeit: Ich empfehle Boxen

  1. „Eher ne Männersache“? Haste „Million Dollar Baby“ gesehen? 😉

  2. Klar. Wollte damit auch nicht sagen „nur für Männer“, sondern nur, dass sich irgendwie doch regelmäßig mehr Männer als Frauen dazu einfinden. Schade eigentlich.

  3. Funktioniert übrigens auch für nicht-Schwerhörige 😉

  4. Mir ist boxen ja etwas zu grobschlächtig, traditionellere Kampfsportarten lieber, da viele auch die Charakterliche Entwicklung fördern.
    Und sich auslassen und abschalten vom Alltag kann auch da.Habe einige Jahre Judo, danach Aikido, Jiu-Jitsu und die brasilianische Version dessen ausprobiert und bin nun seit 2 Jahren beim Capoeira.Und das mit der Männersache sehe ich auch anders, ich kenne einige Frauen die zulangen können obwohl das nicht denkt…

  5. Oh, ich denke, ob und wie Kampfsport den Charakter fördert liegt mehr an der speziellen Schule als an der Art.
    Aber ich mag z.B. auch Judo, BJJ und Capoeira, hab die auch mal ne Zeitlang gemacht. Wobei’s beim Capoeira leider nicht so günstig ist, wenn man kaum hört, da entging mir ein wichtiger Teil davon. Sonst wär ich vermutlich dabei geblieben.

  6. Verständlich und ja das mit der Schule stimmt schon, hatte auch schon schlechte Trainer.Aber ich denke das es meiner Entwicklung nicht geschadet hat vom Kindesalter an Kampfsport bzw. Kampfkunst und dazu entsprechende moralische und kulturelle Werte erlernt zu haben.Aber das wichtigste ist wie schon erwähnt, das man sich nach der ganzen Prügelei, die Hand gibt und sich respektiert.Und Capoeira traf bei mir zwei Leidenschaften Musik und Kampfkunst und naja ist quasi ein Familiensport bei uns 😀

  7. Das freut mich. Freu mich immer wenn die ganze Familie spielt… 🙂

  8. Auch wenn ich gern einige Jahre früher angefangen hätte, dann wäre ich jetzt geschmeidiger mit meinen schlacksigen Gliedmaßen 😀

  9. Auch wenns ein später Beitrag ist: Ich weiß noch wie enttäuscht ich (als Mädel) war, als ich mit 14 mit Boxtraining anfangen wollte und nicht durfte, weil ich da noch zwei Jahre zu jung war. So kann man den Mädels auch die Lust nehmen 😉

  10. Und inzwischen? Warste hartnäckig? 🙂

  11. Pingback: Stille Kämpfer | Not quite like Beethoven

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