Ausstellungstipp: Neues Hören — neues Leben

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Ein kleiner Ausstellungstipp von mir für alle, die in der zweiten Mai-Hälfte in Frankfurt am Main sein werden oder können: Vom 17. bis 31. Mai 2013 stellt Kirsten Keppler dort ihre Bilder aus — Hören, Ertaubung und wieder zurück. Hier und hier waren auch schon einige in diesem Blog zu sehen. Ausgestellt wird bei der Firma Hörsinn, Schweizer Platz Ecke Gutzkowstraße, 60594 Frankfurt am Main (Sachsenhausen). Vernissage ist am 17. ab 17 Uhr mit Sektempfang und einem Vortrag der Künstlerin sowie von Timo Stöver, dem Direktor des HNO-Klinikums Frankfurt am Main. Anmeldung zur Vernissage bitte an kultur@hoersinn.com, Öffnungszeiten ansonsten zu typischen Ladenöffnungszeiten.

Mad World

So eine Art Neujahrsgruß. Wunderschön anzusehen.

Les’ ich die ZDF-Website in der Nacht… Anderthalb Anmerkungen zum “Rundfunkbeitrag”

Unter dem Titel “Warum es gut ist, dass jetzt auch Sinnesbehinderte Rundfunkgebühren zahlen” hatte ich vor ein paar Monaten einmal versucht, zum Nachdenken über das neue Abgabenmodell für die öffentlich-rechtlichen Sender anzuregen. Und eigentlich wollte ich nun, da es in Kraft getreten ist, noch einmal etwas Ähnliches nachlegen.
Doch das ist mir gewissermaßen in den Fingern steckengeblieben!

Ich wollte gerne wissen, wie mir denn das ZDF selbst die neue Struktur erklärt. Das ist doch wohl nicht zuviel verlangt, oder? Dass sie sich selbst erklären und auch, warum ich als Sinnesbehinderter zahlen soll. Ich fand eine Website mit dem Titel “Der Wert des ZDF“. Super, dachte ich. Genau was ich suche. Doch was ich las, brachte mich erst zum Lachen und macht mich jetzt nachhaltig wütend:

Ziemlich am Anfang steht dort ganz lapidar der Satz:

Das ZDF “trägt auch zukünftig dafür Sorge, dass seine Programme auf allen digitalen Bildschirmmedien barrierefrei empfangbar sind.”

Was so ein kleines “auch” anrichten kann! Fehlte es, ich würde den Satz bejubeln. Es wäre genau das ehrliche und klare Bekenntnis, das mir (und vermutlich vielen anderen auch) gefehlt hat. Und dass mich meinen Beitrag einigermaßen beruhigt zahlen ließe. Aber mit dem “auch”? Soll das heißen: Es geht genauso schlecht weiter wie bisher? Es wird bestenfalls (vielleicht nach etwas Piekserei von Julia) rumgefrickelt wie bisher? Schwerhörigkeit bedeutet auch weiterhin Schmonzettenabo?
Hier paart sich wohl besinnungsloses Marketingsprech mit Freudschem Versprecher? Danke für die Klarheit, ZDF!

Klarheit brachte die Website unfreiwillig auch auf einem anderen Feld. Und das wird sicher besonders Muriel erheitern. Ich las weiter:

Aufgrund seines Programmauftrags, kann das Angebot des ZDF nicht als bloßes Wirtschaftsgut betrachtet und behandelt werden und darf daher auch nicht rein ökonomischen Steuerungsmechanismen überlassen werden.

Also bin ich neugierig. Was genau macht, dass es ein Fehler wäre, ausschließlich nach individuellen Kosten/Nutzen Profilen über die Finanzierung der Öffentlich-Rechtlichen zu urteilen (mein Argument im eingangs verlinkten Eintrag)? Was genau sagt das ZDF hier? Ich klicke — und es erscheint: Nichts. Hahaha! Guter Witz.

Wo und wie genau muss man eigentlich die Klage auf Verpflichtung auf das Ziel 100% Untertitel einreichen?

PS: “Nichts” erschien auch heute, 6.1.2013, um 11.30 Uhr noch.

Frohes Fest!

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Noch brennen sie nicht, die Kerzen. Aber es handelt sich nur noch um wenige Stunden. Vorher möchte ich Euch schnell Frohe Weihachten wünschen, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch und Start im Jahre 2013!

Vielen Dank für Eure Besuche und fürs Mitlesen! Ich hoffe, wir sehen uns dann nächstes Jahr hier wieder.

Euer Not quite

“Test, Test, hörst Du mich?” Deutsche Bahn-Service im Schwerhörigentest

Die Deutsche Bahn hat vielen ihrer Informationsstände und Reisezentren Induktionsanlagen spendiert. Tolle Sache! (Eine Liste der beglückten Bahnhöfe habe ich unten angefügt.)
Christian Seiler (den ich nicht kenne, ich wurde über eine Notiz in der Zeitschrift Schnecke auf ihn aufmerksam) hat nun einen Aufruf gestartet, diese Induktionsanlagen zu testen:
Ist das Induktionszeichen gut sichtbar angebracht oder muss man es suchen? Funktionieren die Anlagen gut? Wie genau kommt man in ihren Genuss, was muss man tun? Können die Bahn-Mitarbeiter damit umgehen, wissen sie, wie die Anlage einzuschalten ist, falls sie ausgeschaltet ist?

Ich finde die Idee gut und unterstütze sie deswegen. Christian freut sich noch bis August 2013 auf Testberichte, er wird sie sammeln und dann mit den Ergebnissen und Verbesserungsvorschlägen wieder an die Deutsche Bahn herantreten (die wohl schon Interesse signalisiert hat). Christian freut sich auf Eure Berichte unter christianseiler28  gmail com (wobei hier noch das Klammeraffen-Symbol und ein Punkt einzufügen wären).

Hier erste Berichte von Christians eigenen Tests, damit Ihr wisst, was der Stand der Dinge ist und was er sich so erwartet. Und eine Liste der Bahnhöfe mit Induktionsanlagen, die Christian von der Bahn erhalten hat: Weiterlesen

“Ich entschied, ihnen nicht in die Augen zu sehen…”

Ich glaubte, eine enorm wichtige Entdeckung über Menschen gemacht zu haben. Ich entschied, ihnen nicht in die Augen zu sehen, wenn ich mit ihnen redete oder sie mit mir. Ich sah ihnen auf den Mund. Das einzige, was mich interessierte, war wie die Münder ihre Formen annahmen und ich entschied, dass man den Leuten nur genau auf den Mund sehen müsse, wenn sie redeten, um alles zu wissen was man wissen muss. Ich versuchte, ein Gedicht darüber zu schreiben und ich glaube, es reimte sich.

Das könnte von mir sein. Dass Augen der Spiegel der Seele sein sollen, halte ich ja bekanntermaßen für Propaganda. Doch es ist vom Schriftsteller Ben Marcus, im Gespräch im höchst lesenswerten Blog The Days of Yore, wo erfolgreiche Künstler über die Zeit sprechen bevor sie Erfolg hatten. Auch ganz toll: Jennifer Egan.

Spannendes Jobangebot: Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Entwicklungszusammenarbeit

Bei der GIZ gibt es ein hochinteressantes Stellenangebot. Darauf wollte ich nur in diesem Kreis mal kurz hinweisen:

Das Vorhaben „Inklusion von Menschen mit Behinderungen“ berät das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), sowie die GIZ und KfW zur Verbesserung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen sektorübergreifend in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Dazu gehören die Unterstützung des BMZ in der Umsetzung eines entsprechenden BMZ-Aktionsplans, die Ausgestaltung von behinderteninklusiven Projekten in Entwicklungs- und Schwellenländern und die Verankerung der Thematik in Strategie-, Planungs-, Durchführungs- und Evaluierungsprozesse.
Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir für die nächsten 3 Jahre eine/-n erfahrene/-n Berater/-in zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Entwicklungszusammenarbeit.

Würde mich sehr freuen, wenn von Euch jemand sich bewirbt. : )